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High School: Erfahrungsberichte & Forum

Hier findest du Erfahrungsberichte zu High School Schüleraustausch in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Frankreich, Spanien etc ...

Vorname:
Anna
Alter:
17
aus:
Göttingen
war:
2011 für ein Schuljahr in Auckland- North Shore, Auckland - Auckland City, Neuseeland
Schultyp:
College
Schule:
Northcote College
Kontakt:
annaquirmbach@yahoo.de
Homepage:
http://newzealand-anna.blogspot.com/

Hier der Bericht von Anna:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Ersteinmal der Regen. Der war ganz schrecklich für mich. Das ganze Ungewisse wie das Wetter sein wird und ob es denn regnen würde. Mein Tipp: Hab immer eine Regenjacke dabei! Das Wetter ändert sich innerhalb von 2 Minuten. Daran gewöhnst du dich aber schnell.

 

Der zweite Unterschied ist, dass es in Neuseeland Landschaftstechnisch alles gibt, von Großstätten wie Auckland bis hin zu winzig kleinen Orten, die mehr Schafe als Einwohner beherbergen. Von Stränden bis zu Skibergen gibt es einfach alles. Jeder findet das wonach er sucht in Neuseeland.

 

Der dritte Unterschied, der mir aufgefallen ist, ist die Lehrer- Schüler Beziehung. Diese basiert viel mehr auf einer Freundschaft als auf einer Respektperson basis. In Deutschland sind mir die Lehrer meist zu streng und sie haben keine Ahnung was in dem Leben ihrer Schüler gerade vor sich geht. Das ist genau das was mich an neuseeländischen Lehrern beeindruckt, sie schaffen es dir den Stoff bei zu bringen, Witze zureißen und auch noch als deine Ansprechperson dazu sein. DU kannst dich eigentlich immer auf sie verlassen.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An die wundervolle Zeit die ich mit meinen Freunden dort verbringen durfte, an die wundervollen Menschen die ich dort getroffen habe und an meine unglaubliche Gastfamilie. Daran wie glücklich ich jeden Tag war, obwohl es geschüttet hat wie aus Eimern, einfach nur weil ich die unglaublichsten Menschen, die ich so lieb gewonnen habe, wieder sehen durfte.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut hat mir meine Gastfamilie gefallen. Meiner Gastmutter konnte ich alles anvertrauen und sie hat mir immer zugehört und versucht mir zu helfen. Meine Gastgeschwister ( 12,10 und 5) waren einfach super süß und wir hatten super viel Spaß zusammen. Zudem kamen dann noch 2 andere Gastschüler (ein Franzose und ein Kanadier) sodass wir, wenn alle anwesend waren, mit 8 Personen am Tisch saßen und ich muss sagen, jeder Abend war etwas besonderes. Wir haben uns gepiesakt, Witze auf kosten der anderen gemacht, erzählt, gelacht oder einfach nur genossen zusammen zu sein.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Jeden Tag von 9 Uhr bis 15:30 Uhr hatten wir Unterricht, was genau 5 Schulstunden waren. In Neuseeland sucht man sich 6 verschiedene Fächer aus, die man gerne belegen möchte und jeden Tag wird durch diese durch rotiert, sodass man an einem Tag ein Fach nicht hatte. Ich hatte zum Beispiel die Fächer Mathe, Englisch, Spanisch, Tourismus, Fashion und Bio belegt. Hätte ich zum Beispiel am Montag die ersten 5 genannten Fächer, hätte ich am Dienstag Bio in der ersten Stunde und Fashion gar nicht, Mittwoch hätte ich dann Fashion an erster Stelle und kein Tourismus, usw. Am Anfang war es etwas schwer für mich, mich in diesen Rhythmus einzufinden, aber das war nur eine Frage der Zeit bis ich mich dran gewöhnt hatte. Das Schulniveau ist im vergleich zu Deutschland nicht so hoch, wobei das auch Fächer abhängig ist. In Mathe und Bio zum Beispiel wurde das Tempo ganz schön angezogen, sodass man schon aufpassen musste, um mitzukommen. Allerdings hat es dir auch keiner verübelt, wenn du die Arbeiten in den Sand gehauen hast, da sie wissen, wie schwer es ist, in einer dir nicht bekannten Sprache oder in deiner nicht Muttersprache dem Unterricht zu folgen. Deine Klassenkameraden versuchen dir so weit wie möglich zu helfen. Allgemein sind alle sehr hilfsbereit und versuchen dir den Aufenthalt so schön wie möglich zu machen. Trotzdem dauerte es seine Zeit bis ich Anschluss gefunden habe, bzw. das ich Freunde gefunden hatte. Dadurch das es dort relativ viele Austauschschüler gibt bleibst du nie alleine.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Wie ich oben schon gesagt habe wohnte ich in einer Großfamilie. Zuhause habe ich nur eine Schwester und somit war es in Neuseeland schon unterhaltsamer. Auch allein die ganze Vertrauensbasis die ich mit der Familie hatte, war ganz anders als zuhause. Mit meiner Gastmutter konnte ich echt über alles reden, auch über Sachen die ich meiner eigenen Mutter nicht anvertrauen würde.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Nach der Schule bin ich meist mit einigen Austauschschülern zu Burger King gegangen oder wir haben einfach im Shopping Center uns die Zeit totgeschlagen. Da die Schule aber so spät aufgehört hat, bin ich oft auch einfach nach Hause gegangen um Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Hausaufgaben gab es eigentlich fast nie, somit hatte ich mehr Zeit für andere Sachen