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High School: Erfahrungsberichte & Forum

Hier findest du Erfahrungsberichte zu High School Schüleraustausch in den USA, Kanada, Australien, Neuseeland, Frankreich, Spanien etc ...

Vorname:
Lisa
Alter:
16
aus:
Münsingen
war:
2011 für ein Schuljahr in Ål, Buskerud, Norwegen
Schultyp:
Staatliche Schule
Kontakt:
lisa.reutter@gmx.de

Hier der Bericht von Lisa:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

- Die Mentalität der Norweger unterscheidet sich ziemlich von der der Deutschen. Sie gehen alles viel entspannter an und haben "viel Zeit". Das Wort "Stress" scheint für die meisten Norweger ein Fremdwort zu sein.

Und außerdem sollten sich alle an einem Auslandsschuljahr Interessierten nicht von den Vorurteilen über die "wortkargen" Norweger abschrecken lassen. Wenn man freundlich und aufgeschlossen auf andere zugeht, sind die Norweger unglaublich humorvolle und gastfreundliche Menschen :)

 

- Das Schulsystem: Die norwegische Schule ist entspannter und einfacher als die Deutsche. Ich hatte keine Probleme im Unterricht mitzukommen und den meisten Stoff hatte ich schon in Deutschland, trotzdem fand ich den Unterricht eigentlich meistens sehr abwechslungsreich, interessant und lustig. Man verwendet viele unterschiedlichen Methoden und arbeitet viel mit Computern

 

- Die Preise: Alles kostet unglaublich viel. Für meine wöchentliche Ration Schokolade und Süßigkeiten musste ich wirklich ein kleines Vermögen ausgeben ;)

 

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An die vielen lieben Menschen, die ich kennengelernt habe. Die Norweger sind trotz aller deutschen Vorurteile unglaublich gastfreundliche und herzliche Menschen, die ich unglaublich lieb gewonnen habe.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut hat mir der norwegische Humor, die unglaubliche Natur, das lockere Schulsystem, Brunost, die freundliche Art, das Klima, die Traditionen und und und gefallen.

Eigentlich hat mir alles gefallen, außer das Schaffleisch, auf das hätt ich eigentlich verzichten können ;)

 

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer norwegischer Schultag der 10. Klasse beginnt um neun Uhr und endet um halb drei. In meiner Schule gab es dann jeden Tag eine halbe Stunde in der wir unsere Hausaufgaben machen konnten, sodass fast nichts mehr zu Hause gearbeitet werden musste.

Eine Schulstunde dauerte 60 Minuten, der Unterricht war allerdings immer sehr interessant gestaltet und deswegen habe ich mich schnell an die langen Schulstunden gewöhnt. Außerdem gibt es immer lange Pausen in denen man sich entspannen kann ;)

 

Insgesamt hat mir die Schule in Norwegen sehr gut gefallen. Der Unterricht war immer abwechslungsreich und die Lehrer darf man alle duzen, was sie viel sympatischer macht und die ganze Atmosphäre ist locker und entspannt.

 

Es ist mir leicht gefallen neue Freunde zu finden, da die meisten sehr aufgeschlossen waren. Auch der Zusammenhalt, der ganzen Klassenstufe hat mich wirklich beeindruckt und ich war nach ein paar Eingewöhnungswochen völlig in die Gruppe integriert.

 

 

 

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Man sollte auf alle Fälle sehr anpassungsfähig sein. Meine Gastfamilie war sehr nett und wir haben uns super verstanden. Natürlich muss man in einer Gastfamilie mehr Verantwortung und Aufgaben übernehmen als zu Hause, aber das war für mich kein Problem und ich habe mich schnell ins Familienleben eingelebt.

Außerdem ist es einfach auch ein Erlebnis zusammen mit der Gastfamilie zB Weihnachten oder Ostern zu feiern, weil man neue und spannende Traditionen kennnenlernt.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

In meiner Freizeit habe ich viel mit Freunden unternommen.

Mein Heimatort in Norwegen war nicht wirklich groß, trotzdem gab es viele Freizeitmöglichkeiten, vom Fußballtraining über Gesangsunterricht bis zur Theatergruppe, es war für jeden etwas dabei und eigentlich nie langweilig.

Ich habe Gitarrenunterricht genommmen und im örtlichen Chor gesungen.

Natürlich habe ich auch viel mit meiner Gastfamilie unternommen und habe zusammen mit ihnen ein paar Ausflüge zu verschiedenen Orten in Norwegen gemacht.