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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Kendra
Alter:
31
aus:
Berlin
Hintergrund:
Texterin
Sprachkurs:
2 Wochen
Praktikum:
4 Monate
Im Ausland:
2010
Praktikumsort:
Buenos Aires, Argentinien
Unternehmen:
Werbeagentur „Intacto“
Branche:
Werbung

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Kendra:

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Werbeagentur, Schwerpunkt Online-Kommunikation.

In welcher Abteilung werden Sie eingesetzt?

Es existieren streng genommen keine Abteilungen, die Mitarbeiter setzen sich zusammen aus den Bereichen Art-Direktion, Kundenbetreuung, Grafik und Programmierung. Die anfallenden Projekte werden je nach Schwerpunkt und momentaner Kapazität der Mitarbeiter vergeben.

Wie viele Stunden täglich arbeiten Sie?

6 Stunden, von 10.00 bis 16.00 Uhr.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

10.00 Uhr Beginn, meine Aufgaben umfassen bisher (das Praktikum hat erst vor 1,5 Wochen begonnen). Hauptsächlich Recherche und Content-Pflege auf Websites, “Check” von Website-Funktionen und Bildbearbeitung. Mittags kann man eine Pause einlegen, das wird flexibel gehandhabt. Die reguläre Arbeitszeit ist bis 18.00 Uhr, als Praktikant arbeite ich bis 16.00 Uhr.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Meine neuen Kollegen sind alle sehr freundlich, hilfsbereit und aufgeschlossen – ich fühle mich wohl in der Agentur und freue mich, hier noch eine Menge zu lernen. Auch sprachlich ist man sehr bemüht darum, dass ich keine Nachteile erleide. Wird die Kommunikation einmal zu fachspezifisch oder umgangssprachlich, erklärt man es mir geduldig noch einmal. Stößt man dabei trotzdem einmal an seine Grenzen, geht es auf Englisch weiter.

Wie schätzen die Bedeutung des Sprachkurses vor dem Praktikum ein?

Es hätte auch sicher ohne die Teilnahme am Sprachkurs geklappt. Ich habe nur zwei Wochen den Sprachkurs besucht, eine Verlängerung ist möglich, wenn man sich noch nicht sicher genug fühlt, kann man das Ende des Sprachkurses und den Praktikumsbeginn bei Bedarf ein wenig verschieben, dazu genügt ein Gespräch mit dem Praktikumstutor. Mir hat der Sprachkurs sehr geholfen, wieder Praxis im täglichen Sprachgebrauch zu bekommen und grammatische “Problemzonen” zu bearbeiten. Der Unterricht war sehr gut, wir waren nur zu dritt in der Klasse und man wurde die gesamte Zeit über sehr gefordert, auf die Sprachschwächen jedes Einzelnen wurde gut eingegangen. Die Lehrerin war aus Buenos Aires und so konnten wir bereits im Unterricht viel über das Land und seine Besonderheiten aus erster Hand erfahren. Die Sprachschule organisiert außerdem Exkursionen für ihre Schüler. Das macht es leicht, Kontakte zu Mitschülern zu knüpfen und einen ersten Überblick über die neue “Heimat auf Zeit” zu bekommen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Mir sind keine gravierenden Unterschiede aufgefallen. Vielleicht ist hier alles noch ein wenig lässiger als in Deutschland, das ist aber glaube ich im Allgemeinen so im Vergleich Argentinien/Deutschland. Es gibt keinen Dresscode (das habe ich in Werbeagenturen aber noch nie erlebt außer im Bereich Kundenbetreuung), die Vorgesetzten sind nicht anders als die anderen Mitarbeiter, alle sind freundlich und zuvorkommen zueinander, niemand profiliert sich.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Das ist im Einzelnen schwer zu sagen. In jedem Fall ist es gut, ein Auslandspraktikum zu absolvieren, um seinen Horizont zu erweitern und sich auf Neues einzustellen. Es bringt viel, den Alltag in einem anderen Land zu erleben und neue Situationen zu meistern, ohne dass man dabei auf bewährte Erfahrungen zurückgreifen kann. In Bezug auf spätere Arbeitgeber spricht ein solcher Aufenthalt immer für die Weltoffenheit und Flexibilität des Bewerbers. Menschen am anderen Ende der Welt treffen, neue Orte, Gegebenheiten und eine neue Kultur und Sprache kennen zu lernen und sich einfinden zu können, schärft den Blick für die eigenen Stärken und Schwächen und bedeutet eine Bereicherung für die eigene Entwicklung – beruflich oder privat.