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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Anna
Alter:
22
aus:
Ilsenburg
Hintergrund:
zwischen abgeschlossenem Bachelor in Fremdsprachen und noch nicht angefangenem Masterstudium in Europäischen Studien
Sprachkurs:
2 Wochen
Praktikum:
5 Monate
Im Ausland:
2015
Praktikumsort:
Buenos Aires, Argentinien
Branche:
Marketing

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Anna:

 

Was macht/produziert Ihr Gastunternehmen?

Mein Gastunternehmen ist eine kleine Sprachschule in San Telmo, die Spanischkurse für Fremdsprachler anbietet, also Sprachreisende empfängt.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

5 Stunden

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Um 9.30 morgens fange ich an.

Zuerst werden natürlich alle Kollegen mit dem Kuss auf die Wange begrüsst (was für mich erstmal seltsam war), dann der Computer hochgefahren, mit meinem Projektleiter (der bis Dezember in Brasilien sein wird) kurz besprochen, was ich an dem Tag machen werde; bis jetzt bestand der Grossteil meiner Arbeit in Recherche und Projektplanung, ab der kommenden Woche werde ich dann Kontakt zu Unternehmen, Universitäten, Sprachschulen, Sprachreiseagenturen etc in Europa aufnehmen, um Kooperationen aufzubauen und Schüler zu werben. Zwischendurch gibt's einen Kaffee und halb 3 habe ich dann schon Schluss.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Da die Schule sehr klein ist, ist der Umgang generell sehr freundlich. Der Unterschied ist wahrscheinlich nur, dass alle wissen, dass mein Spanisch ein bisschen holprig ist. Umso mehr habe ich aber das Gefühl, dass sich meine Kollegen bemühen, klar und deutlich zu sprechen :)

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Mir hat der Sprachkurs sehr geholfen, zum Einen, weil manche Lektionen Stoff behandelt haben, der für mich komplett neu war, und zum Anderen, weil ich hier in der ersten Woche schon einige Freundschaften schliessen konnte. Meine Klassenkameraden sind mitlerweile zwar schon wieder abgereist, aber es ist doch schöner, wenn man in den ersten Wochen jemanden hat und sich nicht ganz allein fühlt.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Ich denke, die Unterschiede liegen natürlich auch in der Natur des Arbeitsplatzes, in einer grossen Bank wird es hier wahrschienlich ähnlich zugehen wie in einer grossen Bank in Deutschland. In der kleinen Schule ist es natürlich alles etwas lockerer, freundlicher, weniger streng wenn man mal zu spät ist...

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Die Seite der Administration der Sprachschule kennenzulernen finde ich sehr interessant. Ich könnte mir vorstellen, auch später in Unternehmen zu arbeiten, die international agieren und evtl Austauschprogramme betreuen und dafür wird diese Erfahrung sehr hilfreich sein.

Unmittelbar nach der Rückkehr wird sie mir aber erstmal helfen, einen praktischen Blickwinkel gewonnen zu haben zu der Theorie, die ich im Studium gelernt habe. Auch die Spanischkenntnisse, die ich hier gewinne sehe ich als wertvoll an.

Schlussendlich möchte ich auch versuchen, die Gelassenheit und Lebenseinstellung der porteños so gut es geht mit in mein deutsches Leben zu übernehmen, inklusive dulce de leche, mate und alfajores.