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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Nina
Alter:
24
aus:
Erftstadt
Hintergrund:
Sprachstudentin
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
4 Wochen
Im Ausland:
2006
Praktikumsort:
Montreal, Kanada
Unternehmen:
Kumon Canada Inc.
Branche:
Soziales, Sozialpädagogik

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Nina:

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich arbeite bei „Kumon“. Das ist ein Zentrum, wo meist junge Schülerinnen nachmittags hingehen, um ihre Mathematik- und Lesefähigkeiten zu verbessern.

Für mich als Sprachstudentin ist es immer wichtig gewesen, viele Auslandserfahrungen zu sammeln. Während meiner bisherigen Studienzeit habe ich daher viel Zeit im Ausland verbracht. Was mir aber wirklich fehlte, waren Berufserfahrungen.

Ich hatte keine speziellen Vorstellungen bezüglich meines Praktikums. Absolviert habe ich es im Erziehungsbereich, bei KUMON CANADA.INC. KUMON ist ein außerschulisches Lernprogramm für Kinder und Jugendliche, welches die Bereiche Mathematik und Englisch umfasst. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Mir wurden von Anfang an viele Aufgaben übertragen und auch zu meinen Kolleginnen hatte ich ein sehr gutes Verhältnis.

Dieses Praktikum hat mir gezeigt, wie wichtig berufliche Auslandserfahrungen sind. Durch den täglichen und intensiven Kontakt mit der Sprache habe ich meine Englischkenntnisse enorm vertieft und wichtige berufliche und persönliche Erfahrungen gesammelt. Ich habe gemerkt, dass es mir Spaß macht, mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten. Außerdem hat es mich motiviert, weitere Praktika im Ausland zu absolvieren.

In welcher Abteilung des Unternehmens werden Sie eingesetzt ?

Ich arbeite in zwei Zentren. Montags, Mittwochs und Freitags arbeite ich in einem ziemlich großen Zentrum (ca. 200 Schülerinnen), Dienstags und Donnerstags in einem kleineren Zentrum (ca.45 Schülerinnen). Ich werde in keiner bestimmten Abteilung in dem Sinne eingesetzt. Vormittags arbeite ich im Büro und nachmittags im Arbeitsraum, wo die Kinder ihre Arbeitsblätter ausfüllen.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

8 Stunden inklusive 1 Stunde Mittagspause. Meine Arbeitszeiten sind sehr flexibel. Ich kann selbst entscheiden, wenn ich komme und gehen.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Vormittags arbeite ich im Büro. In dem kleineren Zentrum bereite ich die Arbeitsblätter vor, in dem größeren Zentrum arbeite ich vormittags an einem eigenen Projekt. Ich entwickle ein Ordnungssystem für die dortige Bücherei. Das ist sehr interessant, da ich besonders am Leseprogramm interessiert bin und ein großes Interesse an Literatur habe. Nachmittags kommen die Schülerinnen. Meine Aufgaben beinhalten die Benotung der Arbeitsblätter und das Lesen von Texten mit den Kindern.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Es herrscht eine sehr persönliche und entspannte Atmosphäre. Alle Kollegen sind sehr nett, ich habe mich vom ersten Tag an sehr wohl gefühlt. Alle sind mir gegenüber sehr offen und interessiert.

Wie schätzen die Bedeutung des Sprachkurses vor dem Praktikum ein?

Die Schule in Montreal ist die beste Sprachschule, die ich bisher besucht habe. Die Kurse haben extrem viel gebracht, insbesondere der Kurs in Wirtschaftsenglisch. Ich habe mein Vokabular immens erweitert und viele Fertigkeiten, die in der Berufswelt wichtig sind, gelernt (Planung und Entwicklung von Produkten, Verhalten am Telefon, Verfassen von E-Mails...).

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Das Verhältnis der Kollegen untereinender ist wie gesagt sehr persönlich. Alle sprechen sich mit Vornamen an. Ein Dresscode besteht nur für die Zeit, die ich im Arbeitsraum mit den Kindern verbringe. Dort muss ich ein T-Shirt mit dem „Kumon“- Logo tragen, damit die Kinder immer wissen, an wen sie sich wenden können.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich werde auf jeden Fall weitere Praktika im Ausland machen, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln. Ich habe außerdem gelernt, offener zu sein, die Initiative zu ergreifen und immer auf die Kollegen zuzugehen, wenn ich Fragen oder Probleme habe.