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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Lisa
Alter:
26
aus:
Berlin
Hintergrund:
Studentin Friedens- und Konfliktforschung
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
1 Monat
Im Ausland:
2009
Praktikumsort:
Sydney, Australien
Unternehmen:
Greenpeace
Branche:
NGO (Non-Governmental Organizations)

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Lisa:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Greenpeace

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Von Praktikanten wird erwartet, dass sie 7h von Montag bis Freitag arbeiten. Somit varriert die Arbeitszeit von ungefähr 9-17 Uhr.

Zudem sollte aber gesagt werden, dass nur wenige wirklich um 9 Uhr anfangen und die Mittagspause auch sehr großzügig gehandhabt wird.

Dafür gibt es aber eine Vielzahl von Tätigkeiten außerhalb der normalen Arbeitszeiten wie beispielsweise an Wochenenden.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Normalerweise fang ich gegen 9:15 im Rezeptionsbereich an und helfe bei der Versendung der Briefe, die an die Mitglieder geschickt werden. Dann kommt die Post, die durchgesehen und bearbeitet werden muss.

Meistens ist es dann auch schon Zeit für die Mittagspause, die man mit anderen Prakikanten und Volunteers verbringt.

Danach müssen entweder die Briefe für den nächsten Tag fertiggestellt werden oder Mitgliedsanträge bearbeitet werden. Um kurz nach 17 Uhr leert sich dann das Büro zunehmend.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Da bei Greenpeace generell eine Vielzahl von Deutschen arbeiten, kann man von keinem speziellen Umgang sprechen, da es quasi Alltag ist.

Meine Abteilung im Rezeptionsbereich empfing mich jedoch ausgesprochen nett. Ansonsten ist man zwar freundlich aber schon distanziert.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Der Sprachkurs hilft ungemein. Auch wenn man der Meinung ist, man könne schon sehr gut Englisch, würde ich ihn empfehlen. Schließlich geht es nicht nur ums Englischlernen sondern auch darum, einiges über Australien und das Businessleben zu lernen, wenn man die entsprechenden Kurse besucht.

Das wichtigste ist jedoch, dass man eine Menge Leute kennenlernt, aus denen auch gute Freundschaften entstehen können. Man sollte bedenken, dass am Arbeitsplatz die Kollegen alle ihren Alltag haben und sich nicht am Abend mit den Praktikanten zusammensetzen. In der Schule dagegen trifft man eine Menge Leute, die auch das Land erkunden wollen und man kann sich dann schnell zusammen schließen. Für soziale Kontakte ist die Schule unbedingt zu empfehlen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

In Australien ist es Gang und Gebe sich mit dem Vornamen anzusprechen. Der Dresscode dafür ist hier um einiges anspruchsvoller. Anzug und Kostüm sind in den meisten Branchen ein Muss.

Australier unterhalten sich schon mal am Arbeitsplatz, was aber nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass es nicht viel zu tun gebe. Man lässt sich hier nur nicht so leicht aus der Ruhe bringen und schafft seine Arbeit auch mit einem Lächeln auf dem Gesicht, als entnervt zu schauen. Gestresst Kollegen sieht man wirklich selten. Auch wenn man es ist, lässt man sich es nicht anmerken.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Leider konnte ich nur wenige inhaltlich wertvolle Erfahrungen sammeln, da man bei Greenpeace wirklich nur die einfachsten Tätigkeiten bekommt. Nichts desto trotz konnte man mal hinter die Kulissen schauen.

Nutzen kann ich davon jedoch außer für mich persönlich nichts.