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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Angela
Alter:
35
aus:
Neubrandenburg
Hintergrund:
Fachkauffrau für Marketing, angestellt bei der Sparkasse
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
4 Wochen
Im Ausland:
2006
Praktikumsort:
Cairns, Australien
Unternehmen:
Information Center Cairns
Branche:
Marketing

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Angela:

Schon seit langem hatte ich den Traum, allein und für begrenzte Zeit ins Ausland zu gehen. Aus verschiedenen Gründen - privat und dienstlich - war dies nicht möglich. Außerdem "war ich noch nicht soweit".

GLS war einzige mir bekannte Adresse, die für relativ kurze Zeit (2 Monate) kombiniertes Programm anbieten (Bei anderen Anbietern gibt es Praktika über 6 Monate und mehr. Solange kann kaum eine Firma einen Mitarbeiter freistellen. Wenn ja, sollte man sich Gedanken machen, ob man tatsächlich gebraucht wird.)

Vor 3 Jahren dann fragte ich das 1. Mal bei meinem Arbeitgeber nach einer "Auszeit". Meine Akkus waren leer und ich brauchte neue Energie. Die Arbeit macht/e mir immer großen Spaß, da ich eigene Ideen einbringen und umsetzen kann. Deshalb wollte ich auch keinen neuen Arbeitsplatz sondern den, den ich hatte wieder "mit Leben füllen". Aus personellen Gründen war dies zu der Zeit jedoch nicht möglich.

Im Dezember 2003 stellte ich erneut einen Antrag bei meinem Chef und ich hatte Glück! Meine Arbeit konnte für 3 Monate auf andere Mitarbeiter umverteilt werden.

"Nichts ist so stark wie eine Idee, deren Zeit gekommen ist." Dieser bekannte Spruch passte zu meiner Situation, denn ich war innerlich so bereit, wie nie zuvor. Ich wollte mir beweisen, dass ich allein in der weiten Welt klar komme. Und das nicht nur im Urlaub, sondern auch im täglichen Arbeitsprozess. Ich wollte dazulernen, endlich mein Englisch auffrischen und eine neue Herausforderung im Arbeitsleben. Ich wollte interkulturelle Kompetenz.

Ich sagte mir: "Wenn ich es jetzt nicht mache, mache ich es nie." Obwohl ich meine biologische Uhr noch immer nicht ticken höre ;-))), glaubte ich fest, dass das jetzt der absolut richtige Zeitpunkt sei. (Inzwischen bin ich überzeugt, dass man/frau so eine Reise auch mit Kind unternehmen kann. Wenn ich etwas wirklich will, kann ich es auch mit Kind. Es bedarf eines starken Willens und einer guten Organisation.)

So setzte ich alles daran, die Verantwortlichen (in der Firma) diplomatisch von meinem Vorhaben zu überzeugen. Auf dem ganzen langen Weg - angefangen von der Überlegung, was ich eigentlich will, über die Organisation der Reise bis hin zur Ausführung - bin ich unheimlich gewachsen. Ich bin stolz ("I did it. Yeah!!!") und ich würde es jederzeit wieder tun.

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

TTNQ (Tourism Tropical North Queensland) Ich arbeite im Bereich Tourismus und im Marketing.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Unterschiedlich - je nach Arbeitsaufwand z.Zt. 9.30am - 3pm

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

- Lesen des Tagebuchs (diary) wg. Aktueller wichtiger Info
- Info Wetterbericht
- interschiedlich (Habe bereits geholfen, von Touristen individuell angeforderte Prospekte herauszufinden, sie zu versenden... Außerdem habe ich Texte vom Englischen ins Deutsche übersetzt, als Vorlage für deutschsprachige Prospekte. Weiterhin habe ich die Möglichkeit an sog. "famils" teilzunehmen. Dabei handelt es sich um Produktionspräsentationen oder Fahrten, die ansonsten die Touristen machen. Wir lernen dadurch und können außerdem Feedback geben)

Wie schätzen die Bedeutung des Sprachkurses vor dem Praktikum ein?

Der Sprachkurs war von sehr großer Bedeutung. (Ich hätte allerdings mehr Zeit gebrauchen können. So Beschloss ich, dass diese Reise für mich nur der Anfang ist, um Englisch zu lernen!!!) Beim nächsten Mal nehme ich evtl. einen Privatlehrer - für ein oder zwei Wochen. Verbesserungsvorschlag: Da wir uns hier in Australien befinden, wäre es angebracht, auch ein paar australische Besonderheiten (in Sprache, Aussprache) zu erlernen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Soweit ich das bis jetzt beurteilen kann, läuft alles gesitteter und lockerer ab. Aber die MA und Chefs sind nicht so "verkrampft". Teamwork ist genauso wichtig wie bei uns. Dresscode ist wichtig, zumal wir im Kundenverkehr stehen

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich werde ein bisschen "größer" sein. Ich kann stolz auf mich sein und versuche in Deutschland, mich nicht so schnell verunsichern und aus der Ruhe bringen zu lassen. Kompromisslösungen zu finden, ist jederzeit ein guter Weg... Ich weiß nun, dass ich was kann. Ich brauche nur für alles ein bisschen länger. Aber ich bin bereit zu lernen. Ich bin ok.:-) Ich sammle täglich ein paar kleine Ideen, die ich für meine Arbeit als Marketingmitarbeiterin nutzen kann. (Viele kleine Puzzleteile ergeben irgendwann ein komplettes Bild.)