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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Jasmin
Alter:
24
aus:
Halle
Hintergrund:
studiert technische Illustration an der Universität Merseburg
Praktikum:
5 Monate
Im Ausland:
2005
Praktikumsort:
Sydney, Australien
Unternehmen:
Universität in Sydney
Branche:
Grafik & Design

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Jasmin:

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich arbeite an der Universität Sydney. Ich arbeite im Bereich technische Dokumentation im Archäologischen Computer Labor an der Universität.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ich arbeite täglich etwa 7 bis 9 Stunden.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

8.00 Uhr Arbeitsbeginn: Emails beantworten, Jobliste durchgehen und durcharbeiten. Montags 11 Uhr Meeting und Besprechung für den Verlauf der Woche. 13-14 Uhr Mittagspause, danach weiter am Projekt arbeiten (momentan Zielgruppenbefragung vorbereiten) und Recherchen für die Kollegen anstellen. Jobliste für den nächsten Tag aktualisieren. ca. 17 Uhr Feierabend.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Sehr gut! Man wird ernst genommen, bekommt richtige Jobs (nicht nur Kaffee kochen und kopieren), wird bei Besprechungen mit einbezogen und gehört einfach richtig zum Team dazu. Abends und an den Wochenenden wird manchmal etwas zusammen unternommen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Der Arbeitsalltag scheint hier einfacher als in Deutschland zu sein, die Leute sind nicht so verbissen und freundlicher. Wenn man aus Deutschland kommt, ist es für viele sicherlich gewöhnungsbedürftig alle Kollegen und Vorgesetzte mit Vornamen anzusprechen. Die Hierarchien werden nicht so sehr hervorgehoben wie in Deutschland. Es ist jeder für jeden jederzeit ansprechbar und es gibt keine "geschlossenen" Büros.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich habe auf jeden Fall die "Angst" oder den übertriebenen Respekt vor Vorgesetzten verloren (also im positiven Sinne gesehen) - die sind auch nur Menschen die auch nicht immer alles besser Wissen, an der Meinung der Kollegen interessiert sind und ihr Know How gerne weitergeben und Fragen beantworten. Dadurch bin ich definitiv selbstbewusster geworden und traue mich jetzt auch eine Frage 5 mal zu stellen wenn ich etwas nicht verstanden habe. Außerdem werde ich natürlich neues Wissen über die Arbeitsablaufe und Organisation mitnehmen, Zusammenhänge besser erkennen und verstehen und dadurch selbstständiger Arbeiten können. Last but not least ist mein Fachvokabular angewachsen und das umgangsprachliche hat sich sehr verbessert.