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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Stefanie
Alter:
19
aus:
Recklinghausen
Hintergrund:
Abitur
Sprachkurs:
6 Wochen
Praktikum:
2 Monate
Im Ausland:
2008
Praktikumsort:
Sydney, Australien
Unternehmen:
BRW Financial Group
Branche:
Marketing

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Stefanie:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

BRW Financial Group

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ein normaler Arbeitstag geht von 9:00-17:00 Uhr mit einer Stunde Mittagspause, aber es ist auch kein Problem mal eher aufzuhoeren oder auch mal einen Tag freizubekommen.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Meistens bin ich vor meinem Chef im Buero und kuemmer mich schon mal um die Post. Wenn mein Chef ins Buero kommt, besprechen wir meistens die Aufgaben fuer den Tag. Meine Aufgaben wechseln dabei staending. Manchmal muss ich ein paar Anrufe erledigen, weil irgendwas fuer seine Kunden geaendert werden muss oder ich kuemmere mich ums Marketing, d.h Newsletter gestalten und rausschicken oder Einladungen fuer Presentationen gestalten usw. Darueber hinaus erledige ich teilweise die finaziellen Updates fuer seine Kunden und bekomme somit ein Einblick in die Kalkulationen.

Es gibt aber auch Tage an denen wir Meetings mit Kunden in der Stadt haben zu denen er mich mitnimmt oder auch Presentationen und Informationsveranstaltungen von Finanzmanagern oder Investmentexperten.Dazu wird man immer in ein nettes Hotel mit leckeren Essen eingeladen und darf dann 2 Stunden zuhoeren und Fragen stellen.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Der Umgang mit mir als deutsche Praktikatin war sehr gut. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und haben sich auch immer sehr fuer meine Erlebnisse ausserhalb der Firma interessiert.

Man wurde immer als richtiger Part der Firma angesehen und somit auch zu diversen Firmenessen oder Aktivitaeten ausserhalb der Arbeit eingeladen.

Auch mein Chef hat immer sehr viel Verstaendnis mir gegenueber aufgebracht und immer versucht mich so gut es geht zu beschaeftigen.

Also ein rundum sehr positives Arbeitsklima und ein sehr netter, aufgeschlossener Umgang mit mir als Praktikantin.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Ich denke,der Sprachkurs ist gut um Leute kennenzulernen und vielleicht um am Anfang die Scheu vor dem Englisch sprechen zu verlieren,aber auf Dauer ist der Sprachkurs meiner Meinung nach nicht sehr effektiv. Grammatik wird in den hoeren Leveln so gut wie gar nicht angesprochen. Es geht viel mehr um die Konversation,was auch nicht falsch ist, aber was man auch gut ausserhalb der Sprachschule haben kann.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Um den Unterschied einfach zusammenzufassen kann man sagen,dass hier in Australien einfach alles viel lockerer und freundlicher ist. Kunden und auch werden immer mit Vornamen angesprochen,auch wenn man sich das erste Mal trifft.Am Anfang steht immer ein Smalltalk und danach wird ueber die geschaeftlichen Sachen gesprochen. In meiner Firma habe ich nie mitbekommen,dass einer laut wurde,wenn was schief gelaufen ist.Es wird immer in einem ruhigen und freundlichen miteinander gesprochen. Morgens wird man immer mit einem netten Laecheln begruesst und wenn gutes Wetter ist, kann man ohne Probleme eher Schluss machen und zum Strand gehen.

Die Vorgestzten sind fast zu jeder Zeit ansprechbar und vermitteln einem nicht das Gefuehl,dass man nur eine kleine Praktikantin aus Deutschland ist. Anregungen und Verbesserungen werden immer sehr positiv aufgenommen. Auch bei Meetings mit teilweise wichtigen Kunden, wird man immer als Teil der Firma angesehen und teilweise mit in die Gespraeche eingebunden.

Von Montags bis Donnerstag sollte man schon smarte Kleidung tragen, d.h. keine Jeans und keine Turnschuhe. Also irgendwas, was ein bisschen schick oder elegant aussieht.Direkt in der Stadt bei den grossen Unternehmen ist der Dresscode schon recht streng. Dort tragen alle Maenner Anzuege und auch die Frauen sieht man dort oft in Kleidern oder aehnlichen.

Freitags gibt es in einigen Unternehmen den casual friday,d.h. dann ist es erlaubt in Jeans und Turnschuhen zur Arbeit zu kommen,jedoch sollten auch diese recht ordentlich aussehen und keine Flecken oder Loecher aufweisen.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich hoffe ich kann meine Erfahrungen fuer mein Studium und auch fuer meine berufliche Laufbahn nutzen. Besonders wenn man spaeter auch im internationalen Bereich arbeiten moechte,ist es eine sehr gute Erfahrungen. Man lernt nicht nur die Sprache sondern auch den Umgang mit Kunden aus einer voellig anderen Arbeitskultur kennen.

Man steht manchmal vor Aufgaben, die einem erstmal unloesbar erscheinen, aber irgendwie beisst man sich dann doch dadurch und dass gibt einem im Nachhinein ein unheimlich gutes Gefuehl auch im Bezug aufs Selbstbewusstsein.