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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Andreas
Alter:
24
aus:
Köln
Hintergrund:
Abgeschlossenes BWL-Studium
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
3 Monate
Im Ausland:
2010
Praktikumsort:
Sydney, Australien
Unternehmen:
Gadfly Media (Luxury Travel Magazine)
Branche:
Vertrieb
Kontakt:
andy.wolf@koeln.de

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Andreas:

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Mein Praktikum habe ich bei einer kleinen australischen Verlagsfirma (Gadfly Media) absolviert, wo ich mit "Luxury Travel Magazine" für eines von 3 Magazinen gearbeitet habe.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Meine Arbeitszeiten waren eher flexibel, da ich öfters mit internationalen Kunden in Kontakt treten und so aufgrund des Zeitunterschieds auch schonmal abends arbeiten musste. Allerdings waren es stets 8 Stunden täglich, das heißt ich musste auch erst später anfangen wenn ich z.B. abends mit Kunden in Europa telefonieren musste.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Mein typischer Arbeitstag sah so aus, dass ich morgens um 9 Uhr ins Büro gekommen bin und erstmal meine Emails gecheckt habe! Dann kam auch meistens schon mein Chef um mir Aufgaben für den Tag oder die Woche zu übertragen. Allerdings war der Start in den Arbeitstag meistens sehr gemütlich, soll heißen das Wichtigste war erstmal für alle einen Kaffee im Cafe nebenan zu ergattern. Da ich persönlich direkt zu Beginn meines Praktikums eine größere Aufgabe für die gesamten 3 Monate bekommen habe, konnte ich mir zumeist meine Zeit sehr selbstständig einteilen. Es gab z.B. auch keine vorgeschriebene Uhrzeit für meine Mittagspause, ich sollte nur Bescheid geben wenn ich gehe und hatte täglich eine Stunde Pause. Im Rahmen dieser "großen Aufgabe" musste ich mit so ziemlich allen weltweiten Hotels des Magazins telefonieren, um Informationen über die aktuellen Hotelmanager und deren Kontaktdaten zu erhalten. Gegen 17 Uhr haben sich dann zumeist alles pünktlich auf den Weg nach Hause bzw. Freitags in den nächsten Pub gemacht. Das man Freitags mit allen Kollegen nach der Arbeit zusammen den abend verbringt und das anstehende Wochenende begießt hat mir persönlich sehr gefallen und mich beeindruckt, da ich dies aus Deutschland nicht in diesem Maße gewohnt war.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Der Umgang mit mir als Praktikant war nicht ausnahmslos positiv! Insgesamt waren die Aufgaben, die mir und auch vielen anderen Praktikanten übertragen wurden, höflich gesagt ein wenig langweilig und anspruchslos! Dafür waren aber alle Mitarbeiter in einem Maße freundlich und offen, wie ich es in Deutschland noch nie erlebt habe. Ich habe mich vom ersten Tag an wohl und als Mitglied des Teams und zu keinem Zeitpunkt als Praktikant gefühlt. Ebenfalls haben sich alle, sogar mein Chef, jederzeit für meine erledigte Arbeit bedankt! Natürlich gibt es auch immer negative Seiten, aber insgesamt war es eine tolle Arbeitsatmosphäre!

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Den Sprachkurs kann ich nur jedem empfehlen, auch wenn man ihn aufgrund seiner guten Englischkenntnisse vielleicht nicht zwingend bräuchte! Man lernt dort direkt sehr viele nette und vorallem internationale Studenten kennen und findet meistens die ersten Freunde in einem noch fremden Land, was für mich enorm wichtig war und mir sehr weitergeholfen hat. Der Englischunterricht ist zumeist eher relaxt und nicht sehr anspruchsvoll! Man sollte sich dann einfach um einen anspruchsvolleren Kurs bemühen, so habe ich es gemacht, denn sonst kann es ziemlich langweilig werden!

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Im Bezug auf den Unterschied zum Arbeitsalltag in Deutschland kann ich nur Eines sagen: Es ist so ziemlich alles anders!!!! Insgesamt ist die Arbeitsatmosphäre sehr viel relaxter als in Deutschland, so spricht man z.B. jeden, ja auch den Chef, mit seinem Vornamen an. Das fande ich persönlich sehr positiv! Auf der anderen Seite waren die meisten Mitarbeiter extrem unorganisiert und kaotisch, da muss man als Deutscher schon öfters lachen:-) Bezüglich der Arbeitskleidung war es in meinem Unternehmen ebenfalls sehr lässig. Ich bin zum Vorstellungsgespräch und auch an den ersten Arbeitstagen im Anzug gekommen, da das wohl auch in Australien normalerweise Standard ist, habe ich gelesen!!!! In meiner Firma war allerdings Jeans und T-shirt oder Hemd völlig ok, ich denke das ist in jedem Unternehmen individuell unterschiedlich. Meine Vermittlerin hat mir damals gesagt, das man zumindestens zum Vorstellungsgespräch Anzug tragen sollte, alles andere ergibt sich danach.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Zum Einen verbessert sich im Rahmen eines Praktikums naürlich das eigene Englisch, da man mit den Kollegen ständig Englisch sprechen muss. Mir persönlich wird wohl der Kontakt und die Gespräche mit Kunden aus der gesamten Welt in Zukunft sehr nützlich sein. Zum Anderen ist es meiner Meinung nach eine nützliche und gute Erfahrungen andere Arbeitsweisen und Kulturen kennenzulernen.