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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Stephanie
Alter:
19
aus:
Freyburg
Hintergrund:
- Marketing Service (Aushilfs)-Angestellte bei Rotkäppchen- Mumm während der Schulausbildung zum Abitur
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
2
Im Ausland:
2009
Praktikumsort:
Sydney, Australien
Unternehmen:
H***** Hotel Sydney
Branche:
Event Management

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Stephanie:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich habe für das H***** Hotel in Sydney (Firmenname muss unkenntlich gemacht werden aus Datenschutzgründen) gearbeitet und arbeite auch immer noch da, denn nach meinem Praktikum habe ich einen Arbeitsvertrag angeboten bekommen.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Montag- Freitag 09.00 Uhr- 17.00 Uhr

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Nun ja, ein typischer Arbeitstag lässt sich für mich recht schwer beschreiben, da ich wöchentlich in eine andere Abteilung des Eventmangements gekommen bin.

Angefangen hat alles als Event Food & Beverage Attendant, was soviel heißt wie Event Kellner. Man kümmert sich also um Veranstaltungen (Konferenzen etc.) die ein Frühstück, Mittag oder Abendessen mit einbegriffen haben.

Weiter ging es als Event Office Co- Ordinator, was soviel bedeutet, wie den ganzen Tag im Büro vor dem PC Schirm sitzen; Bestellungen machen, die in der Eventabteilung benötigt werden (z.b. Notepads für die Konferenzen od. Kulis =) ), tausende von E-mails und Telefonate beantworten...

Danach wurde ich ein GRM, ein Guest Relation Manager speziell für Events. Meine Aufgaben waren, sich um die Organisatoren der Veranstaltung zu kümmern und Ihnen jeden Wunsch von den Augen abzulesen, desweiteren war ich ihr Ansprechpartner bei Fragen oder Problemen. Im Grunde genommen war meine Aufgabe die Organisatoren glücklich zu machen, in dem ihre gebuchte Veranstaltung, die nicht wirklich wenig Geld kostet, reibungslos abläuft.

Leider war meine Zeit als GRM schnell vorbei, und ich wurde "Floor Manager", was dann widerum soviel heißt wie die Event Food& Beverage Attendants rumzukommandieren, haha. Das ist eigentlich auch schon die ganze Aufgabe eines "Floor Managers".

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Ich habe super liebe Arbeitskollegen, die mich sofort mit einbezogen haben und mir immer halfen, wenn ich Hilfe benötigte. Alle waren auch ziemlich neugierig und wollten natürlich wissen, was mich denn ins ferne Australien verschlägt. Viele meiner Arbeitskollegen sind sehr gute Freunde von mir geworden.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Nun ja, der Sprachkurs. Das ist so eine Sache für sich.

Mir hat er leider überhaupt nichts gebracht. Denn die Sprachschule in Sydney ist überbevölkert mit Asiaten, die ziemlich niedrige Englischkenntnisse haben. Das heißt, man wird in eine Klasse gesteckt, nachdem man einen Test am ersten Schultag absolviert hat. Doch leider musste ich feststellen, dass man diesem Test nicht viel abverlangen kann, und so waren dann plötzlich alle meine Mitschüler begeistert, wieso ich doch so ein tolles Englisch sprechen könnte.

Naja, wir in Deutschland lernen für mehrere Jahre, doch in Asien scheint das etwas anders zu sein.

Jedenfalls, habe ich dann in meiner Klasse Dinge gelernt, die ich schon seit der 6. Klasse konnte. (z.B. Artikel: the, a, an..) Ich muss sagen,dass man diesen Sprachkurs sich (finanziell) sparen kann, leider, denn ich hatte mir wirklich sehr viel mehr davon erhofft.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Da ich in einem fünf- Sterne Hotel eingestellt war/ bin, herrscht natürlich Uniformzwang. (Es muss ja alles gleich aussehen....)

Das Verhalten am Arbeitsplatz würde ich unterschiedlich einschätzen. In meiner Zeit im Büro habe ich gemerkt, dass alles sehr viel lockerer ist und nicht sehr viel privat. So hält man schon mal den ein oder anderen Small Talk über letztes Wochenende.

Auch der "Director" meiner Eventabteilung war sehr aufgeschlossen,so wurde auch ziemlich oft gemeinsam gelacht und gescherzt.

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, dass man so ein offenes Arbeitsverhältnis in Deutschland meiner Meinung nach kaum findet.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Da ich nun einen Vorteil habe, für eine weltweite Hotelkette gearbeitet zu haben, werde ich mich nach meinen Studium rund um den Globus bei dieser Kette bewerben.

Desweiteren schätze ich meine zukünftigen Chancen bei Bewerbungen nicht ganz so schlecht ein, da ich durch dieses Praktikum/ Arbeitsvertrag einen guten Lebenslauf vorlegen kann.