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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Kristin
Alter:
20
aus:
-
Hintergrund:
Abiturientin
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
1 Monat
Im Ausland:
2009
Praktikumsort:
Sydney, Australien
Unternehmen:
NSW College of Nursing
Branche:
Journalismus

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Kristin:

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich habe an einer weiterbildenden Schule für Krankenschwestern und Pfleger gearbeitet. Allerdings war ich dort in der Marketing Abteilung tätig, speziell für das vierteljährlich erscheinende Magazin Nursing.aust.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Statt der üblichen acht Stunden, also von 9-17 Uhr, musste ich nur von 10 - 16 Uhr arbeiten, da mein Anfahrtsweg mit eineinhalb Stunden doch relativ lang war und man mir insofern entgegenkam.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Der Großteil meiner Arbeit wurde durch umfangreiche Recherchearbeiten eingenommen. Ich durfte für das Magazin Nursing.aust mehrere Artikel schreiben. Da konnte es schon einmal passieren, dass mir Ian, mein Supervisor, mir einen 80 Seiten langen Report auf den Tisch packte und mir sagte, ich solle mal schauen, ob dieser einen Artikel wert wäre. Ein typischer Tag begann zunächst mit einem Kaffee an meinem eigenen Schreibtisch und dann fing ich an zu lesen, zu recherchieren, im Internet oder auch in der hauseigenen Bücherei. Das Schreiben der Artikel war ebenso ein enormer Zeiträuber, da ich mir gerade für die medizinischen Fakten ein großes Wissen über das Fach und auch an Vokabular aneignen musste. Wenn es mir zu viel wurde, ging ich eine Runde um den Block oder in den angrenzenden Park, um den Kopf wieder frei zu bekommen.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Alle waren super nett und freundlich zu mir! Vor allem hatte ich nie das Gefühl einfach nur eine lästige Praktikantin zu sein, die beschäftigt werden musste. Ich hatte immer einen Ansprechpartner und wurde oftmals gefragt, was ich gerne machen wollen würde oder ob ich im Speziellen noch irgendetwas lernen möchte. Da Ian mein Schreibstil und mein damit verbundenes Englisch doch ziemlich beeindruckt hat, war ziemlich schnell klar, dass ich für das Magazin schreiben werde und das hat mich ehrlich gesagt vollkommen überweltigt, da ich noch überhaupt keine beruflichen Erfahrungen vorzuweisen hatte. Ian sprach ziemlich oft mit mir über meine Fortschritte und beantwortete geduldig alle Fragen, die sich mir des öfteren stellten. Ich weiß jetzt vermutlich mehr über das australische Gesundheitswesen, als über das Deutsche ;) Hin und wieder wurde ich auch mal zum Mittagessen eingeladen.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Der Sprachkurs an sich hatte für mich vor allem den Vorteil, sich erst mal eingewöhnen zu können und wirklich vollends in die Sprache reinzukommen. Nach dem Einstufungstest kam ich in die Klasse für Advanced English, also dem höchsten Level. Da dies ein spezieller Business Kurs war, haben mir vor allem die für mich neuen Vokabeln und Redewendungen seinen Nutzen gehabt. Außerdem fällt es in der Schule sehr viel leichter, schnell neue Bekanntschaften zu knüpfen, als im Praktikum, was, wie ich finde, ein sehr wichtiger Aspekt ist, um sich möglichst schnell einzuleben.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

In der deutschen Arbeitswelt konnte ich ja, wie gesagt, noch keine Erfahrungen sammeln. In meinem Unternehmen war der Umgangston jedoch recht locker, egal ob man nun mit dem Vorgesetzten sprach oder nicht. Auch einen strengen Dresscode gab es nicht. Dass man nicht im Schlabberlook zur Arbeit erscheint, versteht sich, denke ich, wohl von selbst. Aber Jeans und T-Shirt waren auch vollkommen in Ordnung.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich habe sehr viel gelernt, sowohl über Australien an sich und auch was den Umgang mit, sagen wir, schwierigeren Menschen umgeht. Dies und natürlich auch das Englisch ist wohl ein Pluspunkt in jeder Bewerbung. Mir persönlich hat es aber nicht nur bessere Chancen im späteren Berufsleben gebracht, sondern auch jede Menge ziwschenmenschliche Erfahrungen, die mir nun einen anderen Blick auf so manche Dinge geben.