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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Kerstin
Alter:
18
aus:
Bonn
Hintergrund:
Abiturientin
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
1 Monat
Im Ausland:
2013
Praktikumsort:
Sydney (Caringbah), Australien
Unternehmen:
The Sutherland Hospital
Branche:
Soziales, Sozialpädagogik

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Kerstin:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich habe im Team der Ergotherapeuten im Krankenhaus von Sutherland gearbeitet.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ich habe meistens um 9 Uhr morgens angefangen (manchmal auch um 8 Uhr) und hatte gegen 16:30 Uhr Feierabend (je nach dem was gerade anstand auch um 17 Uhr). Habe also durchschnittlich 8 Stunden täglich gearbeitet.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ich hatte einen Supervisor, mit welcher ich die meiste Zeit zusammen war. Ich habe sie bei ihrer Arbeit begleitet, beobachtet und ihr ggf. geholfen. Ich habe mich zudem mit anderen Ergotherapeuten abgesprochen, sodass ich diese unterstützen konnte, wenn sie interessante oder besondere Patienten hatten. Manchmal fanden auch Besprechungen oder Vorträge statt, an denen ich teilnehmen durfte. Zudem bin ich auch mit auf Hausbesuche gegangen und in den vier Wochen hat mein Supervisor dafür gesorgt, dass ich in alle Arbeitsgebiete der Ergotherapeuten reinschnuppern konnte.

Das alles verlief aber ziemlich flexibel, sodass mein Arbeitstag niemals gleich verlief.

Am Vormittag gab es eine Pause für "Morning Tea" (20 Minuten) und am Mittag dann noch Lunch-Pause (30 Minuten).

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Alle waren total nett zu mir und haben sich sehr für das, was ich mache, interessiert. Die meisten Ergotherapeuten hatten großes Interesse daran, mehr über meine weiteren Pläne und über den Beruf in Deutschland zu erfahren.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Während des Sprachkurses habe ich schnell nette Leute kennengelernt, mich mit ihnen angefreundet und öfters was mit ihnen unternommen. Zudem hatte ich viel Zeit, um Sydney zu erkunden und viele Sachen und Ausflüge zu unternehmen, da der Sprachkurs immer nur bis 13 Uhr ging.

Ich würde aber nicht sagen, dass sich mein Englisch durch die 4 Wochen in der Sprachschule verbessert hat. Man hat dort lediglich den gleichen Stoff wie auch schon in der Schule in Deutschland durchgenommen.

Ich würde den Sprachkurs in dem Sinne empfehlen, dass man dort schnell nette Bekanntschaften machen kann und mehr Zeit für Unternehmungen hat, die man während des Praktikums nicht mehr hat.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Da ich in Deutschland noch nie in einem Krankenhaus gearbeitet habe, kann ich nicht so viele Vergleiche machen. Mir sind aber trotzdem schon in den ersten Tagen wesentliche Unterschiede aufgefallen.

- Während man in Deutschland überwiegend weiße Kleidung in einem Krankenhaus trägt, sind dort dunkle Stoffhosen und dunkle Poloshirt bzw. Blusen vorgeschrieben.

- Das Verhältnis zu den Vorgesetzten oder auch zu den Doktoren ist ganz anders als hier in Deutschland. Im Umgang mit diesen merkte man nicht, dass sie "höher gestellt" sind, und das Verhältnis war viel lockerer.

(z.B.: bei einer Verabschiedung einer Mitarbeiterin in den Schwangerschaftsurlaub haben auch die Vorgesetzen die kleinen lustigen und teilweise peinlichen Spielchen mitgespielt)

- Der Arbeitstag ist generell ein bisschen lockerer gestaltet. Wenn sich es mal ergibt, plaudert man eben mal mit einer Kollegin oder Patienten. Wenn man dadurch seine Arbeit nicht geschafft bekommt, wird eben einfach mal länger gearbeitet.

- Wie im Englischen üblich werden alle gedutzt und mit Vornamen angesprochen (das war für mich in Bezug auf die Patienten eine große Umstellung und sehr gewöhnungsbedürftig)

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich konnte während meines Praktikums in Australien viele praktische Erfahrungen im Bereich Ergotherapie sammeln. Ich denke, all diese Erfahrungen werden mir bei meinem Ergotherapie-Studium, welches ich im September beginne, sehr helfen.