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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Nikolas
Alter:
19
aus:
Stuttgart
Hintergrund:
Schüler/Student
Sprachkurs:
3 Wochen
Praktikum:
1 Monat
Im Ausland:
2013
Praktikumsort:
Ibarra, Ecuador
Unternehmen:
Centro de Manejo de Vida Silvestre
Branche:
Umweltschutz
Kontakt:
n_grimm@t-online.de

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Nikolas:

 

In welchem Unternehmen haben Sie Ihr Praktikum in Südamerika gemacht?

Centro de Manejo de Vida Silvestre, eine Auffangstation für Wildtiere. Nicht mit einem Zoo zu verwechseln, alle Tiere wurden entweder von der Polizei beschlagnahmt oder von verzweifelten Besitzern gebracht, die realisierten, dass ein Kapuzineraffe doch nicht das ideale Haustier war.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

ca 10h

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ich bin täglich ca um 7.00 aufgestanden (ich habe direkt auf dem Projektgelände in einer kleinen Hütte gewohnt), habe mit den beiden Indigenas die ebenfalls im Projekt wohnten gefrühstückt.

Gegen 8.00 Uhr kamen meistens andere Freiwillige aus der Stadt (Studenten) an und es ging gemeinsam ans Ausmisten der Tiergehege.

Unter anderem hatten wir Kapuzineraffen, Papageien, Faultiere, Ozelote und sogar 2 Löwen, die die einzigen nicht einheimischen Tiere waren, die von der Polizei gebracht wurden.

Danach Futter für alle Tiere vorbereitet (Früchte kleingeschnitten, Fleisch aufgetaut etc.) und danach gefüttert. Zum Mittagessen waren wir meist fertig mit Putzen und Füttern. Gegessen wurde im Projekt, von den Freiwilligen gekocht. Viel Reis, aber mir hats geschmeckt.

Nachmittags kamen zahlreiche Touristen, durch die das Projekt sich finanzierte und wir erledigten meist Arbeit um das Projektgelände bzw die Gehege zu verschönern/verbessern, dh Bäume pflanzen, Zäune oder Häuschen für die Affen bauen und ähnliches... ab und an wurde diese Arbeit durch ausgerissene Affen, Faultiere oder ähliches unterbrochen.. Langeweile kam entsprechend so gut wie nie auf.

Zwischen 17.30 und 18 Uhr waren wir meist fertig.

Abends habe ich manchmal noch die Anleitungen von Medikamenten, Touristeninformationen u.ä. ins Spanische übersetzt.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Sehr gut. Den kleinen Sprachproblemen (was heißt nun Spitzhacke auf Spanisch?) wurde sehr verständnisvoll begegnet, vom Projektleiter und seiner Familie wurde ich auch an einige Orte mitgenommen, super nette Leute.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Unverzichtbar. Konnte nen bisschen Spanisch davor, so dass ich mich verständigen konnte, aber durch die 4h täglich ist nochmal einiges klarer geworden und viel Praxis gewonnen

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Schwer zu sagen da ich in Deutschland noch nie eine vergleichbare Arbeit gemacht hab.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant in Südamerika nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich will mein Spanisch weiter verbessern, der Aufenthalt in Ecuador hat jedenfalls schon viel geholfen. Positive Eigenschaften wie eine größere Offenheit gegenüber unbekannten Dingen (sei es Essen, kulturelle Unterschiede oder anderes..) werde ich versuchen beizubehalten.

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