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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Nicole
Alter:
22
aus:
Landkern
Hintergrund:
Ausbildung als Industriekauffrau
Sprachkurs:
2 Wochen
Praktikum:
11 Wochen
Im Ausland:
2010
Praktikumsort:
Quito, Ecuador
Unternehmen:
KLEINTOURS
Branche:
Tourismus

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Nicole:

Nicole zu Hintergrund und Motivation ihres Praktikums:

Die Ausbildung zur Industriekauffrau hat mir sehr viel Spaß gemacht und war aufgrund der Betriebsgröße sehr abwechslungsreich. Doch sehr bald schon musste ich feststellen, dass der Beruf mir zwar gefällt, aber es nicht das ist, was ich mir für meine 40 weiteren Berufsjahre vorgestellt hatte. Was nun? Wie sollte meine Zukunft aussehen? Da wurde mein Traum von einem Auslandsaufenthalt in Südamerika zunehmend aktueller. Während meiner Internetrecherchen wurde ich auf die GLS aufmerksam, die in Ihrem Katalog Aufenthalte in Ecuador anbot.

Ecuador- ein kleines Land mit einer unglaublichen Vielfalt: Der Dschungel, das Andenhochland mit den kleinen Indianerdörfern, die Küste, das südamerikanische Leben…

Alles dies und das Erlernen der spanischen Sprache veranlasste mich ein Praktikum in Ecuador zu absolvieren. Da ich mich schon immer für andere Sprachen, Kulturen und den Umgang mit Menschen begeistern konnte, entschied ich mich für ein Praktikum im Reisebüro, welches mir die GLS dann auch vermittelte. Die große Reise konnte starten: neues Land, neue Sprache, neue Leute, neue Kultur - auf ins Abenteuer!

Nach einem 2-wöchigen Sprachkurs ging es dann mit meinem 11- wöchigen Praktikum bei einem Reiseveranstalter weiter. Zuerst dachte ich, ich würde in einem kleinen Reisebüro arbeiten, doch erwies es sich, dass es ein Reiseveranstalter mit einer Belegschaft von 70 Mitarbeitern allein in Quito war! Die Arbeit war sehr interessant und vielseitig und ich habe dort eine Menge über die Tourismusbrache gelernt. Dieses Praktikum, welches auch Vorraussetzung für mein weiteres Vorhaben war, bestärkte mich auf dem richtigen Weg zu sein und ein Studium in diesem Bereich zu beginnen. Seit dem 01.04. bin ich nun auch Studentin an der FH in Worms und es gefällt mir sehr gut.

Ich rate jedem, der nicht genau weiß, was er beruflich machen soll, sich viel Zeit zu lassen und viele verschiedene Wege in Betracht zu ziehen. Man verbringt nun mal meistens sein Berufsleben in dem Bereich, indem man seine Ausbildung gemacht hat - aber es ist auch nie zu spät einen anderen Weg einzuschlagen.

Mein 4-monatiger Aufenthalt in Ecuador hat mich aber nicht nur beruflich weitergebracht, sondern auch menschlich. Auf sich alleine gestellt zu sein und sein " Ding" zu machen, erfordert Mut, aber man wird mit Erfahrungen und unvergesslichen Erlebnissen belohnt. Das Leben in einem südamerikanischen Land ist sehr unterschiedlich zu einem europäischen - aber gerade das machte es für mich so interessant. Ich bin überglücklich, diese Erfahrung gemacht zu haben und so liebe und freundliche Leute kennengelernt zu haben, die ich jetzt Freunde nennen kann. Die wie eine 2. Familie für mich waren. Ein tolles Gefühl!

Wenn ihr irgendwie eine Chance habt einen Aufenthalt in einem fremden Land zu machen - nutzt sie, denn " träume nicht dein Leben, sondern lebe deine Träume!"

Muchos saludos
Nicole Münich

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

KLEINTOURS ist eines der führenden Kreuzfahrtunternehmen ( 2 Yachten: 20 und 26 Pers + ein Kreuzer für 110 Pers) und Reiseveranstalter für Landreisen in Ecuador. Hier im Hause arbeiten ca. 70 Personen. Weitere Filialen gibt es in Cuenca, Guayaquil und Galapagos!!!

In welcher Abteilung des Unternehmens werden Sie eingesetzt?

Im Verkauf und im Marketing im Zuständigkeitsbereich: Deutschland, Schweiz, Österreich!

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

8 Stunden: von 9.00 - 13.00 und von 14.00 - 18.00

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Einen typischen Alltag haben die Praktikanten hier bei Kleintours nicht. Es gibt keine regelmäßigen Arbeiten, es handelt sich eher um Projekte! Mein erstes Projekt war die Mithilfe der Vorbereitung des Besuches des WTM ( World Travel Market) in London! Ich hab viele englische Reisebüros angerufen und Termine mit unserem Vertreter ausgemacht! Weiterhin hab ich bei der Beantwortung von Emails mitgewirkt!

Ein weiteres großes Projekt war die Übersetzung unserer englischen Broschüre über die Galapagoskreuzfahrten und die Beschreibung der Landreisen!.... Was mir sehr gut gefällt, das jeder Praktikant einen eigenen Arbeitsplatz mit PC hat und die Arbeiten weitestgehend selbstständig zu erledigen sind!

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Der Umgang ist sehr gut! Ich wurde lieb empfangen . Die Leute sind nett und hilfsbereit.

Wie schätzen die Bedeutung des Sprachkurses vor dem Praktikum ein?

Den Sprachkurs schätze ich als sehr wichtig! Zuerst wollte ich ja auch nur eine Woche machen, hab mich dann aber hier entschieden noch eine Woche dran zu hängen, es ist wichtig nicht nur die Vokalen zu können sondern auch die Grammatik! Und bei einem Praktikum, gerade hier bei einem Reiseveranstalter, denke ich ist es schon wichtig spanisch zu können! An dieser Stelle sei auch die Organisation Amilie gelobt, ich hatte eine sehr kompetente nette Lehrerin, die nicht stur nach dem Buch ging, sondern die viel Wert auf das Unterhalten gelegt hat! Einmal waren wir auch in der Altstadt und haben im Café eine Bestellung aufgegeben und in der Strasse nach dem Weg gefragt.... also wurde das Theoretische mit dem Praktischen ( dem richtigen Leben) verbunden!

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Also hier gibt es schon ein paar Unterschiede:

- z.B. duzen sich hier alle, auch die Chefs, sogar ich als Praktikantin duze meine Chefin, das ist ganz normal hier, das Verhältnis zwischen Chef und Angestellten ist freundschaftlicher als in Deutschland ( so wie ich es in Unternehmen in Dtl. kennengelernt habe!)

- dann: da es hier so was wie Auszubildende nicht gibt, habe ich auch das Gefühl, das sich die Leute etwas schwer tun, einem etwas zu erklären ( vielleicht weil Sie keine Erfahrung haben) sie erklären alles total wirr und unübersichtlich und man muss hier als Praktikant immer bisschen Druck machen, wenn man etwas Neues lernen will, hier gibt es keinen Praktikantenplan oder so etwas! Man muss halt selbst immer hinterher sein!

- In Sachen Kleidung ist es nicht viel anders als in Deutschland! Von Mo - Do trägt man etwas feinere Sachen ( aber auch Jeans) und Fr ist der informale Tag, da kann man anziehen was man will!

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ja, ich werde mein Praktikum nutzen, es war Voraussetzung fuer mein Studium im Tourismusbereich!!