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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Vera
aus:
Hamburg
Hintergrund:
Abiturientin
Sprachkurs:
2 Wochen
Praktikum:
2 Monate
Im Ausland:
2012
Praktikumsort:
London, England
Unternehmen:
Liquorish (Dollhouse Fashins Ltd.)
Branche:
Mode
Kontakt:
verakuehn@gmx.de

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Vera:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Bei einem Modelabel namens Liquorish, das Mode fuer junge Frauen entwirft.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Acht bis neun Stunden.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ich komme zwischen neun und halb 10 im Buero an, mache gegen 14 Uhr meine einstuendige Mittagspause und verlasse das Buero dann um 18.30.

Dazwischen gibt es aber in dem Sinne keinen typischen Arbeitstag fuer mich, weil die Aufgaben, die ich zu erledigen habe, von Tag zu Tag variieren.

Ich werde einfach mal ein bisschen ueber meine Aufgaben erzaehlen:

- Online-Arbeiten: Ich musste fuer die Homepage der Firma Fotos formatieren, Produkte hochladen und Produktbeschreibungen eingeben, dasselbe fuer einen Online-Shop der Firma

- Zu meinen Aufgaben gehoerte es auch, Anrufe entgegenzunehmen und ggf. weiterzuleiten, eine gute Gelegenheit mein Englisch anzuwenden

- Ich musste Fotos von Kleidern machen und Excel-Tabellen mit diesen zusammenstellen und dann an Einkaeufer schicken

- Ich habe bei Meetings meiner Chefin assistiert, dazu gehoerte bei Einkaeufern und Kunden Kleider zu zeigen und sie wieder aufzuhaengen, bei Textilanbietern musste ich Stoffproben entnehmen und sie in einer Akte zusammenstellen

- Oft wurde ich gebeten, Kleider fuer die Schnittmeister anzuprobieren, damit sie sehen konnten, wie es sitzt

- Recherche (ein schoeneres Wort fuer Magazine lesen): Ich habe Inspirationen aus Zeitschriften fuer kommende Kollektionen fuer die Designerin zusammengestellt

- Ausserdem gehoerte es zu meinen Aufgaben, neue Hersteller fuer Taschen und Schuhe zu finden

- Bilder fuer Bestellformulare zusammenstellen

- Pakete zum Verschicken fertig machen

- Kleider fuer groessere Bestellungen verpacken

- Botengaenge (z.B. zu ASOS und der PR-Agentur des Labels)

- und ganz ganz selten oede Praktikantenklischeeaufgaben wie Kaffee und Tee kochen oder mit dem Hund rausgehen

Also alles in allem abwechslungsreiche und interessante Aufgaben, jedoch in dem Sinne nicht wirklich fordernd. Ein guter Einblick in die Modebranche und eine hervorragende Moeglichkeit, sein Englisch zu verbessern.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Nett, offen, hilfsbereit - kein Unterschied zu den anderen Praktikanten.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Ich habe vor Beginn des Praktikums einen zweiwoechigen Sprachkurs absolviert, der perfekt zum Auffrischen der Sprache und zum Kennenlernen von Leuten war, jedoch fuer das Praktikum meiner Meinung nach nicht erforderlich ist. Jeder, der ein solides Schulenglisch hat, wuerde sich hier ebenso gut einarbeiten und zurechtfinden koennen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Meine Erfahrungen mit der Arbeitswelt in Deutschland sind eher begrenzt, deshalb habe ich keinen richtigen Vergleich.

Ein Dresscode ist in meiner Firma nicht vorhanden, eine Hierarchie ist nicht spuerbar, alle sprechen sich mit Vornamen an, sehr lockere Arbeitsatmosphaere - das kann natuerlich auch branchenspezifisch bedingt sein.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Generell die Erfahrung, fuer eine Zeit allein im Ausland gelebt zu haben, hat mich selbstbewusster und offener gemacht. Man findet in so einer Situation viel ueber sich selbst heraus und ich hoffe, dass mir das bei meiner Berufswahl weiterhelfen wird.