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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Jule
Alter:
17
aus:
Duisburg
Hintergrund:
Abiturientin
Praktikum:
2 Monate
Im Ausland:
2017
Praktikumsort:
Brighton, England
Branche:
Kunst, Kultur

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Jule:

 

Was macht/produziert Ihr Gastunternehmen?

Die Organisation arbeitet mit Menschen mit geistigen Behinderungen und bietet diesen verschieden Programme wie Kochen, Yoga, Fotografie oder Theater an, in denen sie gemeinsam mit anderen etwas unternehmen und lernen können. Zudem wird versucht, den Teilnehmern ein möglichst selbstständiges, aber, an die individuellen Bedürfnisse angepasst, betreutes Leben zu schaffen. Außerdem wird das Theater der Organisation für Veranstaltungen genutzt und vermietet.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Unterschiedlich, zwischen 3 und 8 Stunden täglich, mal vormittags und häufig nachmittags und abends.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

An Tagen, an denen ich an den Programmen teilnehme komme ich morgens, wie alle anderen, im Café an, wo Tee getrunken und sich mit den Teilnehmern unterhalten wird bis es losgeht. Dann fangen die Programe an und alle begeben sich in die entsprechenden Räume. Beim Musical Theatre z.B. wird dann getanzt oder es werden kleine Aufwärmspiele gespielt. Nach dem Mittagessen geht es dann mit Proben der Szenen, Tänzen oder Kostümanproben weiter. Später werden die Teilnehmer abgeholt.

An anderen Tagen bin ich mit einer Mitarbeiterin im Büro, wo Arbeiten am Computer erledigt werden müssen. Wenn Veranstaltungen stattfinden beginnt das Praktikum erst am Nachmtitag. Dann werden die Bestuhlung und die Bar im Theater aufgebaut, Tickets verkauft und am Schluss wird alles wieder aufgeräumt.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Der Umgang ist sehr freundlich, höflich und offen, sowohl durch die Vorgesetzten, als auch durch die Teilnehmer. Viele stellen Fragen und möchten sich unterhalten.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Ich habe hier mit mehr Teammitgliedern zu tun, als ich es bisher in Deutschland hatte, werde allerdings auch in mehreren Bereichen eingesetzt. Generell scheinen alle ein wenig offenener und freundlicher zu sein. Der Dresscode ist sehr leger.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Das Auslandspraktium hilft mir beim Verbessern meiner Englischkenntnisse und dabei, auf andere Menschen zuzugehen. Durch die Arbeit mit Menschen mit geistigen Behinderungen lerne ich außerdem noch einiges, was mir bestimmt in einem späteren Beruf mit Kindern oder erwachsenen Menschen helfen kann.