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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Nadine
Alter:
23
aus:
Köln
Hintergrund:
Abgeschlossene Hotelfachausbildung, Aktuell Studium im Personalwesen
Praktikum:
2 Monate
Im Ausland:
2017
Praktikumsort:
Exeter, England
Branche:
Personalwesen, Human Resources

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Nadine:

 

Was macht/produziert Ihr Gastunternehmen?

Ich war in einer Recruitmentfirma, was im Etwa einer Zeitarbeitsfirma in Deutschland entspricht, in England aber wesentlich angesehener ist. Man vermittelt also Personal an andere Unternehmen, die man zuvor selber registriert hat.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ich habe 7 Stunden gearbeitet, inkl. 1 Stunde Lunchpause.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Um 9 Uhr begann mein Arbeitstag im City Center von Exeter, nur 2 Minuten zu Fuß von der High Street und Princesshay entfernt. Meistens kümmerte ich mich morgens um Registrierungen und beantwortete das Telefon. Selber Klienten angerufen habe ich meistens erst gegen Mittag. Ich hatte Aufgaben, für die ich alleine verantwortlich war und denen ich eigenständig nachgehen konnte. Um 13 Uhr ging ich in meine Mittagspause, um mich mit einem Freund, den ich kennengelernt hatte durch die Praktikumsorganisation, zu treffen und zu lunchen. Am Nachmittag wurden mir häufig neue Dinge beigebracht und somit mein Horizont erweitert.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Sehr gut. Alle waren nett und haben mich ins Team aufgenommen. Mit Englisch habe ich persönlich kein Problem, was in meinem Arbeitsplatz auch problematisch geworden wäre, aber auch von meinen Freunden habe ich nichts Schlechtes gehört.

Deutsche Praktikanten werden immer sehr geschätzt, weil wir den Ruf von fleißigen Leuten haben, die die Arbeit schnell und effizient erledigen.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Ich hatte keinen Sprachkurs, aber an sich sind Sprachkurse immer super, wenn man wieder in die Fremdsprache hineinkommen muss, weil man sie schon länger nicht mehr gesprochen hat oder man sich unsicher fühlt.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Die Leute in Devon sind viel entspannter und reden während der Arbeit mehr. Alle 2 Stunden im Etwa macht einer einen Tee und fragt dann alle Kollegen, ob sie auch einen Tee haben möchten. Zum Arbeitstempo waren immer alle erstaunt, wie schnell die deutschen Praktikanten arbeiten, selbst wenn man sein Tempo schon gedrosselt hat.

Zum Dresscode kann ich keine Beurteilung abgeben. Es war smart-casual, aber ich habe im Hotel gelernt und bin deshalb strenge Uniformen gewohnt. Freitags hatten wir "Casual Friyays", wo alle in ihren Privatklamotten erschienen, sehr leger, ansonsten trug man Hemd, Anzugshose und Anzugsschuhe und die Damen Etuikleider, Anzugshosen, Blusen und gerne auch hohe Schuhe und Blazer. Alles in allem ist auch alles wesentlich lockerer als hier, jedenfalls in Devon, wobei ich glaube, ich spreche da für alle Teile Großbritanniens mit der Ausnahme London.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Im Studium. Verschiedene Unternehmen kennenzulernen erweitern den Blick und das Urteilsvermögen.