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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Anna
Alter:
17
aus:
Berlin
Hintergrund:
Abiturientin
Praktikum:
2 Monate
Im Ausland:
2018
Praktikumsort:
Dublin, Irland
Branche:
Marketing

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Anna:

 

Was macht/produziert Ihr Gastunternehmen?

Ich habe im Sales and Marketing Department des Radisson Blu St. Helen's Hotel im Süden Dublins gearbeitet. Das Hotel ist ein altes Gebäude und bietet ein wunderschönes Ambiente für verschiedene Veranstaltungen. Daher wurden auch viele Events wie Hochzeiten, Meetings, BBQ's, Weihnachtsfeiern und die Unterbringung von bekannten bzw. internationalen Sportmannschaften geplant.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Etwa 8 Stunden.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Mein Tag begann jeden Morgen um 9 Uhr. Meine erste Aufgabe war es, "Welcome"-Letters für wichtige Gäste, die an diesem Tag anreisen sollten, zu schreiben. Danach musste ich die Post sortieren und an die entsprechenden Departments weitergeben.

Im restlichen Verlauf des Tages hatte ich immer verschiedene Aufgabe. Ich war ein bisschen das Mädchen für alles und von Serienbriefen bzw. Rundmails schreiben, über das Erstellen und Aktualisieren von Datenbanken bis hin zum Basteln von Tischplänen und Namenskärtchen oder das Ändern des Bar-Menüs, war alles dabei.

Es gab eine 30-minütige Mittagspause, die ich mir selber legen konnte. Meist sind wir Praktikanten aber zusammen gegen 12.30 Uhr in der Kantine essen gegangen. (Das Mittagessen haben wir übrigens kostenlos bekommen.)

Danach habe ich dann weiter an meinen Aufgaben gearbeitet (ich hatte für jeden Tag eine To-Do-Liste, was meiner Chefin sehr wichtig war) und alles, was ich nicht geschafft habe, musste ich am nächsten Tag beenden.

Meist habe ich dann bis 17.30 Uhr gearbeitet. Es kam aber auch vor, dass man mal länger da war...

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Da in dem Hotel viele internationale Mitarbeiter waren, kam man sich nur selten als Ausländer vor.

Die meisten Mitarbeiter waren sehr freundlich zu mir.

Da ich aber in einer grundsätzlich sehr stressigen Branche gearbeitet habe, kam es auch oft vor, dass niemand wirklich Zeit hatte, mir etwas in Ruhe zu erklären.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Ich hatte keinen Sprachkurs gebucht.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Alle Mitarbeiter sprechen sich mit Vornamen an (auch der Praktikant den obersten Chef).

Wir hatten einen vorgegebenen Business-Look, allerdings wurde man auch nicht darauf angesprochen, wenn man mal nicht im kompletten Anzug erschien. Gerade bei den Praktikanten wurde oft ein Auge zugedrückt, dennoch sollte man versuchen sich seinem Umfeld anzupassen...

Und die Iren zögern Aufgaben gerne mal bis zum letztmöglichen Moment heraus, was nicht selten dann auch auf mich als Praktikantin zurückfiel.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich habe aus meinem Praktikum unglaublich viel mitnehmen können. Ich bin in den 6 Wochen deutlich selbstsicherer geworden, auch was die englische Sprache angeht. Außerdem habe ich viel von meinen Kollegen lernen können, wie man sich gegenüber Kunden verhält und wie man in Stresssituationen einen klaren Kopf behält.