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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Simone
Alter:
23
aus:
Wuppertal
Hintergrund:
Studentin
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
1 Monat
Im Ausland:
2013
Praktikumsort:
Rom, Italien
Unternehmen:
Mondoroma Distribuzione Srl
Branche:
Verlagswesen

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Simone:

In welchem Unternehmen haben Sie Ihr Praktikum in Rom gemacht?

Der Verlag, in dem ich arbeite ist in seinen verschiedenen Vertriebsbereichen in ganz Rom verteilt und gehört der "Gruppo Editoriale Lozzi"an. Ich bin derzeit in der "Mondoroma Distribuzione Srl", die den Touristikbereich abdeckt.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Meine Arbeitszeit variiert täglich, je nachdem welche Arbeit ich zu erledigen habe. Im Durchschnitt arbeite ich 5 Stunden am Tag.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Gegen 9.30 erscheine ich im Verlag und wenn nicht noch Arbeit vom Vortag liegen geblieben ist, frage ich bei meiner Mentorin nach, was zu tun ist. Das sind dann Dinge vom Schreiben und Verschicken von Briefen, über Verwaltung der Kundendatei, bis hin zum Korrektur lesen der Deutschen Übersetzungen. Nach etwa 2 Stunden mache ich eine kurze Pause und mein Arbeitstag endet meistens, wenn ich eine Sache mehr oder weniger pünktlich abgeschlossen habe.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Alle waren sehr nett zu mir, sogar kameradschaftlich. Dadurch wie ich behandelt wurde, wie ich in den Verlag integriert wurde und welche Arbeiten ich verrichten durfte, fühlte ich mich weniger als Praktikantin, denn als echte Mitarbeiterin. Das Arbeitsklima war sehr angenehm.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Für mich war der Sprachkurs eine große Hilfe. Ohne Italienischkenntnisse könnte man die Arbeit dort kaum erledigen. Allerdings reichen auch schon kleine Kenntnisse der Sprache aus, um dort zurecht zu kommen. In meinem Fall hätte ich in diesem Verlag auch mit meinen vorigen Italienischkenntnissen gut arbeiten können, fühle mich aber nach dem Sprachkurs sicherer, auch in der Erledingung mancher Aufgaben dort.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag in Rom schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Die Arbeitswelt in Italien unterscheidet sich maßgeblich von der in Deutschland! Das fängt schon damit an, dass die Kollegen sich alle dutzen, auch mit dem Chef, d.h. auch ich dutze alle und den Chef. Einen Dresscode gibt es zumindest in meinem Unternehmen überhaupt nicht. Im Gegenteil, auf Anraten von GLS hin, sich formell zu kleiden, war ich an meinem ersten Tag ziemlich overdressed. Was die Arbeitsmoral angeht, so kann ich nur sagen, dass ich meinen Kolegen viel zu schnell bin - und ich beeile mich nicht. Die Italiener lassen alles eher ruhig angehen und lenken sich auch ab und an mal gerne ab. Außerdem wird ungefähr jede Stunde ein Kaffee trinken gegangen. In Italien sieht man die Arbeit einfach nicht so verbissen wie in Deutschland, allerdings fehlt demnach auch die Organisiertheit, das Strikte, Zielstrebige, das die Arbeitswelt in Deutschland mehr oder weniger zuverlässig gestaltet.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikantin in Rom nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Beruflich bringt mich mein Praktikum in sofern weiter, dass ich nicht nur die Schul- und Lehrersprache, sondern auch die Sprache auf der Arbeit, die etwas formeller ist, kennen gelernt habe. Also sprachlich hat mich das Praktikum sehr viel weitergebracht. Da ich jedoch einen Beruf ausüben werde, in dem diese Art von Praktikum eine geringfügig wichtige Rolle spielt, nehme ich nur mit auf den Weg, dass ich nicht so verbissen auf meine Arbeit konzentriert bin, sondern alles etwas gelassener angehe. Bei den Italienern klappts ja auch!

Simone war mit GLS in Rom. GLS vermittelt Auslandspraktika, u.a. auch in Rom.