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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Birgit
aus:
Dresden
Hintergrund:
im Anschluss an Studium
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
3 Monate
Im Ausland:
2014
Praktikumsort:
Fukuoka, Japan
Unternehmen:
Fukuoka NGO Network
Branche:
NGO (Non-Governmental Organizations)

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Birgit:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich arbeite im Fukuoka NGO Network, einem Netzwerk von im Großraum Fukuoka ansässigen Nichtregierungsorganisationen. Die Mitglieder decken ein breites Spektrum an Aktivitäten ab - von YMCA über Minensucher in Kambodscha bis zu Kinderhilfe in Afrika und Lateinamerika. Es gibt nur drei fest angestellte Mitarbeiter, die aber von vielen Freiwilligen, die regelmäßig vorbeikommen, unterstützt werden. Die Freiwilligen sind größtenteils Studenten.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ich habe jeden Tag fünf Stunden, von 13 bis 18 Uhr, gearbeitet.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Meine Aufgaben waren die Übersetzung des Flyers der Organisation vom Japanischen ins Englische, das Schreiben eines Artikels und die Vorbereitung bzw. das Halten eines Vortrages über Ökologische Landwirtschaft in Deutschland. Mit Hilfe des Internets konnte ich recherchieren und übersetzen und mich bei Fragen an die Kollegen wenden. Für jede der Aufgaben hatte ich rund einen Monat Zeit und konnte mir diese selbst einteilen. Daneben hatte ich die Möglichkeit, an verschiedenen NGO-Messen, Seminaren und Study Tours teilzunehmen (z.B. in einer Mittelschule).

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Alle waren sehr aufgeschlossen und interessiert. Ich habe mich gut integriert gefühlt und die Kollegen haben auch außerhalb der Arbeitszeit Ausflüge mit mir unternommen.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Mit dem Sprachkurs bin ich sehr zufrieden gewesen, da ich viel gelernt habe - dank guten Lehrern, kleinen Gruppen und individuell angepasstem Unterricht. Ich hatte den Kurs allerdings nur gebucht, um mich vor Beginn des Praktikums akklimatisieren zu können. Für die eigentliche Arbeit und die an mich gestellten Aufgaben hat mich der Sprachkurs nicht vorbereitet.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

In Japan wird mehr Hingabe der Mitarbeiter an die Firma erwartet. Bei außerdienstlichen Aktivitäten wie abendlichem Trinkengehen oder anderen Partys wird die Anwesenheit bis zum Ende erwartet, ob man will oder nicht.

Da meine Firma eine NGO ist, geht hier ansonsten alles nicht so streng zu, z.B. gibt es keine Kleidungsvorschriften und auch die Hierarchie ist hier sehr flach.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich möchte mich in Deutschland mehr für den kulturellen Austausch zwischen Japan und Deutschland einsetzen. Ansonsten hoffe ich, in einer japanischen Firma oder einem anderen Unternehmen, wo ich meine Sprachkenntnisse anwenden kann, arbeiten zu können.