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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Patrick
Alter:
20
aus:
Frankfurt
Hintergrund:
Anwendungsentwickler (Programmierer)
Sprachkurs:
8 Wochen
Praktikum:
8 Wochen
Im Ausland:
2015
Praktikumsort:
Fukuoka, Japan
Unternehmen:
Anysense
Branche:
IT, Informatik

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Patrick:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Anysense - Eine Firma, die sich (soweit ich es verstanden hatte) auf Webauftritte und Handy-Spiele konzentriert.

Insgesammt haben dort 7 nette Menschen gearbeitet. Der Chef war mit (ich glaube) ca. 30 noch ziemlich jung, fand ich.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ich habe täglich 3 Stunde gearbeitet von 15 bis 18 Uhr. Viele andere Teilnehmer derselben Schule haben wesentlich länger gearbeitet (8 Stunden pro Tag). Die Firma hatte es zum ersten mal gemacht, was die kurze Arbeitszeit erklärt.

Für mich waren die 3 Stunden ideal. Ich hatte den Tag über viel Zeit zum lernen (privat) und "leben" und konnte trotzdem noch im Praktikum sowohl für meinen Beruf als auch (und besonders) für die Sprache lernen.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Es gab 2 Arten typischer Arbeitstage:

1.

15 Uhr kommen; ca. eine Stunde lang Unterhalten; ca. eine Stunde arbeiten bis Fragen kamen; nochmal ca 30 Minuten reden; gegen Ende (ca. 18 Uhr) nochmal eine Stunde Unterhaltung

2.

15 Uhr kommen; ca. 10 Minuten reden; bis 18Uhr arbeiten (Fragen ggf. klären und dabei leicht abschweifen)

 

Ersteres war der Fall, wenn der Chef nicht da war ;)

Beides hielt sich gut die waagschale.

Durch meine (Einigermaßen guten) Englischkenntnisse gab es auch immer wieder Zeit um ein bisschen englisch zu lehren.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

(Hört sich zwar typisch und vllt. gestellt nett an, aber) Alle dort anwesenden waren nett und freundlich (wenn auch manche eher zurückhaltend).

Ich wurde in Meetings mit einbezogen und habe auch immer wieder nette Mitbringsel zum Essen bekommen.

 

Zum Einstieg musste ich natürlich erstmal ein Willkommensessen geschenkt bekommen und am Ende ein Abschiedsessen. Das Abschiedsessen sah nach ziemlich gehobener Klasse und sehr teuer aus. Ich war ziemlich erstaunt!

Dank recht guter Englischkenntnisse auf meiner und Mitarbeiterseite konnten wir recht gut miteinander reden und hatten die Möglichkeit gegenseitig zu lehren (Englisch und Japanisch). Das ganze natürlich nicht auf Schulniveu, was dazu geführt hat, dass ich mir ein neues, breites, interessantes Vokabular aneignen konnte.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

5 Sterne, 100%, sehr gut!

Ich glaube ich habe noch nie so viel gelernt, wie in dieser Zeit. (Ich hatte in Deutschland schon einige grammatikalische Sachen und Vokabeln gelernt, aber ich konnte nicht japanisch sprechen, als ich in Japan ankam. Nach dem Sprachkurs war ich dann so weit, dass ich mich recht gut verständigen konnte.

Meiner Meinung nach ist ein Sprachkurs ohne jegliche Vorkenntnisse nicht *sinnvoll* (gut schon), da es am Anfang doch sehr, sehr viel Grundlagen gibt, die längere Zeit brauchen, bis sie im Kopf drin sind (2x einfaches Schriftsystem, gewisses Grundvokabular und -verständnis)

In der Schule (in Japan) kann man das zwar sehr gut lernen, aber ich denke die Zeit ist dafür zu schade.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Arbeitszeit:

Alle Mitarbeiter haben recht viel gearbeitet. Aber (aus meiner Sicht) noch nicht übermäßig viel.

Sprache:

Der Chef wurde immer mit der Höfflichkeitsform angesprochen, wenn es um den Beruf ging. Ich bin dem Beispiel gefolgt.

Mit den Mitarbeitern habe ich in der normalen Form gesprochen. Ist auch manchmal beim Chef passiert, aber wurde mir nicht übel genommen (zumindest denke ich das).

Dresscode:

Wenn Kundenkontakt war, haben sich die entsprechenden Mitarbeiter immer zumindets mit Hemd, feiner Hose und guten Schuhen präsentiert. Oft auch Anzug.

Ansonsten war der Regelfall Alltagskleidung (das ging z.T. hin bis zu (leicht) zerrissener Jeans (nicht weil sie alt war, sondern aus Modegründen) )

Es hieß immer "alles ist ok, solange die Leute nicht auf dich zeigen"

Arbeit:

Ein Ausschweif nicht aus dem Praktikum, aber von einem der dort gewonnenen Freunde: 6 Tage die Woche arbeiten. Oft 10, oder auch mal 12 Stunden...

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Lediglich in Form von gesammelter Erfahrung für's Leben.

Ich würde einfach nochmal gerne Betonen, dass ich Asahi Nihongo- die Sprachchule-  ziemlich gut finde :)
Mein Aufenthalt in Japan (auch nach dem Sprachkurs) war ja viel länger als geplant. Die Schule war für mich dann wie ein zweites Zuhause. Ich hatte einen guten Kontakt zu den Lehrern bzw. Angestellten und konnte nach und nach immer mehr Bekanntschaften machen, weil dort auch Japaner englisch oder deutsch lernen. Die von der Schule angebotenen Aktivitäten wie Fukuoka Tour, (kostenloses) Tutorial, und ettliche Partys (auf denen man auch wieder viele Kontakte knüpft) haben dafür gesorgt, dass es immer ein Gefühl von Urlaub und Spaß gab... soll (umgangssprachlich) heißen: sehr sehr geil!
Alle Leute in der Schule waren "stets hilfsbereit" und hatten auf viele Fragen (wo ist was? was ist was? hilfe hilfe?! ich brauche? billig? Wetter?) gute Antworten
Für mich ist das Fazit: Die Schule hat meinen Aufenthalt in Japan um 100% verschönert und ist die beste Schule die ich kenne!