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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Carl
Alter:
21
aus:
Halle (Saale)
Hintergrund:
Student
Praktikum:
1 Monat
Im Ausland:
2015
Praktikumsort:
Fukuoka, Japan
Unternehmen:
Groundwork Fukuoka
Branche:
NGO (Non-Governmental Organizations)

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Carl:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Groundwork Fukuoka

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

von 10-15 Uhr täglich, mit einer Stunde Pause, also 4 Stunden täglich.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ein typischer Arbeitstag begann damit dass man im Büro von Groundwork Fukuoka ankam und zunächst einmal 15-30 Minuten warten musste, bis man von einem Angestellten eine Aufgabe zugeteilt bekam. Ausnahmen hiervon bildeten nur Tage, an denen noch Arbeit vom Vortag übrig war, die noch zu erledigen war.

Üblicherweise bestand die Arbeit aus "typischer" Praktikantenarbeit wie die Pflege der Internetpräsenz und anderen computer-bezogenen Dingen, dem Übersetzen kleinerer und größerer Texte (gegen Ende des Praktikums) sowie dem Vorbereiten von Flyern.

An Tagen, an denen Groundwork Fukuoka Events oder Feste veranstaltete, wurde von einem verlangt bei diesen Festen teilzunehmen. Der einzige Grund hierfür schien jedoch zu sein, dass man Fotos von der Veranstaltung macht und hinterher in der Lage war zwei kurze Berichte auf Englisch und Japanisch darüber in den Blogs zu veröffentlichen. Ansonsten wurden bei diesen Events keine Arbeiten von einem verlangt, z.B. beim Auf- und Abbau, beim Verkauf usw usf. Selbst wenn man um eine sinnvolle Beschäftigung gebeten hat oder gefragt hat, ob man helfen könne, gab es in der Regel nichts für einen zu tun.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Der Umgang war sehr höflich, aber zurückhaltend und auch bis weilen etwas verschlossen. man bekam täglich seine Aufgaben aufgetragen, darüber hinaus gab es kaum (Privaten) Umgang. Auch war bei einigen Aufgaben recht undurchsichtig, welchem Verwendungszweck sie dienen sollten (z.B. bei einigen Übersetzungsaufgaben), so dass bisweilen der Eindruck entstand, dass man nur eine Aufgabe zugeteilt bekam um irgendwie beschäftigt zu werden.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Da ich keinen Sprachkurs gemacht habe kann ich die Bedeutung desselbigen auch nicht beurteilen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Große Unterschiede sind mir während meines Praktikums nicht aufgefallen, ausser dass das Verhalten am Arbeitsplatz im Vergleich zu Deutschland teilweise etwas reservierter ist.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Die größte anwendbare Erfahrung ist sicherlich der Fortschritt den ich in der japanischen Sprache gemacht habe. Im Vergleich zu der Zeit vor dem Praktikum spreche ich nun um einiges sicherer und fließender.

Darüber hinaus schätze ich die Erfahrungen, zumindest was die Arbeitswelt angeht, allerdings als begrenzt ein. Da es für mich bei diesem Praktikum aber (wie bei den meisten Auslandspraktika) aber vorrangig um die Verbesserung meiner Sprachkenntnisse und das Kennenlernen einer fremden Kultur ging, ist dies wohl zu verschmerzen.