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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Melanie
Alter:
18
aus:
Groß Lohra
Hintergrund:
Abiturientin, wird sich mit dem kanadischen Praktikumszeugnis an der Internationalem FH Bad Honnef für den Studiengang Tourism Management bewerben
Sprachkurs:
8 Wochen
Praktikum:
8 Wochen
Im Ausland:
2006
Praktikumsort:
Vancouver, Kanada
Unternehmen:
Event Management Agentur
Branche:
Event Management

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Melanie:

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich arbeitete vom 6.-31. Oktober 2003 für die Event Management Firma Public Dreams Society. Public Dreams organisiert im Laufe des Jahres ca. 100 gigantische Events hauptsächlich in Vancouver, aber auch in der Umgebung. Public Dreams Ziel ist es Kunst und Feier an die Mitmenschen zu bringen, in dem sie eine Events, Traditionen und Rituale kreieren, an denen jeder teilnehmen kann. Dadurch erhoffen sie sich, dass eine freundschaftliche Beziehung zwischen den Mitmenschen entsteht.

In welcher Abteilung des Unternehmens werden Sie eingesetzt?

Während meines Praktikums hatte ich die Möglichkeit in alle Bereiche der Firma hineinzuschnuppern. Ich half bei der Produktion zweier spezialer Events:

1. Parade of The Lost Souls(ca. 15.000 Leute nahmen daran teil): Diese Parade war sehr eng an den traditionellen latein-amerikanischen Tag der Verstorbenen angelehnt. Die Route der Parade war in verschiedenen Zonen eingeteilt: Die weiße Zone ehrt die Verstorbenen, die rote Zone weckt die Lebenden auf und die schwarze Zone zwingt uns mit unseren Ängsten auseinander zu setzen. Leute verkleideten sich als Hexen, Geister und Skelette und zogen durch die Strassen. Die Parade endete mit einem atemberaubenden Feuerwerk und einer spektakulären Fackelshow.

2. Dankeschön-Party für alle Freiwilligen, die bei der Organisation der Vancouver Film Festivals mitgeholfen haben Ich arbeitete im Büro und im Warenhaus. Außerdem half ich bei der Organisation der Events und konnte am Tag der Events selbst aktiv mitarbeiten(z.B. Unterhaltung der Leute, Set Dek, Ein- und Ausladen der Transporter)

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Die Arbeitszeit in meiner Firma war sehr flexibel. Normalerweise arbeitete ich 6 ½ Stunden pro Tag von Montag bis Freitag. Am Tag der Events, die an den Wochenenden statt fanden, arbeite ich den ganzen Tag von früh bis Mitternacht, konnte jedoch dafür während der Woche einige Tage frei bekommen.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ehrlich gesagt gab es gar keinen typischen Arbeitstag. Aufgrund meiner Anfrage in alle Bereiche der Firma hineinschnuppern zu dürfen, wurde ich sehr vielseitig eingesetzt. Im Büro war ich dafür zuständig Dokumente zu ordnen, Telefon- und Computerarbeiten zu erledigen, Briefe zu versenden, Materialien für die Events zusammen zu stellen und bei allem mit zu helfen, was sonst noch an der Tagesordnung stand. Außerdem konnte ich an wöchentlichen Team-Sitzungen und an Bewerbungsgesprächen teilnehmen.

Im Warenhaus half ich riesige Figuren für die Events zu basteln. Darüber hinaus bekam ich eine Liste, nach der ich überprüfen musste, ob alle Materialen/Sachen für die Events vorhanden und im guten Zustand waren. Bei der Dankeschön-Party der Vancouver Film Festivals half ich tagsüber bei der Dekoration. Abends wurde ich als Genie verkleidet und musste den Leuten erklären wie der ganze Abend verlief. Während der Parade of The Lost Souls half ich Plakate auf zu hängen, die Strassen zu dekorieren und Leute ein und aus zu checken. Außerdem lud ich Transporter mit Sachen für den ganzen Produktionsaufbau ein und aus und half bei der Bewirtung der hungrigen Mitarbeiter.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Ich wurde vom ersten Tag an freundlich von allen Kollegen aufgenommen und sofort in das Team integriert. Aufkommende Fragen wurden mir hilfsbereit beantwortet. Während meines Praktikums konnte ich eine Art freundschaftliche Beziehung zu meinen Kollegen aufbauen. Auch heute habe ich noch zu manchen von ihnen Kontakt.

Wie schätzen die Bedeutung des Sprachkurses vor dem Praktikum ein?

Der Sprachkurs hatte eine sehr große Bedeutung für die Verständigung am Arbeitsplatz. Durch die Business-Kurse, die ich in der Schule belegte, lernte ich Business-Slang und viele wichtige Alltagsbegriffe. Außerdem half mir der Sprachkurs, dass mein Englisch flüssiger wurde und ich somit keine Berührungsängste mit meinen Kollegen hatte.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Zu Unterschieden kann ich eigentlich kaum etwas sagen, da ich vor diesem Praktikum nur wenig Berufserfahrung hatte. Es gab keinen bestimmten Dresscode. Ich konnte mich jeden Tag locker und leger kleiden. Durch das offene Büro konnte ich meine Vorgesetzten stets ansprechen und Fragen stellen. Dies führte außerdem zu einer lockeren Atmosphäre. Teamwork spielte eine sehr große Rolle und wurde von allen vorrausgesetzt. Ein großer Unterschied den ich zu Deutschland machen konnte war, das die Mitmenschen aus der ganzen Umgebung sich stets als Freiwillige meldeten, um bei den Eventen tüchtig mitzuarbeiten, wie z.B. beim Set Dek. Dies faszinierte mich total, da es in Deutschland kaum jemanden gibt, der umsonst arbeitet. Kanadier bemühen sich viel zur Gemeinschaft beizutragen und etwas einzigartiges für ihre Mitmenschen auf die Beine zu stellen.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich habe mich u.a. mit diesem Praktikum bei der internationalen FH Bad Honnef beworben, an der ich Tourismus Management studieren möchte. Da das Studium ein einjähriges Auslandsstudienjahr sowie ein 5 monatiges Auslandspraktikum beinhaltet und außerdem der Unterricht in Englisch gehalten wird, kann ich meine Erfahrungen des Auslandaufenthaltes voll und ganz anwenden.