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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Christina
Alter:
24
aus:
Mechernich
Hintergrund:
B.A. in Int. Business Management, Assistentin Wirtschaftsprüfung
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
2 Monate
Im Ausland:
2012
Praktikumsort:
Montréal, Kanada
Unternehmen:
Christina Esteban Photographie
Branche:
Event Management

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Christina:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich arbeite bei der selbstständigen Fotografin Christina Esteban. Ihr gehören zwei Unternehmen, zum einen Christina Esteban Photographie und zum anderen Photobooth Montreal.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Die tägliche Arbeitszeit ist von 10-17:00 Uhr, Pausen inklusive. Bei Events und Shootings kann es natürlich auch schon mal etwas länger werden.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Einen wirklich typischen Arbeitstag gibt es bei einer Fotografin nicht, aber wenn wir im Büro (einem wunderschönen Loft in Downtown Montreal) gearbeitet haben, haben wir uns um 10 Uhr dort getroffen und zunächst gemeinsam unsere Ziele für den Tag festgelegt. Zu meinen Aufgaben gehörten die komplette Buchhaltung, aber auch Fotobearbeitung und allgemeine Assistenz, vor allem bei Events. Zwischen 12 - 13:00 Uhr haben wir dann gemeinsam Mittag gegessen. Um 17:00 Uhr war dann Schluss für mich.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Sehr offen, neugierig und herzlich. Keine Vorurteile oder unangenehme Fragen. Alle waren sehr nett und haben sich gefreut, jemanden aus Deutschland kennenzulernen.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

In meinem Fall: Just for fun. Da ich einen Französisch-Sprachkurs gemacht habe, das Praktikum aber im Endeffekt in Englisch ist. Der Sprachkurs hat mir aber sehr viel Spaß gemacht und mir die Möglichkeit geboten, viele gleichgesinnte Freunde aus aller Welt zu finden, mit denen ich auch später immer sehr viel unternommen habe. Zudem war es rein interessehalber sehr spannend für mich, die Unterschiede des Standard-Französisch und des Québécois kennenzulernen, denn im Alltag benötigt man hier in Montréal doch ab und zu schon mal Französisch und der Sprachkurs hat mir sehr geholfen mich an den "seltsamen" Akzent zu gewöhnen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Die Unterschiede zu meinem Arbeitsalltag in Deutschland sind immens. Was aber sicherlich zu einem sehr großen Teil auch an dem Unterschied der Branchen liegt.

Im Gegensatz zur Arbeit in einer deutschen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ist die Arbeitsatmosphäre bei einer kanadischen Fotografin sehr viel relaxter, der Umgangston ist sehr locker und eher freundschaftlich. Ich habe gemeinsam mit meiner Chefin an Projekten gearbeitet und konnte mich und meine Ideen sehr viel mehr und offener einbringen. Zum Dresscode brauche ich da glaube ich auch nicht viel zu sagen, es ist klar, dass Jeans, T-Shirt und Sneakers in einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft nicht so gerne gesehen sind, als Fotografin ist man da recht frei und muss sich halt lediglich bei Events entsprechend passend kleiden.

 

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich habe gelernt sehr viel offener auf Menschen zuzugehen, und bestimmt aber gleichzeitig immer sehr nett und freundlich auch mal nein zu sagen.

Der Umgangston hier ist allgemein sehr freundlich, auch wenn man sich nicht so gut versteht. Das wirkt am Anfang etwas oberflächlich, ist aber gleichzeitig sehr angenehm, weil trotzdem alles offen besprochen wird und jeder versteht, was gemeint ist, eben nur sehr nett. :)