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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Katharina
Alter:
20
aus:
Greven
Hintergrund:
Studentin
Sprachkurs:
Wochen
Praktikum:
2
Im Ausland:
2015
Praktikumsort:
Chengdu, China
Unternehmen:
UniGroup Relocation
Branche:
Logistik

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Katharina:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

UniGroup Relocation, Chengdu Office. Das Büro ist ein Zweig der asiatischen Firma "UniGroup" und hat Familienumzüge, Büroumzüge, Transporte von verschiedenen Gütern und viele weiter Logistikangebote zur Auswahl.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

9 Stunden, ca. 1 Stunde Mittagspause.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ich komme zwischen 9:00 und 9:30 Uhr zu Arbeit und bin eine der ersten. In China ist es mit der Pünktlichkeit nicht so wie in Deutschland ;). Mein Aufgabenbereich umfasste das Marketing. Die Chefin oder die Marketing-Direktorin haben mir Aufgaben wie Organisation und Ideen für einen Stand am "Christmas Bazar", Design des Büros (Möbel, Dekoration, Raumaufteilung etc.) oder Präsentation über das Unternehmen und ihre Geschäftsfelder gegeben. Da ich aus Deutschland komme, konnte ich zwischendurch auch Aufgaben am Deutschen Konsulat erledigen oder mit der deutschen Handelskammer telefonieren.

Um ca. 12:30 Uhr gingen wir gemeinsam zum Lunch. Danach nahmen meine Arbeitskollegen sich eine kleine Pause oder Mittagsschlaf und es wurde bis 18:00 Uhr durchgearbeitet.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Sehr herzlich. Chinesen sind sehr interessiert an fremden Kulturen. Sie fragen dich nach allem, was sie nicht kennen, aus. Ich wurde stets umsorgt, es wurde darauf geachtet, dass es mir gut ging und ich nicht verloren gehe und sie haben alles dafür getan, dass ich mich hier wohl fühle.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Ich hatte keinen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Ja, definitiv. In Deutschland gibt es einen Dresscode, hier gab es überhaupt keinen. Während wir in Deutschland 8:00 Uhr meinen, wenn wir 8:00 Uhr sagen, ist es hier vielleicht 8:30 Uhr oder 9:00 Uhr. Zwischendruch nehmen Chinesen es mit der Arbeit nicht ganz so ernst, sie trudeln eher vor sich hin und leben in den Tag hinein. In Deutschland kennen wir ein solches Leben eher nicht, wir sind an Tagesabläufe, Regeln und eben Pünktlichkeit gewohnt.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich werde Deutschland mehr schätzen, als ich es vorher getan habe. Man sieht viele Unterschiede und nimmt einiges an Erfahrungen mit. Ob sie gut oder schlecht sind, ist egal. Man lernt immer daraus, und das ist das, was ich als am wertvollsten ansehe.

Insgesamt denkt man über vieles anders, Regeln, Gesetze, Politik, Religion, das eigene Leben. Das ist sehr wichtig und ich nehme dahingehend viel mit, was ich ohne ein Auslandspraktikum nie kennen gelernt hätte.

Außerdem möchte ich weiter an meinen Sprachkenntnissen arbeiten und da ich sehr interessiert bin an der chinesischen Kultur werde ich wahrscheinlich auch weiter in diese Richtung arbeiten.