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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Annett
Alter:
27
aus:
Berlin
Hintergrund:
BWL Studium
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
7 Wochen
Im Ausland:
2006
Praktikumsort:
Sydney, Australien
Unternehmen:
Fuss Beauty College
Branche:
Marketing

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Annett:

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich arbeite im „Fuss Beauty College“ in Sydney, Australien. Wie der Name schon sagt, gehört das Unternehmen der Beauty Therapy Branche an. Und zwar bildet FUSS Beauty Therapists (Kosmetiker) aus, wobei verschiedene Abschlüsse angeboten werden (vom einfachen Zertifikat bis zum Diplom). Es handelt sich um ein kleines Unternehmen mit nur wenigen Mitarbeitern. In Sydney sind sehr, sehr viele kleinere und mittelgroße Beauty Colleges angesiedelt, so dass eine recht starke Konkurrenz auf dem Markt herrscht. Soweit ich es einschätzen kann, hat FUSS auf dem Markt eine durchschnittliche Position.

In welcher Abteilung werden Sie eingesetzt?

Ich werde in der Marketingabteilung des Unternehmens eingesetzt.

Wie viele Stunden täglich arbeiten Sie?

Ich arbeite täglich 5 Stunden. Mein Arbeitstag beginnt um 10 Uhr morgens und endet um 16 Uhr.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ich fahre zu um 10 Uhr mit dem Bus/Zug zur Arbeit. Wenn ich ein konkretes Projekt zu bearbeiten habe, dann bearbeite ich dieses. Bisher bearbeitete Projekte waren die Neugestaltung der Informationsbroschüre des Unternehmens, die Entwicklung einer Datenbank zur Verwaltung der Agents, die für die Vermittlung der Studenten zuständig sind sowie die Neugestaltung des Studienmaterials für die Studenten für das Fach „Business Assignment“.

Von 13-14 Uhr ist Mittagspause, die ich für gewöhnlich mit den Kollegen verbringe. Ein super Bonus ist, dass die Studenten dann und wann mal ein zusätzliches Model zum Üben brauchen. So kam ich bereits in den Genuss einer kostenlosen Massage, Maniküre sowie Facial. Ich hatte natürlich nichts dagegen! ;o) Als sehr positiv erachte ich die Tatsache, dass meiner Betreuerin wirklich daran gelegen ist, mir marketingrelevante Aufgaben zu übertragen.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Der Umgang mit meinen Kollegen ist super. Das liegt wahrscheinlich auch mit daran, dass vor mir schon andere Praktikanten für FUSS arbeiteten. Weiterhin ist Internationalität der Arbeitsalltag, denn viele der Studenten sind Nicht-Australier. Vom ersten Tag an wurde ich sehr nett empfangen und wie ein „Teammitglied“ behandelt, was mir sehr angenehm ist.

Wie schätzen die Bedeutung des Sprachkurses vor dem Praktikum ein?

Ich habe den Kurs „English for Work“ belegt. Insbesondere dieser Kurs hat mir sehr geholfen, da ich viele arbeitsbezogene Vokabeln lernen konnte. Es wurde sehr großer Wert auf das „Sprechen“ gelegt, so dass man von Anfang an gezwungen war das Englisch auch wirklich zu Üben. Weiterhin lernten wir die Spezifika von Lebensläufe, Anschreiben und Bewerbungsgespräche speziell für Australien kennen. Ein weiterer erwähnenswerter Punkt ist, dass ich während meines Sprachkurses viele nette Leute kennen gelernt habe.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Ich denke, der größte Unterschied zu Deutschland ist tatsächlich der Dresscode. In fast allen Unternehmen, es gibt auch wenige Ausnahmen, wird ein sehr formeller Dress gefordert. Jeans ist ein absolutes Don´t – außer am Casual Friday.

Die Arbeitszeitenregelung ist nicht so hart wie in Deutschland. Natürlich gibt es vorgeschriebene Arbeitszeiten. Kommt ein Mitarbeiter allerdings mal 10 min zu spät oder mal muss etwas früher losgehen, sagt niemand etwas. Fühlt man sich nicht gut und möchte lieber einen Tag zuhause bleiben, reicht ein Anruf im Unternehmen und schon hat man seinen „sick day“ bewilligt.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich hoffe natürlich, dass meine Arbeitserfahrungen in Australien meine Bewerbungsunterlagen deutlich aufwerten werden. Ich konnte das im Studium erlernte unter Beweis stellen, sowie mein Englisch deutlich verbessern. Weiterhin werde ich einiges mit Sicherheit aus einem anderen Blickwinkel sehen, als ich es vorher tat. Es ist auf jeden Fall klar, dass man mit jedem Auslandsaufenthalt weltoffener, selbstbewusster und toleranter wird, was natürlich niemals schaden kann.