Kommentar

Fragen?
Mehr in der Datenschutzerklärung.

Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Moritz
Alter:
21
aus:
Bad Waldsee
Hintergrund:
Abiturient
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
1 Monat
Im Ausland:
2012
Praktikumsort:
Auckland, Neuseeland
Unternehmen:
NZ Labs

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Moritz:

In welchem Unternehmen haben Sie Ihr Auslandspraktikum in Neuseeland gemacht?

Ich arbeite bei NZ Labs. Die Firma ist im Bereich der mikrobiologischen und chemischen Analytik tätig. NZ Labs hat mehrere Labore, die über ganz Neuseeland verteilt sind und zum Teil unterschiedliche Schwerpunkte in der Analytik haben. An meinem Standort werden vor allem Nahrungsmittel und Pharmaprodukte auf ihre Inhaltsstoffe getestet. Aber es werden auch veterinärmedizinische Analysen vorgenommen.

Bisher wurde ich im Bereich der Lebensmittelanalytik im Labor eingesetzt. In den anderen Abteilungen des Unternehmens werde ich nicht eingesetzt, da ich mein Praktikum nur im Bereich der Chemie machen möchte.

 

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Meine Pflichtarbeitszeit ist von 9:00am bis 3:00pm. Allerdings arbeitete ich bisher immer bis circa 5:30pm, also ca. 8,5 h mit Pausen. Die Arbeitszeit kann ich mir mehr oder weniger selbst aussuchen. Mein Vorgesetzter hat mir nur gesagt, dass ich von 9 bis 15 Uhr da sein soll und mich ansonsten mit den Mitarbeitern absprechen soll. Ich könnte also um 15 Uhr nach Hause gehen, was aber wenig Sinn macht, da ich dadurch nur immer den ersten Teil einer Analyse mitbekommen würde.

 

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Bisher gab es noch keinen typischen Arbeitstag, da ich jeden Tag andere Dinge machen durfte. Ich laufe immer mit einer Person mit und helfe dieser. Zum Teil darf ich auch ganze Teile selbstständig erledigen. Meistens beginnt man am Morgen mit der Extraktion der zu analysierenden Substanz aus

einem Lebensmittel und bereitet dann gegen Mittag die Extraktionen für die Analyse vor. Wenn ich morgens um 9 ins Labor komme, suche ich die Person, mit der ich mitlaufe oder wenn diese noch nicht da ist, laufe ich bei einer anderen mit.

 

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant aus Deutschland?

Was den Umgang mit einem Praktikanten angeht, war ich überaus erstaunt. Die Mitarbeiter im Labor sind ausgesprochen nett, freundlich und hilfsbereit. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht gefragt werde, ob alles okay ist und mir das, was ich mache auch Spaß macht. Auch mein Vorgesetzter, der auch mein Einstellungsgespräch gemacht hat, ist sehr freundlich und immer darum bemüht, dass ich möglichst viele Dinge lernen und machen kann. Er kümmert sich immer persönlich um mich um mir möglichst viele Bereich der Chemie zu zeigen, die in dem Unternehmen gemacht werden. Auch wenn ich fachliche Fragen zu den einzelnen Analysen habe, steht und die anderen Mitarbeiter immer bereitwillig zur Verfügung. Viele der Mitarbeiter sind ausgesprochen interessiert an meinem Land. Immer wieder fragen sie nach Land und Leute.

 

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Leider hat der Sprachkurs nicht ganz meine Erwartungen erfüllt. Ich hätte mir mehr Korrekturen beim Sprechen und mehr Vokabeltraining gewünscht, da mein hauptsächliches Defizit in der geringen Breite meines Wortschatzes liegt. Leider wurde dies, aber auch Grammatik, recht wenig geübt. Der meiste Teil wurde mit Reden verbracht, bei dem man, aber, wie schon gesagt, nicht korrigiert wurde. Speziell für das Praktikum hat mir der Sprachkurs nur zum Teil etwas gebracht, da der Wortschatz doch sehr spezifisch ist und ich ja nur einen Kurs in allgemeinem Englisch hatte. Wobei mir der Sprachkurs allerdings geholfen hat, war zum einen die Hemmungen vor dem Sprechen zu verlieren, also selbstsicherer zu sprechen und zum anderen auch Freunde zu finden, mit denen man dann während der Praktikumszeit etwas unternehmen kann.

 

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag in Neuseeland schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Insgesamt ist hier alles etwas lockerer und einfacher. Man merkt dies vor allem daran, was sie einen alles machen lassen, dafür dass man ja eigentlich noch gar nicht ausgebildet ist und sie ja für die Ergebnisse der Analysen verantwortlich sind.

Mein Vorgesetzter war und ist immer noch immer ansprechbar für mich. Meistens fragt er auch von sich aus immer wieder nach, ob auch alles in Ordnung ist und ob das Praktikum auch zufrieden stellend für mich ist. Im Gegensatz zu der Beschreibung von GLS, war in meinem Unternehmen kein Dresscode verlangt, zumindest nicht für die Labormitarbeiter. Was mich vor meiner Abreise noch etwas verwirrt hat, war der Hinweis, man solle vermeiden Jeans zu tragen. Gott sei Dank hat sich dies jedoch in meinem Praktikum nicht bewahrheitet.

Leider kann ich noch keinen richtigen Vergleich mit Deutschland anstellen, da ich in Deutschland bisher noch kein derartiges Praktikum gemacht habe und auch sonst bisher, bis auf den Zivildienst, noch nicht gearbeitet habe.

 

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant in Neuseeland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Zum einen werde ich die Erfahrung für meine Bewerbung um einen Studienplatz in der Chemie verwenden und zum anderen gibt mir das Praktikum einen Einblick in eine mögliche Arbeitswelt eines „Chemikers“. Vor allem letzteres hat mich in meinem Entschluss Chemie zu studieren bestärkt.

GLS vermittelt Auslandspraktika in Neuseeland - in der Hauptstadt Wellington und in Auckland.