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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Josefine
Alter:
22
aus:
Pruchten
Hintergrund:
Student in den Niederlanden, Commerciele Econmie - Horse Business Management
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
5
Im Ausland:
2013
Praktikumsort:
Palmerston North, Neuseeland
Unternehmen:
Kyrewood Equestrian Centre Ltd
Branche:
Marketing
Kontakt:
Josi.J@gmx.de
Homepage:
josefinejastrow.reisebloggo.de

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Josefine:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ganz genaue Details kann man in meinem Blog finden, wo ich mehrmals die Woche reinschreibe was ich so erlebe. Die Adresse ist josefinejastrow.reisebloggo.de.

Mein Praktikumsbetrieb, Kyrewood Equestrian Centre, ist eine Art Reitschule. Hauptsächlich werden hier Kurse angeboten, für Menschen, die in der Pferdebranche arbeiten möchten. Aber natürlich werden auch ganz normale Reitstunden gegeben.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ich habe täglich um die 8 Stunden gearbeitet, aufgeteilt in überwiegend Büro und dann auch ein wenig pfere und reiten.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ich fange jeden morgen um neun an. Momentan beginnt mein Tag damit, vier mutterlose Schafe mit der Flasche zu füttern. Mittlerweile sind sie aber schon recht groß, so dass diese aufgabe wohl bald wegfallen wird.

Dann arbeite ich im büro. Ich versuche einen neuen Kurs zu entwickeln und schreibe einen Marketingplan. Nebenbei mach ich dann noch so Kleinigkeiten die anfallen, wie eine Anzeige gestalten oder Einladungen schreiben.

So zwischen elf und halb zwölf geh ich dann raus und reite ein oder zwei pferde. Je nachdem wie eben zeit ist. Danach habe ich meine Mittagspause. Eigentlich ne Stunde, aber ich mach meist kürzer, weil ich da davor immer schon reite.

Dann gehts wieder ins Büro und weiter mit den Aufgaben, bis so 17 Uhr. Dann werden nochmal die Schafe gefüttert und dann habe ich Feierabend.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Ich wurde von allen Mitarbeitern sehr herzlich aufgenommen. Kyrewood legt großen wert auf eine familiäre atmosphäre. Die Direktoren geben sich sehr viel mühe das man sich wohl fühlt und auch die restlichen mitarbeiter sind sehr freundlich und hilfsbereit. Die Menschen hier sind sehr offen und man bekommt immer antworten. Auch mit der Sprache gab es keine weiteren Probleme. Wenn ich was nicht verstehe frag ich nach und es wird nochmal wiederholt oder anders erklärt.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Mein Englisch war doch wesentlich besser als erwartet. Ich bin gleich auf Level 6 eingestiegen, dem höchsten. Der unterricht war sehr interessant gestaltet und ich konnte eine menge mitnehmen. Es hat mir einen guten einstieg in die englische Sprache gegeben, grad nachdem ich eigentlich der Meinung war das komplett verlernt zu haben, nachdem ich die letzten zwei jahre auf niederländisch studiert habe.

Ich denke, dass der Sprachkurs wirklich eine gute Sache ist und einem die Möglichkeit gibt, sein Englisch aufzufrischen und sich auf Kiwi Englisch einzustellen, ohne gleich unter Arbeits- und Leistungsdruck zu stehen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Im großen und ganzen läuft hier alles viel lockerer ab, was aber wohl auch daran liegt, dass ich eben in einem recht kleinen Betrieb arbeite. Hier sprechen sich alle Mitarbeiten beim Vornamen an, das auch obwohl die Direktoren schon über 70 sind.

Es gibt keine Kleidungsvorschriften. Es ist überhaupt keine Problem, wenn ich in meinen Reitsachen im Büro sitze, was es für mich doch wesentlich einfacher und zeitsparender macht.

Die Direktoren sind eigentlich fast immer Verfügbar und ich kann auch jederzeit fragen stellen. Für längere Diskussionen muss man sich dann natürlich schon abschließen, aber die sind meistens gar nicht nötig, da man ja alles gleich klären kann.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich denke, dass ich einen großen Nutzen davon haben werde, so lange Englisch gesprochen. Desweiteren tut es mir sehr gut mit Menschen von anderen Kulturen zusammen zu arbeiten und leben. Man entwickelt gegenseitiges Verständnis, was mir in meinem späteren Beruf hoffentlich helfen wird.

Der ganze Umgang mit den Pferden tut mir sehr gut und ich sammel eine Menge erfahrungen. Auch die Büroarbeit macht sehr viel Spaß und ich sehe viele die wie man es machen kann, aber auch wo man Sachen vielleicht anders machen könnte.

Ich denke, dass dieses Praktikum mir auch dabei hilft, mein späteres Berufsfeld genau zu wählen. Ich merke wie wichtig mir die Zeit an der frischen Luft ist und das ich eben keinen puren Bürojob machen kann.