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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Tobias
Alter:
25
aus:
Einbeck-Wenzen
Hintergrund:
abgeschlossenes BWL Studium
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
3 Monate
Im Ausland:
2009
Praktikumsort:
Auckland, Neuseeland
Unternehmen:
Noel Leeming Group
Branche:
Verwaltung

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Tobias:

In welchem Unternehmen haben Sie Ihr Praktikum in Neuseeland gemacht?

Ich arbeite für die Noel Leeming Group in Auckland. Die Firma, bestehend aus den Handelsmarken Noel Leeming und Bond & Bond, ist Neuseelands größtes Einzelhandelsunternehmen für Elektronikartikel wie Computern, Kühlschränken, Waschmaschinen, elektrischen Zahnbürsten usw..

In welcher Abteilung des Unternehmens werden Sie eingesetzt?

Ich werde im Main Support Office in Downtown Auckland eingesetzt. Hier arbeite ich in der Merchandise-Abteilung (Einkauf, Produkt- und Bestandsmanagement) und assistiere den Managern, die für die einzelnen Produktgruppen zuständig sind.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ich arbeite meistens acht Stunden täglich. Sofern es der Job oder ein Projekt erfordern auch bis zu 10 Stunden.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ich starte den Tag gegen 8.30 Uhr und checke meine Firmenmails. Im Anschluss stimme ich mit den Produktmanagern ab wo und wie ich sie unterstützen kann. Meine typischen Aufgaben sind z. B. das tägliche Reporting von Umsatz-, Absatz- und Bestandsdaten, das Anlegen von Produkten im System und spezielle Analysen hinsichtlich des Produktportfolios (Profitabilität usw.). Je nach Anforderung der einzelnen Aufgaben gestalte ich dann meine Pausen. Während der Bearbeitung kommt es oft vor, dass ich dringendere Aufgaben erhalte, die sofort erledigt werden müssen. Gegen 17.00 Uhr beende ich meinen Arbeitstag und gehe die Sonne genießen.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant aus Deutschland?

Ich wurde von Anfang an als Teil des Merchandise-Teams gesehen und habe bisher nicht das Gefühl, „nur“ ein Praktikant zu sein. Alle Kollegen sind sehr freundlich, fuhr jeden Spaß zu haben und bei Fragen jederzeit ansprechbar. Sobald sie sehen, dass du lernen willst, nehmen sie sich alle Zeit, um dir zu helfen. Viele meiner Kollegen interessieren sich für Deutschland und stellen Fragen hinsichtlich der Unterschiede zwischen beiden Ländern.

Wie schätzen die Bedeutung des Sprachkurses vor dem Praktikum ein?

Ich finde, dass der Sprachkurs vor dem Praktikum wichtig ist. Im Rahmen der Kurse konnten wir die Lerninhalte mitbestimmen, was den Praktikanten unter den Studenten zu Gute kam. Wir haben Themen aus unseren Praktikumsgebieten bearbeitet. So konnten wir unser Vokabular und Sprachvermögen verbessern und haben gleichzeitig etwas über die neuseeländische Kultur gelernt. Dabei haben sich die Inhalte der Business bzw. Afternoon Class, wie das Führen von Telefonaten auf Englisch, als besonders wertvoll erwiesen.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag in Neuseeland schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Die Arbeitsalltage in beiden Ländern sind grundlegend gleich, doch gibt es einige Unterschiede. Die für mich relevantesten möchte ich kurz beschreiben.

In der Geschäftswelt in Auckland wird der Dresscode ein wenig lockerer gesehen. Das gilt allerdings nur für die Damen. So ist es hier für Frauen nicht unüblich, mit Flip-Flops bzw. Sandalen ins Büro zu gehen.

Die Mittagspause verbringt man in der Regel allein oder verabredet sich in kleinen Gruppen. Kantinen gibt es in Neuseeland übrigens nicht. Dafür eine reiche Auswahl von exotischen Schnellimbissen und Straßencafes.

Was die Qualität der Praktikumsaufgaben und –Projekte betrifft, sollte man seine Erwartungen in Neuseeland im Vergleich zu Deutschland zu Beginn nicht zu hoch ansetzen. In der ersten Zeit erhält man fast ausschließlich umfangreiche „Fleißaufgaben“, die natürlich sofort erledigt werden müssen. Bei der Bearbeitung der Aufgaben wird man als Deutscher des öfteren: „Don’t be too perfect.“ zu hören bekommen. Gemeint ist, dass die Kiwis schnell irgendwelche Arbeitsergebnisse sehen wollen. Es obliegt also jedem selbst, seine Balance zwischen schneller Abarbeitung und ordentlichen Ergebnissen zu finden.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant in Neuseeland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Das Praktikum ist in vielerlei Hinsicht sehr wertvoll für mich. Einerseits natürlich wegen der erworbenen Sprachkenntnisse. Andererseits habe ich meine fachlichen Fähigkeiten erweitern können. Neben dem Umgang mit für mich neuen Systemen habe ich andere Herangehensweisen und Arbeitstechniken gelernt. Darüber hinaus war ich in multikulturellen Teams tätig und habe die unterschiedlichen Arbeitsweisen der einzelnen Kulturen kennen gelernt. Diese Erfahrung wird mir nach meiner Rückkehr nach Deutschland besonders nutzen.

GLS vermittelt Auslandspraktika in Neuseeland - in Wellington und Auckland.