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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Claudia
Alter:
20
aus:
Klein Döbbern
Hintergrund:
Praktikum nach dem Abitur an der Lausitzer Sportschule in Cottbus, mit Perspektive Studium Medienmanagement
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
4 Wochen
Im Ausland:
2012
Praktikumsort:
Auckland, Neuseeland
Unternehmen:
Event Agentur Auckland Adventures
Branche:
Tourismus

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Claudia:

Q: Sie haben in Auckland ein Sprachkurs mit anschliessendem Praktikum absolviert. Hat Ihnen der Unterricht Spass gemacht?
A: Die Sprachschule, die ich besuchen habe, war sehr familiär. Man fühlte sich sofort wohl, weil der Unterricht in kleinen Gruppen durchgeführt wurde. Andrew, unser Lehrer, versuchte, auf jeden individuell einzugehen und somit die Sprachkenntnisse gezielt zu verbessern. Trotzdem hatte man nie den Eindruck, im Unterricht zu sitzen, da Englisch als lebendige Sprache gelehrt wurde. Somit stand das Sprechen im Vordergrund und ich hatte das Gefühl, dass man sich so die Sprache wie nebenbei aneignet. Man gewöhnt sich einfach an, in Englisch zu reden, denken, ja sogar zu träumen!

Irgendwann fällt es einem dann schwer, sich ganz normal deutsch zu unterhalten, da man ständig englische Vokabeln benutzt. Gegen Ende habe ich das Kompliment bekommen (gleich mehrmals), dass ich fast dialektfrei spreche ... Was will man mehr!?

Q: Die Sprachenschule suchte für Sie das passende Praktikum: In welcher Firma / Organisation wurden Sie platziert?
A: Meine Firma war "Auckland Adventures" eine Familienunternehmen, dass verschieden Ausflüge (Halbtages, Tages und Wochenendtrips) rund um Auckland und Nordinsel organisiert. Es wird viel Wert darauf gelegt, einfach Spaß zu haben und den Alltag mal hinter sich zu lassen. Angesprochen werden Sprachschüler und junggeblieben Touristen aller Altersklassen. Für war diese Zeit einfach traumhaft, ich hatte die Gelegenheit, an den verschiedenen Ausflügen teil zu nehmen und konnte einen Blick auf den gesamten Organisationsablauf (was eben alles so dazu gehört) werfen.

Mein Wunsch war es , im Marketingbereich in Verbindung mit Tourismus/ Sport eingesetzt zu werden. Somit konnte mir nichts Besseres passieren, als mit Ross und seiner Firma zu arbeiten. Es war einfach ein Volltreffer!!

Q: Wie sah ein typischer Arbeitstag aus bei den "Auckland Adventures"?
A: Für mich gab es keinen typischen Abeitsalltag, da ich in allen Bereichen eingesetzt wurde. Es gab Tage, da habe ich den ganzen Tag am PC gesessen und Datenbänke gefüllt (mit Adressen für Unterkünfte, Entertainmentangebote, Restaurants.... alles, was für Touristen interessant ist) oder Zuarbeiten für die neue WebSite (Logos aus dem Net geladen) geleistet. Dann gab es noch Tage, wo ich mit Lindes, einem Guide von "AA" die verschieden Sprachenschulen besucht habe, um Poster auszutauschen, Flyer zu aktualisieren, Buchungen entgegen zu nehmen und bei irgendwelchen Problemen schnellstmöglich die für den Kunden angenehmste Lösung zu finden.

Aber der beste Teil war, wenn ich bei Touren, wie Mountain Biking, Weinverkostung, Beach-und Bush Walks , mit teilnehmen durfte, um zu sehen, wie die Guides mit den Menschen umgehen bzw. selber als Ansprechpartner (meist als Vermittler zwischen Guide und asiatischem Sprachschüler ) zur Verfügung zu stehen. Meine Aufgaben waren vielfältig und das Zusammenarbeiten mit meinen "Kollegen" und anderen "Trainees" einfach unvergeßlich.

Am besten man vergißt alles, was man in Deutschland über Pünktlichkeit, Exaktheit und Genauigkeit gelernt hat, dann hat man die richtige Voraussetzung ins neuseeländische Arbeitsleben zu starten. Wenn man dann noch etwas von dieser Leichtigkeit wieder mit nach Deutschland nimmt, dann geht alles plötzlich viel leichter und macht dazu auch noch Spaß! Ich habe gelernt, dass viele Dinge besser funktionieren, wenn man nicht alles bis aufs kleinste Detail plant, denn so verringert man Druck und findet unkonventionelle Lösungen. Nebenbei, "Kiwis" sind unschlagbar darin!

Q: Hatten Sie neben Ihrer Arbeit überhaupt Zeit, alleine oder mit Freunden die Gegend zu erkunden ?
A: Neuseeland ist ein reinstes Erlebnis, jeder kommt auf seine Kosten. Mit dem Bus war ich in 10 Minuten in Auckland Downtown und konnte mich vom Großstadtflair und der Multinationalität inspirieren lassen, shoppen gehen, Nachtleben auskosten und es sich in den vielen Parks und Cafés einfach gut gehen lassen. Zum anderen gab es überall Strände und Urwald.

Auch bin ich dank meiner Arbeit quer durch die Nordinsel getourt und konnte alle wichtigen Sehenswürdigkeiten und "DO`s" erleben (Mudpools, heiße Quellen, Nationalparks, Geisyre, Flora und Fauna, Glühwürmchenhöhle und und und...). Nicht zu vergessen sind natürlich die vielen Vulkane, von denen (vor allem MT Eden) man einen atemberaubenden Blick über das Umland und Auckland hat. Alles in Allem war es eine gesunde Mischung zwischen Lernen/ Arbeit und Freizeit.

Q: Denken Sie dass sich die Zeit im Ausland positiv auf Ihre Jobchancen hier in Deutschland auswirkt ?
A: Ich denke, so eine Notiz im Lebenslauf macht sich bei jeder Bewerbung sehr gut und vielleicht ist das genau de Vorteil den man gegenüber anderen Bewerbern hat. Denn dadurch zeigt man dem Arbeitgeber, dass man weltoffen ist und auch Englisch gut beherrscht . Das sind alles Dinge, die in der heutigen, internationalen Arbeitswelt Voraussetzungen sind, um sich in seinem Job zu verwirklichen.

Q: Hat sich durch den Aufenthalt auch Ihre Lebenseinstellung geändert ?
A: Ja, vor NZ hatte ich genaue Vorstellungen von meinem kommenden Leben: Studium, Karriere, Arbeit, Arbeit, Arbeit... doch nun weiß ich, dass das längst nicht alles ist. Meist liegt das Glück in den kleinen Dingen und mein Ziel ist es nun, mit allem was ich mache will ich zufrieden sein. Auch sollte man sich selber nie zu viel Streß machen und Fehler als Chance zum Lernen betrachten. An dieser Stelle noch ein paar Lebensweißheiten von Ross, meinem Boss: Nur wer einen Fehler zwei mal macht, ist dumm, für jedes Problem gibt es eine Lösung, und man sollte alles was man macht, mit Spaß erledigen... nicht dumm, oder!?