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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Hanna
Alter:
41
aus:
Berlin
Hintergrund:
Dip.-Ing. (FH) Architektur, seit 15 Jahren in der Projektentwicklung/Projektsteuerung Schwerpunkt Einzelhandelsimmobilien
Sprachkurs:
8 Wochen
Praktikum:
2 Monate
Im Ausland:
2018
Praktikumsort:
Montréal, Kanada
Branche:
NGO (Non-Governmental Organizations)

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Hanna:

 

Was macht/produziert Ihr Gastunternehmen in Kanada?

NGO mit dem Ziel generationen-übergreifende Begegnungen zu ermöglichen

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

ca. 15-20 h / Woche

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag in Montreal.

die typische Arbeitswoche lief ugf. so ab:

montags Teilnahme am Strickklub, dienstags und donnerstags Telefondienst, bei dem ca. 50 SeniorInnen über die Aktivitäten der nächsten Tage informiert wurden, mittwochs Treffen mit den mir zugeteilten Seniorinnen (jeweils ca. zwei Stunden), freitags Unterstützung im Büro oder Teilnahme am Filmklub

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

sehr offen und freundlich (wie in der 'Neuen Welt' üblich) - grundsätzlich lebt die NGO, bei der ich gearbeitet habe, von der Unterstützung durch Freiwillige, die von mir ausgeübten Tätigkeiten (siehe typischer Arbeitsalltag) bewegten sich auch in diesem Rahmen

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Englischkurses ein?

mittel bis hoch - der Sprachkurs ist gut und wichtig zur Akklimatisierung vor Ort, um Grundlage und etwas Selbstvertrauen zu schaffen; nach ca. vier Wochen (ab Niveau B2) sollte man dann aber RAUS ins 'wahre Leben' und die erlernte Theorie in die gesprochene Praxis umsetzen; die Lernkurve dann und die daraus gezogene Selbstbestätigung ist noch einmal immens und man ist recht schnell in der Lage tatsächlich (und von Mal zu Mal flüssiger) zu kommunizieren

Sind Ihnen in Ihrem kanadischen Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

die Vergleiche tragen nur bedingt, da ich in D hauptsächlich in mittelgroßen Unternehmen und Konzernen gearbeitet habe, bei denen der Umgang miteinander per se natürlich etwas förmlicher ist als bei einem NGO; tendenziell ist man aber in USA, Kanada, Australien sehr schnell beim Du (Vornamen), durchaus auch ggü. Älteren und Vorgesetzten, in D (zumindest in der Bau- und Immobilienbranche) scheint das meiner Beobachtung nach nun peu à peu auch um sich zu greifen; grundsätzlich gilt wohl: je größer die Firma, desto ausgeprägter die Hierarchien desto strikter der Dresscode und desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass man beim förmlicheren Sie (Nachname) bleibt

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikantin in Kanada nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

das muss sich noch zeigen :-)