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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Dennis
Alter:
24
aus:
Neuenkirchen
Hintergrund:
Absolvent des General College for Economics in München
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
8 Wochen
Im Ausland:
2013
Praktikumsort:
Kapstadt, Südafrika
Unternehmen:
New Media Publishing
Branche:
Verlagswesen

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Dennis:

In welchem Unternehmen haben Sie Ihr Praktikum in Kapstadt gemacht?

Die Firma in Kapstadt, in der ich arbeite, heisst New Media Publishing und ist einer der fuehrenden Verlagshauser in Sued Afrika. New Media Publishing versorgt ihre Kunden mit einem speziell auf ihn abgestimmten Service und uebernimmt saemtliche Aktivitaeten vom Druck der Zeitschrift ueber das Marketing bis hin zum Vertrieb.

Ich werde in Marketing Abteilung, Vertriebs Abeilung und in der Digital Abteilung eingesetzt.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ich arbeite ca. acht Stunden taeglich.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Da hier eine sogenannte Gleitzeit vorhanden ist, komme ich zwischen 8:30 und 9:00. Zuerst fahre ich meinen PC hoch, oeffne mein Outlook und bearbeite meine e-mails. Anschliessend beginnt der uebliche Arbeitstag. Nach Erteilung der Aufgabe werden entweder Statistken ausgewertet, Marketingrecherchen durchgefuehrt oder Webseiten aktualisiert.

Mein Arbeitsplatz ist in der Digitalabteilung, die von allen Abteilungen die ruhigste ist. Gesprochen wird von daher sehr wenig. Zwischen fuenf und zehn Saetze pro Tag. Die Kommunikation findet von daher meistens ueber das Outlook statt. Aber man gewoehnt sich daran. Mittagspause ist von eins bis um zwei und nach hausegegangen wird zwischen fuenf und sechs (mehr dazu spaeter).

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant aus Deutschland?

Wie vorher erwaehnt wird in meiner Abteilung sehr wenig gesprochen. Machmal begruesst man sich und manchmal nicht. Am Anfang habe ich gedacht, das liegt an mir. War aber nicht so. Der Umgang meiner Kollegen mit mir ist einwandfrei und ich habe nichts zu monieren. Ich werde sehr gut behandelt und komme mit jedem sehr gut zurecht. Wenn man morgens nicht unbedingt gegruesst wird, heisst das noch lange nicht, das jemand schlechte Laune hat, oder jemand auf einen boese ist. Ist halt einfach eine andere Unternehmenskultur. Auch sind die Leute ausserhalb der Firma sehr freundlich und nett. Zeitweise aber auch etwas komisch. Es ist etwas schwer zu erklaeren. Ich sag es mal so, freundlich, nett und hilfsbereit JA, aber man wird nicht gleich zum Barbecue eingeladen.

Wie schätzen die Bedeutung des Sprachkurses vor dem Praktikum ein?

Der Sprachkurs war ansich sehr zufriedenstellend, man haette jedoch im business english Kurs mehr praxisbezogengen Beispiele machen koennen. Gefallen hat mir nicht, dass zuviel gelesen wurde und das man nicht intensiv an einem Thema geblieben ist. Es war zeitweise zu sprunghaft. Ansonsten war der Sprachkurs in Ordnung.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag in Kapstadt schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Hierzu kann ich mittlerweile ein ganzes Buch schreiben. Aber ich fasse mal kurz zusammen. Die Unterschiede zur deutschen Arbeitswelt sind sehr gross. Es gibt z.B. kein Dresscode hier, d.h ich koennte auch mit meiner Badehose hier sitzten. Mache ich natuerlich nicht. Aber mein Kollege kommt z.B. immer mit seinen Flip flops und einer Muetze. Das Thema Arbeitszeit wird hier auch nicht so eng gesehen, da es keine Stempelkarte gibt. Man sollte halt nur seine acht Stunden absitzten. Von daher ist die Gleitzeit sehr weit ausdehnbar. Ansonsten kann man sich hier alles zum Essen und Trinken mitnehmen. Mein Nachbar hat zum Beispiel seinen halben Kuehlschrank im Schrank deponiert. Auch darf hier Musik gehoert werden (ueber Koepfhoerer) und das Internet darf auch fuer saemtlich Zwecke genutzt werden.

Die Ansprechbarkeit der Vorgesetzten ist in Ordnung und was das Thema Teamarbeit angeht, habe ich noch nicht all zu viel mitbekommen. In allem fuehle ich mir aber sehr wohl hier.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant in Kapstadt nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich werden meine jetzigen Erfahrungen auf jeden Fall fuer die zukuenftige Berufswelt benoetigen, wie ich diese aber explizit nutze, kann ich heute leider noch nicht beantworten.