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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Marlis
Alter:
19
aus:
Dinklage
Hintergrund:
Abi
Sprachkurs:
keiner
Praktikum:
1 Monat
Im Ausland:
2014
Praktikumsort:
Perth, Australien
Unternehmen:
Fremantle Visitor Centre
Branche:
Tourismus
Kontakt:
MarlisWesterkamp@gmx.de

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Marlis:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Ich arbeite im Fremantle Visitor Centre, welcher das Informationsbüro für Touristen/Backpacker/Einwanderer etc. darstellt.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Ich habe 3-4 Tage die Woche je 7 Stunden gearbeitet.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ein typischer Arbeitstag beginnt damit, die Flyer, Prospekte, Broschüren und Kataloge zu kontrollieren - d.h. leere Regale und Aushänge auffüllen, durcheinandergeratende Informationsständer ordnen, den vorhandenen Bestand an allen Materialen durchgehen und wenn nötig neues Infomaterial anfordern.

Danach beginnt dann die Arbeit mit den Touristen. Während am ersten Tag Stadtpläne aushändigen und Begrüßen die Hauptaufgabe war, wurde es schnell zur Routine, selber zu beraten, Museen vorzustellen und auch sonst bei jeglicher Art von Fragen und Problemen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Sollte einmal nicht so viel los sein (z.B. bei schlechtem Wetter) bestand die Arbeit oft darin, Listen/Aktualisierungen am PC anzufertigen, Broschüren mit Stickern und Stempeln zu versehen oder auch einfach das eigene Wissen über die Region zu erweitern (lesen, lesen, lesen).

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Der Umgang war generell sehr locker und freundlich. Ich hatte von Anfang an meinen eigenen Schreibtisch, konnte mir selber aussuchen, wann ich gerne Mittagspause machen würde und auch unwichtigere Büroarbeiten konnte ich ganz nach Lust und Laune dann erledigen, wann es mir gerade passte.

Ich wurde nie von meiner Chefin (oder auch anderen Kollegen) kontrolliert oder beaufsichtigt, konnte aber jederzeit um Hilfe fragen. Mir wurde von Anfang an zugetraut, in direktem Kundenkontakt eigenständig zu beraten.

Auch Arbeitsplanänderungen auf Grund von eigenen Sightseeingplänen waren überhaupt kein Problem.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Ich habe direkt vor dem Praktikum keinen Sprachkurs gemacht, hatte dies jedoch ca. 9 Monate zuvor (in Malta) und habe außerdem quasi noch direkt vor dem Praktikum sehr viel in der englischen Sprache geredet und geschrieben, da ich Englisch als Leistungsfach im Abitur hatte.

Daher denke ich, dass es sicherlich hilft, im Englischen "drin zu sein" (auch, um sich erstmal in der neuen Stadt einzuleben und erste Kontakte zu knüpfen); es ist aber auch ohne Sprachkurs möglich, sich schnell an den Arbeitsalltag zu gewöhnen (so wie es bei mir war).

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Natürlich habe ich als Schülerin vorher noch nicht so viele Arbeitserfahrungen in Deutschland gesammelt, kann aber nach einigen Aushilfs- und Ferienjobs sagen, dass die Arbeitsatmosphäre/das Arbeiten in Australien oft deutlich unproblematischer und flexibler war.

In meinem Büro sprachen sich beispielsweise alle mit ihren Vornamen an und konnten während der Arbeitszeit ganz selbstverständlich so viele "Trink-" und "Rauchpausen" machen wie sie wollten - es zählte lediglich der freundliche Umgang mit den Kunden.

Unsere Chefin hat ihren Angestellten außerdem blind vertraut, weswegen keiner Angst hatte, Fehler zu machen oder Kunden nicht helfen zu können. 

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Generell habe ich das Praktikum nur für mich selbst gemacht - aus Spaß und Interesse am australischen Alltagsleben. Ich brauchte es nicht für die Zulassung zum Studium o.ä. Natürlich hat es mir aber trotzdem viel an Erfahrung gebracht. Ich habe zum einen meine Sprachkenntnisse deutlich erweitert, zum anderen habe ich durch die Kunden aus aller Welt viel über fremde Kulturen gelernt. Durch das Anbieten von Touren durch ganz Western Australien und das Arbeiten mit verschiedenen Karten habe ich zudem viel in den Bereichen Geographie und Naturkunde dazugelernt.

Letztendlich kann ein wenig Arbeitserfahrung im Ausland wahrscheinlich nie schaden und wird sich in jeder Bewerbung ganz gut machen ;)