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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Maximilian
Alter:
20
aus:
Berlin
Hintergrund:
Abiturient
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
1 Monat
Im Ausland:
2008
Praktikumsort:
New York, USA
Unternehmen:
Kanzlei Weingrad & Weingrad, L.L.P.
Branche:
Jura
Kontakt:
maximilian.vonthien@gmx.de
Homepage:
www.maximilianvonthien.de

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Maximilian:

In welchem Unternehmen haben Sie Ihr Praktikum in den USA gemacht?

Ich habe in der Anwaltskanzlei "Weingrad & Weingrad, L.L.P." gearbeitet, welche ihren Sitz bereits seit den 50er Jahren im Empire State Building in New York hat. Die Kanzlei ist auf mehrere Rechtsfelder spezialisiert, so z. B. Kriminalrecht, allgemeines Recht, Wirtschaftsrecht, Urheberrecht u.v.m. Ich selbst habe zusammen mit Mr. Weingrad gearbeitet, welcher mein Supervisor und ein sehr anspruchsvoller und fordernder aber auch sehr entspannter Mentor für mich war.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

Die Arbeitszeit variierte stets ein wenig. Aber im Durchschnitt habe ich jeden Tag 6 bis 7 Stunden in der Anwaltskanzlei gearbeitet.

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ich war sehr stolz, im Empire State Building arbeiten zu dürfen und allein die Anfahrt mit der Subway und der Laufweg zum Empire State Building waren jeden Tag aufs Neue sehr faszinierend.

Mr. Weingrad versorgte mich stets mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben, sodass ich abwechslungsreiche Tätigkeiten ausführen konnte und somit nie unter Langeweile litt. So arbeitete ich viel am Computer zum Durchführen von Recherchen für aktuelle Fälle, zum Ausarbeiten von Klageschriften aber auch zum Bearbeiten von Spreadsheets in Excel.

Allerdings durfte ich Mr. Weingrad auch mehrmals zu Gericht begleiten, was stets ein Highlight war, da die Gerichtsgebäude in New York allein schon von der Architektur her sehr beeindruckend sind und zum anderen weil ich dadurch erste Einblicke in die amerikanische Rechtssprechung bekam, die sich ja doch sehr von der deutschen unterscheidet.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Ich sprach nicht nur mit Mr. Weingrad, sondern auch mit vielen anderen seiner Anwaltskollegen in der Kanzlei, welche sehr interessiert waren ob meiner Herkunft. Dabei waren alle sehr sehr nett und höflich und akzeptierten mich schnell als Kollegen (wenn ich auch nur ein Praktikant war).

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Der Sprachkurs selbst war in Ordnung. Die Lehrer waren sehr nett und aufgeschlossen und es war ebenso enorm interessant und erfrischend so viele verschiedene Studenten aus aller Herren Länder anzutreffen und sich mit ihnen über alle möglichen Dinge austauschen zu können.

Allerdings fühlte ich mich des Öfteren etwas unterfordert und hätte teilweise lieber das Praktikum verlängert und dafür weniger Zeit mit dem Sprachkurs verbracht.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

In jedem Fall gab es große Unterschiede. Da die Amerikaner aufgrund der englischen Sprache kein "Sie" als Anredeform kennen, geschah es schnell, dass man sich gegenseitig mit Vornamen ansprechen konnte, was für jemanden aus Deutschland doch sehr ungewöhnlich ist, zumal es ja gerade in der Arbeitswelt in Deutschland ein enormer Fauxpas wäre die Anredeform "Du" zu verwenden. Außerdem sind die New Yorker enorm enthusiastisch, optimistisch und kollegial - etwas anders als in Deutschland, wo ich immer ein wenig das Gefühl habe, dass alles irgendwie etwas "steif" ist - wobei auch das nicht auf alles und jeden in Deutschland zutreffen mag.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich plane in jedem Fall mein Jurastudium international auszurichten und in diesem Sinne denke ich, dass mir das Praktikum sowohl sprachlich als auch inhaltlich wichtige Einblicke verschafft hat. Denn trotz der Kürze meines Internships bin ich überzeugt, dass es eine unermesslich lohnenswerte Erfahrung war, die ich um nichts in der Welt missen möchte und ich plane bereits jetzt schon in einigen Jahren wieder nach New York zurückzukehren - in die Stadt, die wirklich für jeden etwas hat ;-)

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