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Auslandspraktika - Erfahrungsberichte

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Leuten, die mit GLS ein Auslandspraktikum gemacht haben.

Vorname:
Lara
Alter:
19
aus:
Engeln
Hintergrund:
Abiturientin
Sprachkurs:
4 Wochen
Praktikum:
2 Monate
Im Ausland:
2016
Praktikumsort:
San Francisco, USA
Unternehmen:
Vin Ambassador
Branche:
Tourismus

Nach der ersten Praktikumswoche bitten wir alle interns um Ausfüllen eines Fragebogens - hier die Antworten und Kommentare von Lara:

 

In welchem Unternehmen arbeiten Sie?

Das Unternehmen heißt Vin Ambassador und bietet Luxus-Weintouren an.

Wie viele Stunden haben Sie täglich gearbeitet?

montags, mittwochs und donnerstags von 10:30-18:00 Uhr, also 7,5 Stunden an drei Tagen pro Woche

Bitte beschreiben Sie einen typischen Arbeitstag.

Ich komme im Büro an und checke E-Mails. Dann suche im Internet nach interessanten Artikeln zum Thema Wein, die ich mit dem Account des Unternehmens bei Twitter posten kann. Nachdem ich auf Twitter geguckt habe, ob es irgendwelche Tweets gibt, auf die ich antworten könnte, plane ich Weintouren. Dafür bekomme ich von meinen Mitarbeitern die Anmeldezettel, auf denen die Weinberge und Restaurants, die besucht werden sollen, stehen und gebe diese bei Google-Maps ein, um einen Zeitplan zu erstellen. Anschließend spreche ich die Termine mit den Weinbergen entweder per E-Mail oder am Telefon ab. Wenn alle Termine feststehen, erstelle ich anhand einer Excel-Tabelle ein Booklet für den Host und für den Kunden und sende dies dem Kunden per Mail.

Wenn dann noch Zeit ist, gebe ich Daten in eine Internetdatenbank ein und werte diese aus, z.B. wie viele Kunden jeweils an den einzelnen Wochentagen Weintouren gebucht haben.

Wie war der Umgang mit Ihnen als Praktikant(in) aus Deutschland?

Die Stimmung in meinem Unternehmen ist sehr locker. Es handelt sich um ein kleines Unternehmen - im Büro sind außer mir nur der Chef und eine weiter Mitarbeiterin.

Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass mir vertraut wird und alle gehen sehr nett mit mir um; ich fühle mich sehr wohl.

Wie schätzen Sie die Bedeutung des Sprachkurses ein?

Für mich war der Sprachkurs in zweierlei Hinsicht wichtig:

Auf der einen Seite hat er mir sehr dabei geholfen, mich an die Sprache zu gewöhnen und mich (wenn auch vielleicht nicht besonders stark) sprachlich zu verbessern, vor allem durch Lehrer, die uns nützliche Informationen zum Leben in San Francisco und dazu, wie man sich am besten verhalten sollte, gegeben haben.

Auf der anderen Seite war der Sprachkurs aber auch einfach wichtig, um Leute kennenzulernen - das ist während des Praktikums sehr schwierig.

Insgesamt würde ich sagen, dass man durch einen vierwöchigen Sprachkurs nicht allzu große Verbesserungen in der Sprache erwarten sollte, aber dass es wichtig ist, ihn zu machen, weil man ganz andere Dinge lernt als im deutschen Schulunterricht und diese Dinge wichtig sind, um sich gut einzuleben.

Sind Ihnen in Ihrem Arbeitsalltag schon Unterschiede zur Berufswelt in Deutschland aufgefallen - im Verhalten am Arbeitsplatz, im Dresscode, bei der Ansprechbarkeit von Vorgesetzten?

Insgesamt ist es in den USA allein schon dadurch, dass es nur "you" und dadurch kein siezen gibt, etwas weniger "steif" und unverkrampfter. Und auch sonst sind alle etwas herzlicher - jeder fragt, wie es einem geht, selbst, wenn man nur einen Termin am Telefon absprechen möchte.

Da ich in Deutschland gerade erst mein Abitur gemacht habe, habe ich aber ansonsten keine Vergleichsmöglichkeiten.

Wie werden Sie Ihre jetzigen Erfahrungen als Praktikant im Ausland nach Ihrer Rückkehr in Deutschland nutzen ?

Ich werde weniger nervös sein, wenn ich mich bei Unternehmen vorstelle oder Telefonate für Unternehmen führen muss, weil ich weiß, dass ich das sogar auf Englisch geschafft habe.

Außerdem weiß ich, dass ich in Zukunft nicht das Gleiche machen möchte wie jetzt während meines Praktikums, weil mir die Arbeit zu Computer-lastig ist.

Allerdings hat mich das Praktikum darin bestätigt, international arbeiten zu wollen.