Kommentar

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Sprachreisen für Erwachsene: Erfahrungsberichte

Name:
Gudrun
Aus:
Niedersachsen
Wo:
Gozo, Malta
Wann:
2018
GLS-Programm:
Sprachreisen für Erwachsene

Hier der Bericht von Gudrun:

 

Woran denken Sie als erstes, wenn Sie an Ihre Sprachreise denken?

Als Erstes denke ich an die schöne Insel Gozo mit den vielen historischen Sehenswürdigkeiten, aber natürlich auch an die netten Kursteilnehmer/-innen, mit denen ich viel Spaß hatte und interessante Gespräche geführt habe - sogar (teilweise) auf Englisch! ;-)

Wie war der Kursort? Die Sprachschule?

Der Ort auf Gozo heißt Kercem. Das ist ein kleines, nettes Dörfchen mit einer imposanten Kirche, aber in jedem Ort auf Gozo gibt es eine zu bewundern. Ansonsten gibt es noch ein Restaurant und zwei kleine Läden, aber der Fußweg nach Victoria ist in fünfzehn Minuten zu bewältigen und mit dem Rad gar kein Problem. Dort in der Hauptstadt gibt es alles, was das Herz begehrt, lustigerweise sogar einen Lidl.

Interessanter sind allerdings die Museen, die Zitadelle, die schönen Plätze mit vielen Cafés und Restaurants. Von Victoria aus kann man gut mit Bussen zu fast jedem Ort auf der Insel fahren.

Die Schule in Kercem liegt in einem älteren Gebäude mit kleinen Kursräumen und einem hübschen Außenbereich, in dem man die Pausen verbringen kann.

Was war anders im Kurs, verglichen mit Fremdsprachenunterricht z.B. an der Uni/Schule/VHS?

Verglichen mit der Schule hat man hier sehr kleine Lerngruppen mit 5 bis 6 Teilnehmern. Dadurch gibt es natürlich viel mehr persönlichen Austausch mit der Lehrerin oder dem Lehrer. Das Lernen ist intensiver. Anders als in der Schule sind ja auch nur Personen dort, die wirklich des Lernens wegen gekommen sind und nicht, weil sie es müssen. Allerdings brauchen viele die erweiterten Englischkenntnisse beruflich und bekommen zum Teil dafür auch Bildungsurlaub.

Aus welchen Ländern kamen die anderen Kursteilnehmer? War es leicht, ins Gespräch zu kommen?

Die Teilnehmer sind ja unterschiedlich lange dort, so dass man mit einigen die ganze Zeit gemeinsam lernt, mit anderen eventuell nur für eine Woche. Neben Deutschen gab es auch Teilnehmer aus der Schweiz, aus Italien und aus Kroatien in meiner Gruppe. Es war sehr leicht, mit allen ins Gespräch zu kommen, weil wir in den Pausen zusammensaßen und uns auch für verschiedene Aktivitäten verabredet haben.

Was haben Sie nach dem Kurs unternommen bzw. haben Sie an von der Schule angeboteten Aktivitäten und Ausflügen teilgenommen?

Es gab von der Schule aus etliche Vorschläge für Unternehmungen. An einem Schwarzen Brett konnte man sich informieren und eintragen. Wir in meiner Gruppe haben uns aber einfach so verabredet und sind oft abends in Victoria oder in Xlendi essen gegangen. Am letzten Abend gab es auch zufällig ein großes Fest mit Musik und Feuerwerk. Tagsüber war ich aber viel allein unterwegs, weil ich gern Fahrrad fahre und den meisten das wegen der vielen Steigungen zu anstrengend war. Mir zwar auch, aber ich wollte möglichst viel von der Insel sehen und das habe ich auch.

Wo und wie haben Sie gewohnt?

Ich habe direkt in Kercem in einem der Country-Apartments gewohnt. Es war sehr geräumig und hatte vom Balkon aus eine tolle Aussicht in die Landschaft. Die Ausstattung ist natürlich recht einfach, aber mir persönlich hat es sehr gut gefallen. Außerdem geht man von dort aus kaum 5 Minuten zur Schule, während die Teilnehmer, die in Xlendi wohnten, froh waren, ein Mietauto zu haben, denn der Weg zur Schule ist von dort aus doch weit.

Haben Sie Tipps für andere, die sich für diesen Kursort/diese Sprachschule interessieren?

Es lohnt sich, mal einen Abstecher zur Insel Comino zu machen, das ist ein schöner Tagesausflug. Baden kann man sehr gut am Ramla Bay, aber die Wanderungen an den Klippen entlang, z. B. bei Sannat und Munxar, sind auch sehr schön. In zwei Wochen kann man eigentlich alle Sehenswürdigkeiten auf der Insel entdecken.

Man sollte schon ein bisschen naturverbunden sein, wenn man Gozo als Kursort auswählt. In unserer Gruppe gab es auch nur einen unter 30, die meisten Teilnehmer/-innen waren zwischen 40 und 50 Jahre alt.