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Sprachreisen für Erwachsene: Erfahrungsberichte

Name:
Julia Hilpert
Aus:
Petershagen
Wo:
Toronto, Kanada
Wann:
2010
GLS-Programm:
Sprachreisen für Erwachsene

Hier der Bericht von Julia Hilpert:

 

Woran denken Sie als erstes, wenn Sie an Ihre Sprachreise denken?

Ich denke an ganz viele tolle Menschen, die ich kennenlernen dürfte. Die Sprachreise war eine tolle Zeit - die Schule war super, die Stadt war super, das Land war super. Ich habe unglaublich viel gesehen und mich dabei in Kanada verliebt. Ich konnte viele neue Freundschaften schließen und habe nebenbei auch viel über andere Kulturen erfahren. Alles in allem kann ich so eine Sprachreise dringend empfehlen.

Wie war der Kursort? Die Sprachschule in Toronto?

Die Sprachschule war super. Wir hatten tolle und vor allem gut geschulte Lehrer. In der Schule herrschte Fremdsprachenverbot, sodass wir gezwungen waren englisch zu sprechen - auch unter uns Deutschen. Das hat den Lernerfolg zusätzlich gefördert.

Toronto als Kursort war ebenfalls klasse. Man hatte den Ontario Lake und die Toronto Islands zum entspannen und relaxen aber gleichzeitig das typische Stadtfeeling.

Was war anders im Kurs, verglichen mit Fremdsprachenunterricht z.B. an der Uni/Schule/VHS?

In der Sprachschule haben wir überwiegend GENERELL ENGLISH gelernt - also normaler Grammatikunterricht, wie man ihn aus unteren Englischkursen aus der Schule kennt. Verglichen mit Sprachkursen an der Universität oder in der Oberstufe hat das aber nochmal sehr gut getan, weil viele Grammatikregeln dadurch nochmal wiederholt wurden. In der Universität oder in der Oberstufe lernt man überwiegend Sprachanwendungen und nicht mehr reine Grammatik. Ich kann einen solchen GENERELL ENGLISH Sprachkurs im Ausland nur empfehlen. Mir hat es geholfen, einige Grammtikregeln wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Aus welchen Ländern kamen die anderen Kursteilnehmer? War es leicht, ins Gespräch zu kommen?

Es war sehr leicht ins Gespräch zu kommen. Eigentlich war es nahezu unmöglich nicht ins Gespräch zu kommen. Wir hatten Kursteilnehmer aus allen Kontinenten der Welt. Überwiegend waren Brasilianer und Süd Koreaner vor Ort aber auch viele Europäer und Studenten aus anderen Ländern.

Was haben Sie nach dem Kurs unternommen bzw. haben Sie an von der Schule angeboteten Aktivitäten und Ausflügen teilgenommen?

Ich habe einen größeren Wochenendtrip nach Quebec City, Montréal und Ottawa mit der Schule unternommen. Das war sehr aufregend, weil auch viele Studenten aus anderen Schulen mitgefahren sind. Man konnte dadurch nicht nur die kanadischen Städte bereisen, sondern eben auch noch viele Leute kennenlernen. Ebenso sah es nach dem Unterricht aus. Ich bin viel mit anderen Leuten aus der Schule unterwegs gewesen: zum clubben in diversen Bars und Diskotheken, zum essen in einem Restaurant oder aber einfach nur zum sightseeing. Aber ich finde es auch wichtig, mal etwas allein zu erkunden. Ich bin beispielsweise allein an den Niagara Fällen und ein zweites Mal in Montréal gewesen. Das lohnt sich auf alle Fälle, weil man eben auf sich allein gestellt ist und das erkunden kann, was man will und so das Land besser kennenlernt. Die Schultrips sind super und machen unheimlich viel Spaß aber dennoch bleibt wenig Zeit um sich alles näher anzuschauen und die Kultur näher zu erfahren.

Wo und wie haben Sie gewohnt?

Ich habe in einer Residence gewohnt, sprich in einem Hotel. Noch dazu in einem Einzelzimmer. Ich weiß natürlich, dass bei einer Gastfamilie wohnen immer gewisse Vorteile in Sachen Sprache anwenden mit sich bringt aber ich bin trotzdem ganz froh, dass ich meinen eigenen Raum, mein eigenes Reich hatte. Ich brauche das Alleinsein ab und zu. Andere brauchen das vielleicht nicht so sehr. Denen würde ich dann defintiv eine Gastfamilie empfehlen. Mein Hotel war sehr sauber und gut ausgestattet. Sogar mit einer kleinen Küche. Die allerdings konnte ich kaum nutzen, weil ich keine Pfannen und Töpfe hatte und für 4 Wochen wollte ich mir da nicht extra etwas kaufen. Einmal pro Woche wurde mein Zimmer gereinigt. Außerdem hatten wir einen Swimmingpool, einen Fitnessraum und einen kleinen Waschsalon im Hotel. Also eine super Ausstattung. Und die Lage in Downtown war noch dazu wirklich günstig. Außerdem hat man ständig Leute aus der Schule oder anderen Schulen im Hotel angetroffen. Das war definitiv auch ein Pluspunkt.

Haben Sie Tipps für andere, die sich für diesen Kursort/diese Sprachschule interessieren?

Wie ich bereits erwähnte, kann ich nur empfehlen auch mal allein das Land zu erkunden. Manchmal trifft man auf Unwegsamkeiten, die sich aber auch als tolle Möglichkeiten oder Erfahrungen entpuppen können. Ich musste beispielweise auf der Rückfahrt von Montréal nach Toronto nachts um 1Uhr 5 Stunden lang in Ottawa im Busbahnhof auf meinen Anschlussbus warten und habe dabei zufällig 2 nette Kanadier kennengelernt und mit ihnen meine Wartezeit verbracht. Dadurch konnte ich auch mal ein paar Einheimische kennenlernen, weil das in der Sprachschule leider etwas zu kurz kommt, da man dort nur Umgang mit Studenten aus anderen Kulturen hat. Außerdem bleibt so manchmal mehr Zeit bestimmte Städte oder auch Parks länger zu besuchen, weil die Schultrips natürlich immer sehr streng durchgeplant sind.

Nichts desto trotz empfehle ich auch die Schultrips. Aber mein Tipp an alle Sprachkursinteressierten ist definitiv: traut euch auch mal allein oder mit eins, zwei Freunden einen Trip ohne die Schule zu unternehmen! Ich habe dabei die aufregendsten Erfahrungen gemacht und nur so lernt man wirklich das Land kennen!