Kommentar

Fragen?

Erfahrungsberichte High School Kanada

Vorname:
Julia
Alter:
17
aus:
Neuenrade
war:
2008 für ein Semester in Nanaimo, British Columbia, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Kontakt:
jardzejewski@aol.com

Hier der Bericht von Julia:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Kanada, ein riesiges Land mit vielen Wäldern! Schon der Flug quer über Kanada hinweg war ewig lang.

Ich komme aus einem Dorf, da war es natürlich eine große Umstellung nun in einer Stadt mit etwa 80.000 Einwohnern zu leben, und trotz dieser Einwohnerdichte ist das System der öffentlichen Verkehrsmittel echt nicht gut (Für einen Weg, der mit dem Auto (bei normalem Tempo) etwa 10min dauert, braucht der Bus gut eine halbe Stunde), das war ich aus Deutschland nicht gewöhnt!

Der größte Unterschied ist jedoch das Schulsystem! Hier haben wir nur vier Fächer und diese jeden Tag, ich finde das auf Dauer etwas langweilig, aber nun gut! Die Klassenräume sind gleichzeitig auch Büros der Lehrer und daher sind diese zum Teil mit Fotos relativ privat eingerichtet!

Außerdem war es für mich sehr ungewohnt, dass die Schüler schon mit 16 ihre "driver license" machen dürfen und somit die meisten mit Autos durch die Gegend fahren, ebenfalls arbeiten die Menschen hier sehr viel, viele der Schüler gehen direkt nach der Schule zur Arbeit und verbringen dort ihren Nachmittag.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Da ich noch in Kanada bin, kann ich nur sagen, dass ich vermutlich als erstes an meine neugewonnenen Freunde und meine Gastfamilie zurückdenken werde! So ist es ja auch im Moment, dass ich am meisten und als erstes an Familie und Freunde in Deutschland denke!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Wie gesagt ich bin noch in Kanada: Aber am meisten gefällt mir die Landschaft und die Offenheit der meisten Menschen, das war gerade in den ersten Wochen sehr hilfreich und auch jetzt ist es das noch! Am Morgen fährt meistens der gleiche Busfahrer zu unserer Schule und der hat uns deutschen Schüler plötzlich mit "Guten Morgen, wie geht es euch?" begrüßt!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schultag beginnt natürlich auch hier mit dem Aufstehen, Frühstück etc. Nachdem man sich das Lunch zubereitet hat, geht es in die Schule: Je nachdem wo man wohnt mit dem Auto, Bus oder zu Fuß.

In der Schule ist der erste Gang zu den "Lockern" und anschließend in den Klassenraum oder noch kurz zu den Freunden.

Um 8.40 beginnt der Unterricht und eine Stunde geht etwa 90 Minuten!

Gegen halb 12 ist lunchbreak und damit der angenehmste Teil des Morgens!

Schule endet von Montag - Donnerstag um drei Uhr und am Freitag um 1.30!

Es ist nicht sehr schwer Bekanntschaften zu machen, da sich die Mitschüler für uns interessieren, weil wir aus dem Ausland sind, allerdings wenn wir zu viel in unserer Muttersprache reden, fühlen sich die Kanadier ausgegrenzt und verlieren das Interesse an uns!

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Es kommt darauf an, wie die Einstellung der Gatfamilie ist!

Auf jeden Fall anders ist, dass man sich hier das Mittagessen oder andere Mahlzeiten als das Abendessen selber zubereiten muss "der Kühlschrank ist für alle da!"

Wäsche muss meistens selber gewaschen werden, genau so wie auch das Zimmer von dir geputzt wird!

Bei mir war es so, dass ich mich schon nach gut einer Woche bei meiner ersten Gastfamilie so unwohl gefühlt habe, dass ich unbedingt umziehen wollte. Das war nach den ersten Tagen relativ schwierig, da mir von so ziemlich allen Seiten mitgeteilt wurde, dass dieses "ich will hier weg"- Gefühl "nur" Heimweh sei!

Nach gut 3 Wochen habe ich meine Familie gewechselt und kann nur sagen, es ist gut so. Ich bin absolut glücklich mit meiner neuen Familie, denn mit der Tochter verstehe ich mich sehr gut und auch meine Gasteltern sind super lieb und machen fast alles, um mich nicht traurig zu sehen!

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meine Freizeit habe ich mit meinen Freunden (in den ersten Wochen mit den deutschen, anschließend mit den kanadischen) und mit meiner Familie verbracht. Außerdem habe ich auch mehrmals in der Woche Training gehabt!