Kommentar

Fragen?

Erfahrungsberichte High School Kanada

Vorname:
Tim
Alter:
17
aus:
Marburg
war:
2011 für ein Schuljahr in Kelowna, BC, Kanada
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Mount Boucherie Secondary
Kontakt:
tim.rache@t-online.de

Hier der Bericht von Tim:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der größte Unterschied liegt wohl in der Mentalität der Menschen dort. Alle sind viel offener und lockerer und man wird immer herzlichst empfangen. So fällt es einem relativ leicht, Freunde zu finden.

Ein weiterer großer Unterschied ist das Schulsystem, welches von Grund auf komplett anders aufgebaut ist. So hat man z.B. pro Halbjahr nur 4 Fächer, 2 pro Tag, jeweils in langen Vor- bzw. Nachmittagsblöcken. Auch das Verhältnis Lehrer - Schüler ist lockerer als in Deutschland.

Im Vergleich zu Deutschland ist der öffentliche Nahverkehr nicht sonderlich gut ausgebaut, was manchmal zu eingeschränkter Mobiliät führen kann.  

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Zuerst denke ich an meine Freunde, viele schöne Nachmittage am See, und die unvergesslichen Zeiten die wir zusammen erlebt haben.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Besonders gut hat mir die Lage meiner Ziellocation gefallen, gerade weil der See so nahe war. Auch die Nähe zum zweitgrößten Skigebiets British Columbias (Big White) war eine gute Sache.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Die Schule beginnt um 9 Uhr. Bis 12 Uhr findet der erste Block statt, in dem eins der beiden Fächer des Tages unterrichtet wird. Danach sind 40 min Mittagspause, die man zusammen mit Freunden verbringt, entweder in der schuleigenen Cafeteria oder, je nach Wetter, auch außerhalb der Schule. Zum Essen gibt es entweder selbst mitgebrachte Lunchpakete, oder man kauft sich etwas in der Cafeteria oder der schuleigenen Küche.

Nach der Pause folgt der zweite Block, mit dem zweiten Fach des Tages. Nachdem die Schule gegen 15.30 beendet ist, kann man entweder mit den schönen gelben Schulbussen zurück nach Hause fahren, oder alternativ an einem der zahlreichen Schulteams teilnehmen.

Tipp zur Schulwahl: Viele Schulen haben auf ihrer Homepage eine Übersicht der Kurse veröffentlicht, was sehr interessant ist, da es eine riesengroße Auswahl verschiedenster, teils exotischer Fächer gibt.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Meine erste Gastfamilie bestand aus den Eltern und einem jüngeren Bruder. Außerdem waren ein Hund und eine Katze mit im Haus. Da die Gasteltern viel gearbeitet haben, war selten jemand zu Hause.

Insbesondere die Feiertage und Weihnachten waren anders als gewohnt, z.B. wurde die Adventszeit kaum beachtet.

Nach 8 Monaten musste ich leider die Familie wechseln.

Die zweite Familie war eigentlich keine Familie, sondern eine alleinerziehende Mutter mit einem erwachsenen Sohn und einigen Haustieren, u.a. Hunden und der kleinsten ausgewachsenen Katze, die mir je begegnet ist.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Die außerschulische Zeit war das wohl schönste am Aufenthalt dort, einfach weil es schier unendlich viele Möglichkeiten gab.

Zum einen waren da die vielfältigen Möglichkeiten, die die Schule bot, wie z.B. das Footballteam. Mit dem Team trainierte ich bei gutem Wetter fast täglich nach der Schule, außerdem fuhren wir zu vielen Spielen. An Sommerwochenenden konnte man zum nahe gelegenen See fahren, im Winter waren Schlittschuhlaufen, Skifahren, oder Hockey eine gute Möglichkeit, Zeit zu verbringen.

All das fand natürlich immer mit Freunden statt.

Oft war aber auch einfach die Fahrt "downtown" oder zur Mall eine interessante Abwechslung.

Mit der Familie oder der internationalen Austauschschülergruppe war ich allerdings auch oft zu Ausflügen oder längeren Touren unterwegs, z.B. nach Vancouver, Seattle oder in die Rocky Mountains.