Kommentar

Fragen?
Schüleraustausch in Kanada mit Kunst, Musik, Tanz, Theater
  • Downtown Edmonton, für selbständige Schüler
  • Schulschwerpunkte Musik und Tanzen
ab 18.590 €

Victoria School of the Arts

Tanz, Kunst, Theater oder Musik - wenn es das ist, was dich interessiert, bist du an der Victoria School of the Arts genau richtig! Die Schule liegt in Edmonton, der Hauptstadt der Provinz Alberta, im Westen von Kanada. Die Schule ist ideal für Schüler/innen, die stark musisch-künstlerisch orientiert sind, sich gern frei entfalten möchten und lieber in einer Stadt sind als auf dem Land. 

Künstlerisch hat diese Schule folgende Schwerpunkte: School of Theatre, School of Dance, School of Music, School of Art and Design, School of Design and New Media. Ansprichsvoll ist die Schule aber nicht nur im Bereich Kunst: Diese Schule ist eine IB Schule, und wenn du möchtest, kannst du an dieser Schule das internationale Abitur machen.

Schulort
Edmonton, Alberta, Kanada
Schultyp
Staatliche Schule mit Wahl
Schulart
Tagesschule mit Gastfamilie
IB möglich
nein
Bilingual
nein
Fremdsprachen
Englisch
Fachbereiche
musisch-künstlerisch
Besonderheit
Als Schwerpunkt werden angeboten: School of Theatre, School of Dance, School of Music, School of Art and Design, School of Design and New Media

WICHTIG: Bitte beachte, dass die Schule internationalen Schülern grundsätzlich nur Kurse im Bereich Kunst, Theater, Tanz und Musik anbietet, in der Annahme, dass diese besonderen Bereiche die Auswahl der Schule bestimmt haben. Kernfächer wie Mathematik, Englisch oder Fremdsprachen sind nur sehr bedingt verfügbar.
Größe
ca. 2000 Schüler
Unterbringung
Gastfamilieunterbringung mit Einzelzimmergarantie und Vollpension
Altersstufen
3 - 18 Jahre
Schuluniform
nein
Website
www.victoria-school.ca

Edmonton ist die Hauptstadt der Provinz Alberta im Westen Kanadas mit 825.000 Einwohnern. Die Bewohner von Edmonton gelten als gastfreundlich und die Stadt bietet eine ausgezeichnete Lebensqualität. Zahlreiche Cafes laden zum Verweilen ein, Museen, Freizeitparks und die West Edmonton Mall - das größte Einkaufszentrum der Welt - sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Verschiedene Skigebiete und Nationalparks in den Rocky Mountains wie der Jasper National Park und Banff sind gut zu erreichen. Skifahren und Snowboarden kann man im etwa eine halbe Stunde entfernten Devon oder im Skigebiet Marmot Basin, ca. 5 Stunden Fahrzeit in den Rocky Mountains. Doch selbst in Edmonton gibt es einen kleineren Berg, der besonders bei Snowboarder beliebt ist.

Die Schule liegt nördlich der Innenstadt von Edmonton. Die Gastfamilien wohnen meist in den ruhigen Vororten,  so dass der Schulweg etwas länger sein kann, es gibt aber immer eine gute Busanbindung. Wie in ganz Alberta herrscht auch in Edmonton kontinentales Klima, mit warmen Sommern und langen, kalten Wintern.

Die Victoria School of Performing and Visual Arts ist in Kanada bekannt für ihre kreative und inspirierende Lernatmosphäre. Die Schüler werden ermutigt, ihre künstlerischen Talente zu entdecken und auszubilden. Ausstellungen, Konzerte und Aufführungen auch außerhalb der Schule gehören zum Programm. Regelmäßig werden aktive Künstler eingeladen, um Seminare abzuhalten. Mädchen und Jungen mit unterschiedlichen Talenten kommen zusammen und entwickeln gemeinsam ihre Fähigkeiten. Gleichzeitig werden die regulären Fächer auf hohem akademischen Niveau unterrichtet. Selbstverwirklichung, Hingabe und kritisches Denken werden gefördert. Das Credo der Schule lautet: "Our unique combination of academics and arts, structure and self-expression, allows students to pursue their interest in the arts while challenging themselves to excel academically."

Lara berichtet hier von ihren Erfahrungen: sweet-canada.tumblr.com

  • mathematisch/naturwissenschaftlich/IT
    verschiedene Mathematikkurse, Biologie, Chemie, Physik, kombinierte Naturwissenschaften
  • geisteswissenschaftlich
    Verschiedene Englischkurse, Deutsch als Fremdsprache, Weltliteratur, Psychologie, Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaften, Weltreligion, Weltgeschichte, Politik, Wissenstheorie
  • Sport
    Das Sportangebot richtet sich nach der jeweiligen Jahreszeit. Über das Jahr verteilt werden insgesamt folgende Disziplinen angeboten: Badminton, Basketball, Cheerleading, Cross-Country, Feldhockey, Football, Golf, Rugby, Track and Field, Volleyball, Tennis, Fitness.
  • musisch-künstlerisch
    Die Schwerpunkte der Schule sind Musik, Theater, Tanz, Kunst und Design sowie Kunst und Neue Medien. Zahlreiche Kurse werden in diesen Bereichen angeboten, z.B. Jazztanz, Stepptanz, Chor, Theater u.v.m. Es gibt verschiedene Tanzensembles, Theatergruppen, Bands, Chöre und Musikensembles sowie Instrumentenunterricht. Unterrichtet werden außerdem unterschiedliche Kunsttechniken, Töpfern, Malen, Zeichnen, Video, Webdesign, Grafikdesign, Fotografie, Tontechnik, Animation, Drehbuchschreiben usw.
  • Wirtschaft
    Karriere- und Lebensmanagement

Weitere Fächerangebote

Lernstrategien, handwerkliche Kurse

Außerschulische Aktivitäten

Debating und Rhetorik als AGs, Radio Vic, Jahrbuch, Amnesty International, Social Justice, Travel Club, Schach, kreatives Schreiben, Reisen, Buchclub, Filmclub, Kammermusikensembles, Jazz Band, Chor, Tanzensemble, Fitnessclub, Improvisationstheater, Schülerrat.

Ausstattung

Theater mit Orchestergraben, Tanzstudio, Fernsehproduktionsstudio, Studios für Malerei, Skulptur, Animation, Musik, Drama, Design u.a., Fotolabor, Internetanschluss, Fernsehen und Radio in jedem Klassenzimmer, Bibliothek, Computerräume, 2 Turnhallen, Fitness Centre, Tennisplätze, Sportfelder, Wrestling- und Turnraum.

Bemerkungen

Das Schuljahr ist in 2 Semester unterteilt, wobei jeder Schüler pro Semester vier Fächer belegt. Das aktuelle Kursangebot findest du auf der Webseite der Schule, bitte beachte, dass nicht alle oben genannten Kurse in jedem Halbjahr angeboten werden. Austauschschüler können in erster Linie Kurse aus dem künstlerlisch-musischen Bereich wählen, die Teilnahme an naturwissenschaftlichen Fächern ist auf Anfrage möglich. Die Schule erlaubt internationalen Schüler nicht, selber ein Auto zu fahren. Das Sportangebot ist saisonabhängig.

Zielflughafen: Edmonton

Preis Schuljahr
18.590 Euro

ohne Flug: 17.090 Euro

Preis Semester
nicht angeboten
Preis Trimester
nicht angeboten
Zusatzkosten
  • ggf. Extrakosten für einige Kurse (z. B. Fotografie)
  • ggf. Kosten für das Music Enrichment Program: ca. 200 Euro
  • Eine Kaution in Höhe von 500 CAD (400 Euro) wird von GLS in Rechnung gestellt und nach Ende des Aufenthalts in voller Höhe erstatttet, sofern es keine offenen Rechnungen gibt.
  • Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr: ca. 55 CAD pro Monat
GLS Leistungen
  • Bei Buchung mit Flug: Gruppenflug mit GLS Betreuer direkt zu Schulbeginn im SEP und im FEB auf der Strecke Frankfurt - Vancouver. Zubringerflüge innerhalb Deutschlands sind inkludiert (andere Zubringer auf Anfrage). Flüge nach Ottawa, Toronto, Montreal und St. John´s sowie Flüge zu anderen Terminen werden, wann immer möglich, als unbegleitete Gruppenflüge mit anderen Austauschschülern durchgeführt - mehr dazu). Aufgrund limitierter Flugkontingente kann sich der Flugpreis bei kurzfristiger Buchung erhöhen. Selbstverständlich bestätigen wir Ihnen vor Vertragsabschluss den endgültigen Preis.
  • Transfer Flughafen - Unterkunft
  • Schulbesuch in Kanada wie gebucht
  • Kanadische Pflichtkrankenversicherung
  • Gastfamilienunterbringung im Einzelzimmer mit Vollverpflegung bzw. Internat, Mehrbettzimmer und Vollverpflegung
  • Betreuung während des Schulaufenthalts in Kanada
  • Nachweis über den Schulaufenthalt in Kanada
  • Unterstützung bei der Visumsbeantragung durch externen Visa-Experten (Visumsgebühren nicht inkl., zzt. 150 CAD, ca. 100 €)
  • Infoveranstaltungen (Termine und Orte)
  • Orientierungstreffen vor Abreise (Orte)
  • Welcome-Back Treffen für zurückgekehrte Austauschschüler (mehr)
  • GLS Handbuch und spezifische Länderinformationen zur Vorbereitung
  • Passwort zum GLS Forum für Austauschschüler: unter dem Link "Mitglieder" kannst du nach anderen suchen, die nach Kanada gehen

Zusätzlich buchbar

Schulort
Edmonton, Alberta, Kanada
Schultyp
Staatliche Schule mit Wahl
Schulart
Tagesschule mit Gastfamilie
IB möglich
nein
Bilingual
nein
Fremdsprachen
Englisch
Fachbereiche
musisch-künstlerisch
Besonderheit
Als Schwerpunkt werden angeboten: School of Theatre, School of Dance, School of Music, School of Art and Design, School of Design and New Media

WICHTIG: Bitte beachte, dass die Schule internationalen Schülern grundsätzlich nur Kurse im Bereich Kunst, Theater, Tanz und Musik anbietet, in der Annahme, dass diese besonderen Bereiche die Auswahl der Schule bestimmt haben. Kernfächer wie Mathematik, Englisch oder Fremdsprachen sind nur sehr bedingt verfügbar.
Größe
ca. 2000 Schüler
Unterbringung
Gastfamilieunterbringung mit Einzelzimmergarantie und Vollpension
Altersstufen
3 - 18 Jahre
Schuluniform
nein
Website
www.victoria-school.ca

Edmonton ist die Hauptstadt der Provinz Alberta im Westen Kanadas mit 825.000 Einwohnern. Die Bewohner von Edmonton gelten als gastfreundlich und die Stadt bietet eine ausgezeichnete Lebensqualität. Zahlreiche Cafes laden zum Verweilen ein, Museen, Freizeitparks und die West Edmonton Mall - das größte Einkaufszentrum der Welt - sorgen dafür, dass es nicht langweilig wird. Verschiedene Skigebiete und Nationalparks in den Rocky Mountains wie der Jasper National Park und Banff sind gut zu erreichen. Skifahren und Snowboarden kann man im etwa eine halbe Stunde entfernten Devon oder im Skigebiet Marmot Basin, ca. 5 Stunden Fahrzeit in den Rocky Mountains. Doch selbst in Edmonton gibt es einen kleineren Berg, der besonders bei Snowboarder beliebt ist.

Die Schule liegt nördlich der Innenstadt von Edmonton. Die Gastfamilien wohnen meist in den ruhigen Vororten,  so dass der Schulweg etwas länger sein kann, es gibt aber immer eine gute Busanbindung. Wie in ganz Alberta herrscht auch in Edmonton kontinentales Klima, mit warmen Sommern und langen, kalten Wintern.

Die Victoria School of Performing and Visual Arts ist in Kanada bekannt für ihre kreative und inspirierende Lernatmosphäre. Die Schüler werden ermutigt, ihre künstlerischen Talente zu entdecken und auszubilden. Ausstellungen, Konzerte und Aufführungen auch außerhalb der Schule gehören zum Programm. Regelmäßig werden aktive Künstler eingeladen, um Seminare abzuhalten. Mädchen und Jungen mit unterschiedlichen Talenten kommen zusammen und entwickeln gemeinsam ihre Fähigkeiten. Gleichzeitig werden die regulären Fächer auf hohem akademischen Niveau unterrichtet. Selbstverwirklichung, Hingabe und kritisches Denken werden gefördert. Das Credo der Schule lautet: "Our unique combination of academics and arts, structure and self-expression, allows students to pursue their interest in the arts while challenging themselves to excel academically."

Lara berichtet hier von ihren Erfahrungen: sweet-canada.tumblr.com

  • mathematisch/naturwissenschaftlich/IT
    verschiedene Mathematikkurse, Biologie, Chemie, Physik, kombinierte Naturwissenschaften
  • geisteswissenschaftlich
    Verschiedene Englischkurse, Deutsch als Fremdsprache, Weltliteratur, Psychologie, Rechtswissenschaft, Sozialwissenschaften, Weltreligion, Weltgeschichte, Politik, Wissenstheorie
  • Sport
    Das Sportangebot richtet sich nach der jeweiligen Jahreszeit. Über das Jahr verteilt werden insgesamt folgende Disziplinen angeboten: Badminton, Basketball, Cheerleading, Cross-Country, Feldhockey, Football, Golf, Rugby, Track and Field, Volleyball, Tennis, Fitness.
  • musisch-künstlerisch
    Die Schwerpunkte der Schule sind Musik, Theater, Tanz, Kunst und Design sowie Kunst und Neue Medien. Zahlreiche Kurse werden in diesen Bereichen angeboten, z.B. Jazztanz, Stepptanz, Chor, Theater u.v.m. Es gibt verschiedene Tanzensembles, Theatergruppen, Bands, Chöre und Musikensembles sowie Instrumentenunterricht. Unterrichtet werden außerdem unterschiedliche Kunsttechniken, Töpfern, Malen, Zeichnen, Video, Webdesign, Grafikdesign, Fotografie, Tontechnik, Animation, Drehbuchschreiben usw.
  • Wirtschaft
    Karriere- und Lebensmanagement

Weitere Fächerangebote

Lernstrategien, handwerkliche Kurse

Außerschulische Aktivitäten

Debating und Rhetorik als AGs, Radio Vic, Jahrbuch, Amnesty International, Social Justice, Travel Club, Schach, kreatives Schreiben, Reisen, Buchclub, Filmclub, Kammermusikensembles, Jazz Band, Chor, Tanzensemble, Fitnessclub, Improvisationstheater, Schülerrat.

Ausstattung

Theater mit Orchestergraben, Tanzstudio, Fernsehproduktionsstudio, Studios für Malerei, Skulptur, Animation, Musik, Drama, Design u.a., Fotolabor, Internetanschluss, Fernsehen und Radio in jedem Klassenzimmer, Bibliothek, Computerräume, 2 Turnhallen, Fitness Centre, Tennisplätze, Sportfelder, Wrestling- und Turnraum.

Bemerkungen

Das Schuljahr ist in 2 Semester unterteilt, wobei jeder Schüler pro Semester vier Fächer belegt. Das aktuelle Kursangebot findest du auf der Webseite der Schule, bitte beachte, dass nicht alle oben genannten Kurse in jedem Halbjahr angeboten werden. Austauschschüler können in erster Linie Kurse aus dem künstlerlisch-musischen Bereich wählen, die Teilnahme an naturwissenschaftlichen Fächern ist auf Anfrage möglich. Die Schule erlaubt internationalen Schüler nicht, selber ein Auto zu fahren. Das Sportangebot ist saisonabhängig.

Zielflughafen: Edmonton

Lara aus München (Neufahrn)

lara.zill@gmx.de

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Gastland und Heimatland?

1. Sprache:

In Kanada gibt es ja zwei Landessprachen, Englisch und Französisch. Wo ich war, wurde Englisch gesprochen, doch fast alles war außerdem auf Französisch übersetzt (Durchsagen, Produktaufschriften, etc.)

2. die Mentalität der Kanadier:

Ich fand es sehr angenehm, wie freundlich und offen die Kanadier alle sind, das ist viel schöner als in Deutschland. :)

3. der Nationalstolz:

In Kanada wirkt es so, als würden die Kanadier ihr Land viel mehr lieben als wir Deutschen es tun. Überall sieht man Kanada-Flaggen oder Teile davon (z.B. auf den McDonalds-Zeichen ist ein rotes Ahornblatt zu sehen) und der Canada Day am 1. Juli wird richtig schön gefeiert, nicht nur so formell wie hier vielleicht unser Tag der Deutschen Einheit.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

WINTER!

Ohne zu übertreiben, mehr als die Hälfte meines Aufenthalts hatten wir Winter. Ich fand es toll, da ich den Schnee liebe, aber man sollte sich wirklich auf eine laaaange Kältezeit gefasst machen. Ich glaube, den ersten Schnee hatten wir im Oktober und den letzten im Mai.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Meine Schule und die allgemeine Freundlichkeit der Menschen. :) Außerdem, das permanente Englischsprechen und meine Gastfamilie.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Man kommt in die Schule, um 08:45 beginnt die erste Stunde, geht bis 10:08, dann 3 Minuten Zeit für einen kurzen Zwischenstopp beim Spind (wenn man möchte), und weiter zum nächsten Kurs, von 10:11 - 11:34. Bis 12:17 Mittagspause, dann 2 weitere Kurse bis dann um 15:06 die Schule aus ist. Es ist einfach, mit den Schülern in Kontakt zu kommen, vor allem aber, wenn sie wissen, dass man aus Deutschland ist, das finden die super interessant! Ansonsten ist eigentlich aber auch alles sehr offen, da es ja ein Kurssystem ist, und man mit so vielen verschiedenen Leuten zu tun hat, und es findet sich eigentlich in jedem Kurs jemand, mit dem man sich gut versteht.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich habe in einer Gastfamilie gelebt und eigentlich war nicht viel anders, außer, dass ich dort eben eine kleine Schwester hatte anstatt einen großen Bruder. Ich musste auch selbstständiger sein, da meine Gastmutter keine Zeit hatte, mich überall hinzufahren, aber das war eigentlich völlig in Ordnung so. Ansonsten keine großen Unterschiede.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Da ich immer bis nachmittags Unterricht hatte und dann nochmal eine Weile brauchte, um nach Hause zu kommen, blieb unter der Woche nicht viel Zeit. Ich hab also viel Zeit mit meiner Gastschwester verbracht und an den Wochenenden meine Freunde gesehen. Wir sind in die Mall gegangen, Schlittschuhlaufen, Bowlen, ins Kino oder einach mal einen ganz gemütlichen Nachmittag bei einer Freundin zuhause verbracht - ganz verschieden!

 

Florian aus Eberswalde

florian.lemke@yahoo.de

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Ein großer Unterschied zwischen Kanada und Deutschland waren eindeutig die Menschen. Egal wo ich war, im Wald, in der Stadt oder Daheim bei meiner Gastfamilie. Alle waren mir gegenüber nett, offen, hilfsbereit, und interessiert. Das machte das Leben dort natürlich viel einfacher als in Deutschland.

Auch das Verhältnis zwischen Schülern und Lehrern war mehr ein freundschaftliches Verhältnis in dem man jedoch den Respekt merkte.

Und der für mich wirklich ausschlaggebendste Unterschied war natürlich, dass man in Kanada nach seiner Meinung gefragt wurde und man sagen sollte, wie man über ein bestimmtes Thema denkt, denn niemand ist in Deutschland an einer anderen Meinung interessiert.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Ich denke an meine super nette Gastfamilie und die neuen Freunde die ich dort kennengelernt habe und mit denen ich auch weiterhin Kontakt habe.

Auch das Wetter in Edmonton werde ich nicht vergessen, denn so einen langen kalten Winter habe ich noch nie erlebt und auch Schneestürme auf dem Weg zur Schule werde ich vermissen.

 

Was hat dir besonders gut gefallen?

Ganz besonders hat mir das Verhältnis zwischen mir und meinen Gasteltern gefallen, denn ich hätte nie gedacht, dass ich so viel spass haben könnte währenddessen ich eine andere Sprache lerne.

 

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Ein typischer Schultag in Kanada hat immer gegen 8.20 Uhr begonnen. Jedoch ist meistens die hälfte der Klasse zu spät zum Unterricht eingetroffen und niemanden hat es wirklich interessiert ob man zu spät war. Dann hatte ich in der ersten Unterrichtsstunde Englisch mit einer sehr netten Lehrerin, die jeder Zeit geholfen hätte, wenn man Probleme hatte oder wenn eine der Aufgaben nicht richtig erledigt wurde. In dieser Unterrichtsstunde war auch noch ein weiteres deutsches Mädchen mit mir aber die Lehrerin hatte uns nicht zusammen sitzen lassen und das ist auch der absolut richtige Weg gewesen um mit anderen Tischnachbarn in Kontakt zu kommen. Als Junge war es sehr einfach Kontakte mit Mädchen zu knüpfen. Jedoch mit anderen Jungen war das ein sehr grosses Problem denn diese haben sich entweder nicht getraut mit einem Befreundet zu sein oder sie wollten es einfach nicht und nachdem ich das erkannte lies ich es dann auch dabei. An meinem Tisch waren nun also noch 2 weitere Kanadierinnen mit denen ich mich wirklich gut verstand und auch viel spass hatte.

In der darauf folgenden Stunde hatte ich dann Kunst in der man eigentlich überwiegend frei arbeiten durfte.

Nach den ersten 2 Stunden war dann Lunch und ich habe mich meistens mit dem anderem deutschen Mädchen getroffen. Häufig waren auch ein paar Kanadier mit dabei und dann wurde natürlich nur Englisch gesprochen. Meine nächste Stunde war dann AGA (Applied Graphic Arts). Dort wurde dann immer an Computern gearbeitet und natürlich war es die Unterrichtsstunde in der ich den meisten Spass hatte. Dort traf ich Jessica, Carissa und Katie die sehr an mir interessiert waren und mit denen ich so viel gelacht habe und falls ich mal schlechte Laune hatte oder traurig war dann war es in dieser Stunde alles verflogen und der Rest des Tages war ein einziger Spass. Meine letzte Stunde die um 15.05 Uhr endete war Social mit einer sehr netten Lehrerin die den Unterricht sehr interessant machte aber da ich in Deutschland natürlich im Stoff schon viel weiter war war der Unterricht zur Auffrischung vorhanden und natürlich wurden meine Kenntnisse zum Thema Nationalismus,Internationalismus und Patriotismus sehr erweitert denn dies waren die Schwerpunkte in meinem Kurs.

 

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Eigentlich war nicht viel anders in meiner Gastfamilie als zu Hause und das hat mir das Einleben dort sicherlich sehr erleichtert.

 

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Meine Freizeit habe ich eigentlich meistens allein organisiert und verbracht. Manchmal war ich mit meinem Gastvater auf dem Land schiessen oder wir sind raus auf den See zum segeln gefahren. Ich denke, dass ich auch alle Museen in Edmonton gesehen habe und ich war auch an allen Attraktionen. Manchmal hatte ich mich mit Schulfreunden getroffen und wir waren zusammen fotografieren oder einkaufen in der Mall. Als ich Ferien hatte, habe ich selbst einen kleinen Trip nach Vancouver organisiert, bei dem ich dann in einem Youth Hostel geschlafen habe. Ich war bei diesem Trip ganz allein und das hat mich zum Schluss so unheimlich Stolz gemacht denn ich habe alles allein geschafft in einem fremden Land, in einer fremden Stadt, mit einer fremden Sprache und das ist einfach ein unglaubliches Gefühl.

 

 

Jella aus Stadland

00menja(at)googlemail.com

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Auf jeden Fall die Menschen! Die Kanadier sind ganz anders als die Deutschen. Sie haben Vor-und Nachteile. Sie sind viel offener und von Natur aus freundlicher als die Deutschen, gehen viel eher auf Menschen ein, hören ihnen zu und helfen ihnen. Dadurch war es an meiner Schule auch kein so großes Problem, Freunde zu finden. Klar, "aller Anfang ist schwer", aber da ich weiß und damals auch schon wusste, dass ich recht schüchtern bin, war ich überrascht, wie schnell man Kontakt gefunden hat.

Ein anderer großer Unterschied war natürlich das Wetter. Im Winter (für mich also Januar) Temperaturen von bis zu minus 25°C. Ganz schön kalt, wenn man normalerweise nur so minus 5°C gewöhnt ist. Aber ich konnte das erstaunlich gut aushalten - man gewöhnt sich eben schnell dran.

Ein weiterer Unterschied war das große und vielfältige Angebot der Stadt. Es gab so viele Konzerte und Theateraufführungen... man konnte gar nicht zu allen hingehen. Es gab für mich in Edmonton ganz andere Möglichkeiten, ich konnte einfach vor die Haustür gehen und mit dem Bus zum mittlerweile zweitgrößten Einkaufszentrum der Welt fahren! Da ich in Deutschland eher ländlich wohne, hab ich das sehr genossen.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Dass es bis jetzt die beste Erfahrung in meinem Leben ist. Ich hab so viel gelernt, hab mich entwickelt - bin einfach selbstständiger geworden. Ich hab neue Freundschaften geschlossen, die hoffentlich auch in die Zukunft reichen werden. Ich hab eine ganz andere Perspektive von der Welt bekommen und mich trotzdem im Herzen nicht verändert.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Meine supernette Gastfamilie! Ich hätte keine bessere erwischen können. Sie waren einfach perfekt! Sie besteht aus Vater Ray, Mutter Gisela, Schwester Riana (16 Jahre), Bruder Oliver (11 Jahre) und Hund Rufus. Auch wenn mein Verhältnis zu Riana nicht so war, wie ich es mir gwünscht hätte, konnte ich mich echt nicht beschweren. Leider fiel der Abschied von ihnen damit umso schwerer, aber ich werde mir größte Mühe geben, den Kontakt aurecht zu erhalten. Und, wer weiß, vielleicht besuchen sie mich ja mal in Deutschland?!?!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Meine Schule war richtig gut, viel besser als deutsche Schulen. Denn zuerst einmal kann jeder Schüler, die Fächer machen, die er gerne machen will. Also gibt es keine Pflichtfächer, wie in Deutschland. Außerdem hat man jeden Tag nur 4 Stunden à 82 Minuten. Meine Schule begann um 8:45 (sehr angenehme Zeit) und war zu Ende um 15:05. Man hat jeden Tag die gleichen Fächer, und das jede Woche und jeden Monat usw., jedoch gibt es auch die Möglichkeit Tag A und Tag B zu wählen. Tag A und B wechseln sich jeden Tag ab und nun kann man eben ein Fach nur an A Tagen nehmen und ein anderes nur an den B Tagen, sodass man theoretisch 8 unterschiedliche Fächer machen könnte, jedoch ist das nicht möglich, denn viele Fächer, wie Mathe, Social usw. hat man immer täglich. Ich hab keinen Gebrauch von A und B Tagen gemacht, denn ich war mit meinen Fächer sehr zufrieden.

In der ersten Stunden hatte ich immer Mathe bei einem Lehrer, der zwar in Kanada geboren wurde, aber eine lange Zeit in Deutschland gelebt hat. Somit haben wir anfangs viel deutsch gesprochen, was mir den Einstieg erleichtert hat. Der Matheunterricht war sehr vergleichbar mit dem deutschen Unterricht. Da mein Kurs auf einem leichten Level war, hatte ich keine Probleme mitzukommen und habe viel wiederholt, aber damit war ich sehr zufrieden.

Mein zweites Fach am Tag war Graphic Arts. Darunter versteh man einen PC-Kurs bei dem man am PC Animationen und Poster und so was erstellt. Zum Beispiel haben wir ein Filmposter für einen von uns ausgedachten Film gemacht oder auch einen Ball, der auf dem Boden prellt. Oder auch ein Stilleben mit Gläsern - alles am Computer. Ich glaube, das war mein Lieblingsfach. Zuerst als ich mich dafür entschieden hatte, wusste ich nicht recht, ob mir das gefallen wird, aber das war echt richtig gut. Leider gibt es ja so etwas in Deutschland nicht.

Mein drittes Fach war Drama, Theater. Das hat mir auch richtig Spaß gemacht. In den ersten Wochen haben wir Improvisation geübt. Dadurch, dass ich hier in Deutschland auch in einer kleinen Theatergruppe war, hatte ich schon viel Erfahrungen und hab mich schnell „eingespielt“. Aber es wurde nie langweilig, denn schon bald haben wir das Thema „Theatertheorie“. Nun durften wir in den Theatersaal der Schule und uns dort umschauen, und dann wurden natürlich auch ein bisschen englische Vokabeln gelernt. Als drittes und letztes Thema hatte wir „Personen“. Das war für mich schon eine Herausforderung. Wir mussten eine Person erstellen und alles aufschreiben, was uns zu ihr einfällt. Daraufhin mussten wir für die Person einen Monolog über ein Ereignis schreiben und den dann vorspielen. Das war nicht leicht, aber ich hab sehr viel Spaß gehabt. Vor allem weil mein Theaterkurs richtig gut war, jeder half jedem und niemand wurde irgendwie ausgegrenzt.

Meine letzte Stunde war Choral Music, also Musik. Aber dieses Fach kann man überhaupt nicht mit dem deutschen Musikunterricht vergleichen. Zuerst einmal muss man bedenken, dass alle Schüler die in meinem Kurs waren, wirklich Lust hatten zu singen und Musik zu machen und das machte sich schon bemerkbar. Wir waren einfach ein super Team. Wir hatten sogar einen Auftritt auf einer großen Bühne in Edmonton. Natürlich haben wir nicht nur gesungen, aber auch die Theorie war richtig interessant und es hat einfach Spaß gemacht. Das mir das so gut gefallen hat, lag vor allem an dem Musiklehrer, den wir hatten. Er war einfach der beste Musiklehrer den ich kenne. Total witzig und locker, dynamisch,... ach, es war einfach richtig gut!

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Ich lebte in Kanada in einer Gastfamilie. Aber ich kann eigentlich gar nicht so viel sagen, was nun ganz anders war, als zu Hause, also in Deutschland. Nun überlege ich mir "Ist es gut oder schlecht?" Denn eigentlich zeigt ja gerade das, dass ich mich wirklich wie zu Hause gefühlt hab. Natürlich gab es Kleinigkeiten die anders waren- aber eben auch nur Kleinigkeiten (morgens gab es immer Müsli, mittags Sandwich und abends warmes Essen). Aber im Großen und Ganzen war eigentlich alles "normal".

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Mit meiner Gastfamilie war ich Skifahren in Banff, Lake Luise. Das fand ich besonders spannend. Ich konnte zwar vorher schon Skifahren, aber das Skigebiet dort kann man natürlich nicht richtig, mit den deutschen „Skigebieten“ vergleichen. Und da wir bei Freunden übernachten haben, hab ich auch gleich Kontakt mit anderen Kanadiern gehabt. Das war super! Dann haben wir auch viel Tagesausflüge gemacht oder sind zu Festivals gegangen, wie z.B. eines der Ureinwohner. Ansonsten war ich noch 4 Tage in Vancouver, BC. Dort habe ich mich einfach umgeguckt um noch eine andere Stadt Kanadas kennen zu lernen. Ich wohnte in einer Herberge und habe dort viele nette Leute getroffen und natürlich auch viel unternommen. Für mich war es wichtig noch einen Ausflug in eine andere kanadische Stadt zu machen, damit ich mehr sehe, als "nur" Edmonton. Und da Vancover ja auch als eine schöne Stadt gilt, gings für mich auch da hin!

Die Freizeit in Kanada war für mich so ziemlich die gleiche, wie in Deutschland. Man geht ins Kino, geht shoppen usw.. Wenn ich mal nichts mit meinen Freunden unternommen habe, dann schaute ich mir unterschiedliche Theaterstücke oder Konzerte an, denn das kann man wirklich gut in Edmonton.

 

Laura Lorena aus Berlin

Im August letzten Jahres ging es also endlich los. Schon Monate davor war ich aufgeregt gewesen und als der lang ersehnte Tag dann gekommen war, konnte ich es fast gar nicht glauben. Nach einem langen Tag, den ich vor allem in Flugzeugen verbracht hatte, kam ich in Edmonton, Kanada an.

Meine Gastfamilie bestand aus Vater und Mutter, drei kleinen Gastgeschwistern und einem Aupairmädchen aus der Schweiz, die 19 war. Ich habe mich mit allen total gut verstanden und fühlte mich sofort wie zu Hause. Die typische Eingewöhnungsphase hatte ich sozusagen übersprungen, was wohl verschiedene Gründe hatte: Erstens hatte ich mich wie schon gesagt sehr gut mit meiner Gastfamilie verstanden, zweitens war meine Schule einfach toll und drittens waren die Leute (die Schüler zum Beispiel) sehr offen und es war einfach neue Kontakte zu schließen.

Meine Schule war etwas ganz Besonderes. So eine positive Atmosphäre findet man selten an Schulen und dazu haben die Schüler und die Lehrer einen ganz entscheidenden Teil beigetragen. Die Schüler waren sehr aufgeschlossen, hatten überhaupt keine Vorurteile und lästerten nie. Sie gingen von selbst auf einen zu (es ist trotzdem gut, auch selber auf Leute zuzugehen) und waren überhaupt nicht oberflächlich. Die Lehrer waren alle sehr nett und man hatte das Gefühl, dass sie sich wirklich um deinen persönlichen Erfolg bemühen. Insgesamt hatten die Schüler mit den Lehrern ein viel persönlicheres Verhältnis und .es war auch nicht unnormal, wenn sich Lehrer und Schüler einmal umarmten.Ich fühlte einfach immer so wohl an der Schule, dass ich mir gar nicht mehr vorstellen konnte, an meine Schule in Deutschland zurückkehren zu müssen.

Ein typischer Schultag sah bei mir zum Beispiel so aus:

Um 7 Uhr stehe ich auf. Nach dem Badezimmer gehe ich in die Küche, um zu frühstücken und mein Lunch für die Schule zu machen. Um 8:10 Uhr gehe ich aus dem Haus, um den Bus zur Schule zu kriegen. Um 8:30 komme ich in der Schule an und nachdem ich zum Schließfach gegangen bin, um meine Schulsachen zu holen und meine Freunde zu treffen, gehe ich zur ersten Stunde. Mathe. Die erste Stunde geht von 8:45 Uhr bis 10:05 Uhr. Klassenwechsel zu Theater. Nach der zweiten Stunde hat man erst einmal Mittagspause von 11:35 Uhr bis 12:20 Uhr. Danach habe ich Französisch am Tag A und Englisch am Tag B (die Tage sind abwechselnd Tag A und Tag B). Letzte Stunde ist Tanzen und geht bis 15:10 Uhr. Oft sitze ich danach noch für eine Weile mit meinen Freunden, die auch Tanzen haben, im Tanzstudio und wir reden, tanzen oder albern einfach nur rum. Je nachdem, wie lange ich dort bleibe, komme ich zwischen kurz vor 4 und halb 5 nach Hause. Dort esse ich erst einmal etwas Kleines. Weil ich kleine Gastgeschwister habe, essen wir schon zwischen 5 und 6 Uhr zu Abend.

Es gibt einige Unterschiede zwischen deutschen Schulen und kanadischen Schulen. In Kanada hat man zum Beispiel jeden Tag nur vier Stunden, die dafür aber jeweils 80 Minuten lang sind. Außerdem gibt es eine viel größere Auswahl an Fächern, wie zum Beispiel Tanzen, Chor, Band, Komposition, Theater, Film, Design und vieles mehr. Dazu muss man sagen, dass die Victoria School Of Performing And Visual Arts, kurz Vic, eine kunstbetonte Schule ist (wie man schon am Namen merkt). Das tolle am kanadischen Schulsystem ist, dass jeder Schüler die Kurse nach dem Schwierigkeitsgrad wählen kann, wie gut er ist. So gibt es zum Beispiel verschiedene Mathekurse, die alle unterschiedlich schwer sind. Dadurch gehen alle Schüler zur gleichen Schule und es gibt keine Trennung durch Gymnasien, Realschulen und Hauptschulen wie bei uns (nicht alle gehen zu Gesamtschulen). Allerdings kann man nur nach dem Absolvieren bestimmter Kurse auf die Universität gehen.

Kanada ist doch amerikanischer als ich zunächst gedacht habe. Um Weihnachten herum gab es diverse Häuser, die aufwendig geschmückt waren, und in einer Straße, der Candy-Cane-Lane, waren die Häuser so sehr geschmückt, dass es schon eine Attraktion war und ich mit meiner Gastfamilie es anschauen gegangen bin. Die Fastfood-„Kultur“ gab es natürlich auch, obwohl es insgesamt nicht so viele dicke Leute wie in Amerika gab.

Die Leute im öffentlichen Bereich hab ich als viel netter empfunden als in Deutschland. Die Busfahrer zum Beispiel waren immer sehr entgegenkommend und halfen einem gerne aus. Das war auch manchmal notwendig, weil es in den Bussen keine Anzeigen gab, wie die nächste Station heißt. Dadurch musste ich mir manchmal von den Busfahrern erklären lassen, wo ich aussteigen muss und wo mein nächster Bus losfährt.

An den Wochenenden habe ich oft zu Hause mit meinen kleinen Gastgeschwistern gespielt, habe mich mit meinen Freunden getroffen oder bin mit dem Aupairmädchen irgendwo hingegangen, wie zum Beispiel in die Mall. Alle Geschäfte befanden sich sowieso nur in Malls und dadurch musste man sich nur entscheiden, in welche Mall man gehen wollte und fand dort fast alle Geschäfte, die man brauchte. Mir wäre es allerdings (außer bei -30°C) oft lieber gewesen, zwischendurch an die frische Luft gehen zu können, was dort nicht möglich war. Das lustige war, dass das Aupairmädchen aus der Schweiz kam, wir aber nie deutsch geredet haben. Zum einen war das die erste Regel, die meine Gastmutter aufgestellt hatte und zum anderen wollten wir das auch überhaupt nicht, denn wir waren ja nach Kanada gekommen, um Englisch zu lernen.

Einmal die Woche hatte ich Cellounterricht bei einer Cellolehrerin, die ich schon in Deutschland kontaktiert hatte. Außerdem hätte ich noch in einem Orchester spielen können – ich habe mich aber dagegen entschieden, weil ich lieber mehr Zeit mit meiner Gastfamilie verbringen wollte.

Im Januar ist meine Gastfamilie mit dem Aupairmädchen und mir für drei Tage nach Jasper gefahren. Jasper liegt im Nationalpark, wodurch man oft wilde Tiere wie Elche und Bergziegen sah. Dort sind wir oft Schlittschuh fahren gegangen und haben einmal sogar bei dem „Maligne Canyon Ice Walk“ mitgemacht. Dabei sind wir auf dem gefrorenen Fluss gelaufen.

Wir hatten von Oktober bis Ende Januar, als ich zurück nach Hause gefahren bin, durchgängig Schnee. Einmal gingen die Temperaturen bis -30°C herunter, was aber auch nicht so schlimm war, weil die Luftfeuchtigkeit viel geringer ist als in Deutschland und man es dadurch nicht so merkt. Ich musste deswegen allerdings eine Luftbefeuchtungsanlage für mein Cello von meiner Cellolehrerin borgen; sonst wäre das Holz wohl gerissen.

Das Austauschjahr war so gelungen und ich bin einfach nur froh, es gemacht zu haben. Ich würde jedem raten, für eine Zeit ins Ausland zu gehen, weil man sich persönlich deutlich weiterentwickelt. Als ich zurückgekommen bin, haben viele Leute (enge Freunde und auch nur Bekannte) bemerkt, wie sehr ich mich doch (positiv) verändert hätte. Ich verstehe mich immer noch sehr gut mit allen meinen alten Freunden und mit manchen sogar besser.

Dein Horizont vergrößert sich, du wirst selbstbewusster, weißt, was du willst und scheust dich nicht, deine eigene Meinung zu sagen und du wirst offener für Neues. Es hilft dir einfach, zu dir selbst zu finden. Und das alles sind ja nur die positiven Nebeneffekte des Spracherwerbs!

Eure Laura

Albrecht aus Lunow

Mein Highschool-Jahr in Edmonton, AB, Kanada

Nachdem mein Flugzeug in Edmonton gelandet war und meine Gastmutter und meine beiden Gastbrüder mich erstmal in Empfang genommen hatten, war das Erste was anstand der Willkommens-Doughnut (natürlich mit Ahorn-Dipping!). Denn Kanada ist Tim-Horton’s-Land, und einen Tim Horton’s gibt’s direkt im Flughafengebäude des Edmonton-International-Airport.

Tim Horton’s ist etwas das ich während meines Kanadajahres wirklich zu schätzen gelernt habe. Denn nach einem langen Schultag, bei bis zu 38 Grad unter null, ist ein Schoko-Doughnut und Kaffee (zusammen nur ungefähr 1,50 CAD) echt wohltuend.

Also am Anfang fand ich es ja unheimlich interessant und lustig einfach nur durch die Stadt zu wandern und auf all die kleinen Unterschiede zwischen Europa und Amerika zu achten. Für eine Weile hatte ich zum Beispiel immer das Gefühl in einen Hollywood-Blockbuster geraten zu sein, denn die Autos die dort gefahren werden kannte ich bisher nur aus Filmen. Natürlich ist auch das ganze Straßensystem zuerst komisch, hilft einem aber sehr sich in der fremden Stadt schnell zu orientieren. Man darf dabei nur nie vergessen: Streets gehen in Nord-Süd-Richtung, Avennues gehen in Ost-West-Richtung!

Ansonsten muss man nur noch auf die Nummer der jeweiligen Straßenecke achten und schon weiß man wo man sich befindet, beziehungsweise wie weit man von der Party, dem Konzert oder dem Haus des Freundes den man besuchen will weg ist. Ein weiterer Unterschied der einem gleich auffällt ist die ethnische Vielfalt. Im Gegensatz zu den USA folgt man in Kanada jedoch nicht dem Prinzip des „Melting Pot“ sondern eher dem Prinzip der „Diversity“, also der Vielfalt. Das heißt man ist eher bemüht die kulturellen Eigenheiten einer jeden Zuwanderungsgruppe zu erhalten und pflegen. So trägt der Polizist dann schon mal einen Turban, die Kassiererin ein Kopftuch oder der Busfahrer Dreadlocks.

Wenn mich Leute auf mein Auslandsjahr ansprechen ist das Erste das mir einfällt meistens wie wohl und willkommen ich mich dort drüben immer gefühlt habe. Nie kam es mir vor als würde man mich schief ansehen weil ich Ausländer war. Im Gegenteil, die meisten Mitschüler und Lehren waren sogar sehr interessiert an meiner Heimat und meiner Geschichte. (Besonders meine Mitschülerinnen waren sehr an meinem deutschen Akzent interessiert. Mein bester Rat an alle zukünftigen Austauschschüler: versucht also gar nicht erst akzentfrei zu sprechen! ;-) Nicht nur in der Schule, sonder auch allgemein fand ich die Atmosphäre immer sehr angenehm und relaxed - ich meine: entspannt.

Am besten gefallen hat mir wohl meine Schule. Ein Grund warum ich mich für mein Auslandsjahr entschied war nämlich dass ich meine alte Schule in Deutschland nicht mehr sehen konnte. Und nach dem ersten Schultag in der Victoria School Of Performing And Visual Arts war mir sofort klar dass ich die Richtige Entscheidung getroffen hatte. Denn, ob man’s glaubt oder nicht, es hat mir wieder richtig Spaß (!!!) gemacht zur Schule zu gehen.

Es würde eine Weile dauern auf die vielen Unterschiede im Schulsystem einzugehen. Um es kurz zu fassen könnte man einfach sagen dass das gesamte Klima einfach viel lockerer ist. So ist es zum Beispiel erlaubt im Unterricht zu essen und zu trinken. Das klingt jetzt natürlich nicht so besonders, aber diese vielen kleinen Dinge sind es die die ganze Atmosphäre netter und motivierender machen. So jedenfalls hat sich das auf mich ausgewirkt. Diskussionen in der Klasse werden von allen mitverfolgt, und jeder hat eine individuelle Meinung. Die Lehrer haben großes Interesse daran dass alle Schüler mitkommen und gefordert, so wie gefördert werden. Mir wurde auch oft spezielle Hilfe angeboten nachdem der Lehrer erfuhr dass ich ein International Student war.

Ein typischer Schulalltag verlief für mich in etwa so:

Aufwachen, Badezimmer, Frühstück, meistens Cornflakes oder so was. Mein Gastvater, mein kleiner Gastbruder und mein chinesischer Austausch-Gast-Bruder und ich stehen meistens zur selben Zeit auf. Dann setzt mein Gastvater mich und meinen kleinen Gastbruder, auf dem Weg zur Arbeit an der Schule ab. Mein erster Kurs wäre dann zum Beispiel English. Dort diskutieren wir grade Kapitel 11 aus „The Adventures Of Huckleberry Finn“, denn das zu lesen war Hausaufgabe. Der Grossteil der Klasse hat eine Meinung, denn das Buch ist gut zu lesen und unsere Lehrerin stellt auf ihre nette art einige provokative Fragen.

Dann erklärt uns Ms. Jackobsen die ersten Schritte zu einem gelungenen Essay. Denn am Ende des Kurses werden wir ein „critical essay“ über das Buch schreiben. Nach 80 Minuten klingelt es und ich mache mich auf zu meiner nächsten Klasse: Social Studies. Da beschäftigen wir uns gerade mit der Geschichte des Kommunismus. Ich kann punkten denn zuhause haben wir Marx schon in der 10. Klasse in Geschichte behandelt. Entgegen meiner Erwartungen ist Mr. Gambier, mein Social-Lehrer, sehr aufgeschlossen und diskussionsbereit den verschiedenen Ideen von Schülern gegenüber. Denn, wie schon gesagt: Kanada ist nicht USA, und in Kanada geht man mit Themen wie Kommunismus lockerer um als womöglich beim großen Bruder im Süden. Nach Social ist erstmal Mittagspause. Die ist 50 Minuten lang. Genug Zeit um rüber nach Chinatown zu wandern und mir bei der chinesischen Bäckerei für 2 Dollar ein paar von diesen süßen, runden Sesamkugeln zu kaufen. Den Rest der Mittagspause verbringe ich auf der Wiese vor dem Schulgebäude mit ein paar

Kumpels die eine Gitarre dabei haben.

Zur dritten Stunde muss ich in den Art-Complex der Schule, denn ich habe Drawing. Mr. MacAuley ist mit seinen knapp 30 der jüngste Lehrer den ich je hatte. Sein Unterricht macht allen Spaß, denn er ist ein lustiger Typ. Er erklärt uns gerade eine Technik zum Zeichnen von Stillleben. Er lässt uns ein paar Minuten vor dem Klingelzeichen raus – nachdem wir 10 Tiere mit dem Anfangsbuchstaben D aufzählen konnten. Wie gesagt, er ist ein lustiger Kerl…

Die letzte Stunde habe ich Radio, wo ich gerade dabei bin meinen Beitrag zu unserer gemeinsamen Radiosendung auf dem Alberta-weiten Sender CKUA aufzuzeichnen. Die Sendung ist in einer Woche, und da es sich ja diesmal um echtes Radio handelt gibt sich die ganze Klasse viel Mühe - damit’s nicht peinlich wird. Um zehn nach drei klingelt es und ich gehe noch mal zu meinem Spind um mein Social-Buch einzupacken. Auf dem Weg dorthin kriege ich von dem einen Psychobilly-Typen einen Flyer in die Hand gedrückt. Am Wochenende spielt nämlich dessen Band.

Weil ich noch in dem einen Plattenladen nach einer CD suchen will nehme ich den Bus Richtung Downtown anstatt direkt nach Hause. Nachdem ich die CD gefunden und gekauft habe stelle ich fest dass die Sonne heute scheint und entscheide mich noch in den Park zu gehen und mich in die Sonne zu legen. Denn in ein paar Wochen wird’s Winter sein und das heißt keine Sonne mehr für Monate. Edmonton ist ne sehr grüne Stadt und es gibt überall kleine Parks und Blumenstauden.

Der Ort wo ich nach der Schule oft hingehe ist besonders nett weil man runter ins Flusstal sehen kann, da wo sich der trübe North-Saskatchewan-River durch die Villengegenden und Golfkurse schlängelt. Nach einer Stunde komme ich dann nach Hause. Meine Gastmutter ist gerade dabei Lebensmittel aus dem Van ins Haus zu tragen. Ich helfe ihr schnell und wir haben gleich danach auch Dinner. Abendessen ist immer warm und so ungefähr gegen fünf, halb sechs. Nach dem Essen fährt mein Gastvater meinen Gastbruder zum Teakwondo-Training. Ich sitze am Computer und schreibe eine Email an einen Freund in Deutschland. Dann lese ich noch ein Kapitel des Buches das wir für Englisch zu lesen haben. Dann Licht aus und schlafen, denn morgen ist wieder nen langer Tag.

Mit meiner Gastfamilie war ich sehr zufrieden. Meine Gastmutter, Anwältin, war der Boss im Haus und wenn ich zu einem Konzert gehen oder bei Jemand anders übernachten wollte war sie diejenige mit der ich alles ausmachen musste. Mein Gastvater arbeitete oft am Haus oder in der Garage. Er war ein Sammler und wenn er am Wochenende zu so genannten Garage-Sales fuhr dann fand er immer irgendwelchen Krams den er für ein paar Doller kaufte. Zu Garage-Sales kam ich oft mit, denn in diesen kleinen, privaten Floh-Märkten findet man oft CDs oder so etwas für nur wenig Geld. Mein kleiner Gastbruder, 10 Jahre alt, hatte immer volles Programm: Taekwondo, Schwimmen, Klavier, Hausaufgaben.

Mein älterer Gastbruder wohnte schon nicht mehr zuhause sondern auf dem Universitätsgelände, ich hatte also nur mit ihm zu tun wenn er am Wochenende mal nach Hause kam. Dann hatte ich auch noch einen Gastbruder aus Shanghai der genau wie ich ein Austauschjahr in Kanada machte. Der war allerdings so zurückhaltend dass ich nie eine Unterhaltung mit ihm zustande gebracht habe. Sonntagmorgen ging meine Gastfamilie auch immer zur Kirche. Sie waren Anhänger der recht fortschrittlich-liberalen United Church, das ungefähre Äquivalent der Evangelischen Kirche in Deutschland. Natürlich musste ich nicht mitkommen, aber aus Freundlichkeit bin ich zu Ostern, Thanksgiving und Weihnachten dann auch gegangen.

An Sonntagen gab es auch immer eine Art Familien Dinner, denn an Wochentagen waren alle immer so beschäftigt dass es selten zu gemeinsamen Mahlzeiten kam. Am Sonntag dann aber eben, gab es ein edles Sonntagsmahl, mit Tischgebet, und Nachtisch. Dann ließen mich meine Gasteltern auch schon mal ein Bier am Tisch trinken, was ja in Kanada eigentlich erst ab achtzehn erlaubt ist. Nach dem Essen blieb die ganze Sippe dann meistens noch zu Kaffee und Nachtisch beisammen sitzen und erzählte. Da ich mich sehr in meine Gastfamilie integriert fühlte blieb ich auch immer gerne dabei um am Familienleben teilzuhaben.

Christian aus Wuppertal

Mein Highschool-Jahr in Edmonton, AB, Kanada

Die Victoria Composite High School (VIC) ist wohl die älteste Schule in Edmonton, aber das alte verwinkelte, und selbst für kanadische High School Verhältnisse große Gebäude macht die Schule einmalig. Lange Gänge mit Wandmalereien welche Landschaften und Filmszenen zeigen, oder mit Vitrinen, in denen z.B. das T-Shirt des Deutschen Basketballteams ausgestellt ist, das zum letzten Basketballturnier in der Schule kam, und natürlich die Spinde, die wohl in jeder nordamerikanischen Schule zu finden sind. Kunst ist hier an der Schule wirklich sehr wichtig. Jeder hat hier irgendwelche künstlerischen Talente, und wenn man einen Film für den Videounterricht, oder Fotos für die Fotografieklasse macht, kann man beinahe jeden (unbekannten) Schüler dazu bekommen, eine Rolle zu spielen oder für ein Foto zu modeln.

Das Kunstprogramm der Schule ist aber auch großartig, hier kann man alles von Töpfern zu Stepptanzen, oder Webdesign zu Filmproduktion lernen. Auch Theater, Chor und Orchester stehen zur Auswahl, und auf der schuleigenen, professionellen Bühne werden die Theaterproduktionen aufgeführt.

Die etwa 2000 Senior High School Schüler sind im größten Flügel der Schule untergebracht, wo hauptsächlich die regulären Fächer wie Mathe und Englisch unterrichtet werden. Vorbei an den Tanzräumen von denen man normalerweise Musik oder das Klackgeräusch der Steppschuhe auf dem Parkettfußboden hört kommt man in den einen langen Gang, in dem in Räumen von allen Formen und Größen die Kunst- und Computerklassen untergebracht sind. Hier gibt es eine alte Autowerkstatt, die nun zum Fernsehstudio umfunktioniert wurde, oder den Orchesterraum, aus welchem Musik von Klassik zu Jazz und Filmmusik zu hören ist. Ein weiterer Kunstraum und die Töpferwerkstatt der Schule sind in einem kleinen Gebäude neben dem Hauptgebäude untergebracht.

Wenn man den langen Gängen um einige Windungen folgt, gelangt man in den Teil des Gebäudes, in dem der Kindergarten und die Elementary und Junior High Räume untergebracht sind. Hier sind aber auch ein kleiner Ausstellungsraum, in dem Schülerwerke ausgestellt werden und das Theater zu finden, das am anderen Ende der Schule liegt. Hier ist auch eine der zwei Turnhallen und ein Gang, der zum Bürotrakt der Städtischen Schulverwaltung führt, welche an VIC angeschlossen ist. Außerhalb des Schulgebäudes ist der Sportplatz gelegen, welcher unter anderem auch einen Flussballplatz mit Toren für Fußball und Football und eine Laufbahn hat.

Das kanadische Schulsystem unterscheidet sich stark von dem deutschen. Jeder Lehrer hat seinen eigenen Raum, und die Schüler, nicht die Lehrer, wandern zu den verschiedenen Räumen. Der Unterricht kann, je nach Lehrer, sehr viel frontaler als in Deutschland ablaufen, und das Lerntempo ist, wahrscheinlich auch durch die längeren Schulstunden, deutlich schneller. Das kann aber auch daran liegen, dass die Schüler in verschiedene Leistungsgrade eingeteilt werden, und somit je nach Note in eine andere Klasse kommen. Die Noten werden hier in Prozent gegeben und auf dem Zeugnis, das viermal im Jahr verteilt wird, bekommt man die Note für jedes einzelne Fach und einen Text des Lehrers, der die Leistungen des Schülers näher beschreibt.

Am Anfang des Schuljahres können die Schüler zwischen einer Unmenge an möglichen Kursen wählen, so dass jeder Schüler ein eigens auf ihn abgestimmten Stundenplan erhält. Deshalb hat man auch immer andere Mitschüler in den unterschiedlichen Klassen und bekommt fast automatisch einen großen Freundeskreis.

In der Schule hat jeder Schüler seinen eigenen Spind, in dem man sein Mittagessen und die Schulsachen aufbewahrt. Das ist sehr praktisch, und viele Mädchen bewahren dort auch ihre Spiegel- und Kosmetiksammlung neben unterschiedlichen paar Schuhen und Jacken auf, und verzieren die Tür mit unzähligen Bildern usw. Der Spind kann eine ganze Menge über die Personalität eines jeden Schülers erzählen.

Die Schule liegt nahe dem Zentrum von Edmonton welches am North Saskatchewan River gelegen ist. Der Fluss hat sich tief in die Ebene eingegraben, so dass man von der Kante herabschauen kann und eine Wunderschöne Aussicht auf den zugefrorenen Fluss genießen kann. Die Provinz Alberta gehört zur „Great Plains“ Region, dass heißt, hier ist alles sehr flach. In der Umgebung sind ein paar kleinere Dörfer (z.B. St. Albert), die aber längst nicht an die Größe der knapp eine Million Einwohner Stadt Edmonton heranreichen. In der Stadt Edmonton selber gibt es die größte Mall in Nordamerika, die West Edmonton Mall.

Dort gibt es neben 800 Geschäften und 200 Restaurants auch noch ein Freizeitpark mit zwei Achterbahnen, ein Schwimmbad mit 14 Wasserrutschen, einen ‚Waterpark’ mit drei versenkten U-Booten und einem Piratenschiff und einen Eishockeyplatz. Außerdem gibt es noch ein Dinner Theater, welches ich schon besucht habe, einen Vergnügungspark für Kleinkinder und einen kleinen Golfplatz. Die Mall ist auf jeden Fall ein Highlight der Stadt, dass man sich nicht entgehen lassen sollte.

Der Stadtkern von Edmonton ist mit Hochhäusern ausgefüllt, aber den meisten Raum nehmen die bis weit in Land reichenden Wohngegenden der Stadt ein. Die dem Zentrum näher gelegenen Wohnhäuser sind schon etwas älter (aus dem letzten Jahrhundert) und teilweise kein schöner Anblick, aber je weiter man nach außen kommt desto neuer und auch schöner sind die Wohnhäuser. Ich wohne mit meiner Familie in einer der neueren Siedlungen. Soweit ich Edmonton kenne, ist es eine schöne Stadt, auch wenn mein Gastbruder meint, hier in Kanada gäbe es noch viel schönere.

Die Busse fahren hier entweder alle 15 min oder alle ½ Stunde. Da in den frühen Morgenstunden nur halbstündiger Busverkehr herrscht, bin ich jeden Morgen 35 min vor Schulbeginn in der Schule. Die Zeit nutze ich meistens um Hausaufgaben zu machen, wenn ich mal wieder ein Buch in meinem Locker gelassen habe.

Der Winter in Edmonton ist normalerweise sehr, sehr kalt, und das Thermometer fällt oft unter -30°C. Doch dieses Jahr hat Alberta einen Ausnahmewinter erlebt. Nachdem mir von allen geraten wurde schon frühzeitig warme Kleidung zu kaufen haben wir mit vier Monaten Verspätung erst Mitte Februar kalte Temperaturen und Schneefall bekommen. Zuvor war es unglaublich warm und mit Temperaturen von bis zu +10°C brachen wir alle möglichen Wetterrekorde, und dieser Winter gilt als der wärmste in den letzten 120 Jahren! Zur Zeit ist aber alles in eine etwa 20 cm dicke Schneedecke gedeckt und die Temperaturen sind auf -10°C bis -20°C gefallen.

Einkaufen ist hier auch ein wenig anders. Wir kaufen hier nicht mehrmals die Woche, sondern nur 2mal im Monat ein. Aber dann richtig. Dann fahren wir mit dem Auto zu einem Geschäft wo es das Obst recht günstig gibt. Danach geht’s zu einem Laden, wo man jährlich 50$ für die Mitgliedschaft zahlen muss um den Laden überhaupt betreten zu dürfen. Nach Aussage meines Gastvaters hat man das Geld aber nach zweimal Einkaufen wieder zurück weil in diesem Laden alles so viel günstiger sei. Dann geht es noch zu einem dritten Geschäft in dem es einige Dinge ein wenig günstiger gibt, und der auch eine kleine Auswahl an Kleidung hat.

Danach ist meistens das Auto vom Kofferraum bin in den Fußbereich des Beifahrers voll gestopft mit den unterschiedlichsten Tüten und Kisten. Nachdem die Ladung erst einmal zu Hause abgeliefert und in die Regale und Kühlschränke im Keller und in der Küche eingeräumt ist und ein kleiner Lunch schnell heruntergeschluckt wurde, sind dann alle bereit für den letzten Laden, den „real Superstore“. Da wird dann alles eingekauft was in den Anderen Geschäften grade nicht vorhanden oder nicht im Sonderangebot war. Danach legen wir noch einen Zwischenstopp bei Tim Horton’s ein, wo jeder einen Kaffee und einen Doughnut bekommt und dann geht’s wieder nach Hause.

Nach einer kurzen Kaffeepause wird alles erneut auf den bereits voll gestopften Kühlschrank und in die unterschiedlichsten Schränke und Regale verteilt, so dass man den Eindruck bekommt, die würden bald zusammenbrechen. Oftmals kauft man die Sachen doppelt und dreifach ein, weil man nicht sieht, dass hinter den Suppendosen noch fünf Dosen Fertigravioli stehen.

Das Lehrgut, was hier alles, wo Getränke drin waren, ausgenommen Milch, ist, wird hier nicht in das Geschäft zurück gebracht, in dem es gekauft wurde, sondern bei einer zentralen Sammelstelle abgegeben. Wir bringen normalerweise mehrere große Müllsäcke mit je etwa 80-90 Flaschen, Dosen und sonstigen Getränkeverpackungen zurück. Da die meisten aber nur 5¢ oder 10¢ gibt’s nicht ganz so viel Geld zurück wie in Deutschland.

Auch sonst sind Kanadier eine ganze Ecke anders als die Deutschen. Hier ist es normal mit Schlabberhosen einkaufen zu gehen, und auch die Hausschuhe werden selbst für längere Shoppingtouren benutzt. Auch kennt hier jeder seine Nationalhymne, was ja in Deutschland leider nicht der Fall ist, und Kanadafahnen am eigenen Haus sind auch weitaus mehr verbreitet. Besonders während der Olympischen Winterspiele wurde der Stolz aufs eigene Land deutlich. Hier saß man Stundenlang vorm Fernseher um ja keinen Medaillensieg eines Landsmannes zu verpassen. Doch als das kanadische Eishockeyteam gegen die Russen verlor, hatten viele Kanadier die Nase voll von Olympia, denn Eishockey ist Kanadas Sport, und nahezu jeder Junge hat für einige Zeit Hockey gespielt. In dem kalten Klima in Kanada, mit den furchtbar langen Wintern konnte man ja früher auch nicht viel anderes machen als Schlittschuhlaufen und andere Wintersportarten.

Aber nicht nur der Winter sei hier bemerkenswert, wurde mir erzählt. Im Sommer geht die Sonne nicht vor elf Uhr unter, und bereits um vier, fünf Uhr wird es wieder hell. Deshalb sind die Edmontoner normalerweise die halbe „Nacht“ lang wach, und grillen, trinken mit Nachbarn und haben Spaß.

Doch bis dahin ist es ja noch ein Weilchen hin, und ich werde in der Zwischenzeit wohl noch einiges erleben, von dem ich Ihnen gerne auch berichten werde…

Preis Schuljahr
18.590 Euro

ohne Flug: 17.090 Euro

Preis Semester
nicht angeboten
Preis Trimester
nicht angeboten
Zusatzkosten
  • ggf. Extrakosten für einige Kurse (z. B. Fotografie)
  • ggf. Kosten für das Music Enrichment Program: ca. 200 Euro
  • Eine Kaution in Höhe von 500 CAD (400 Euro) wird von GLS in Rechnung gestellt und nach Ende des Aufenthalts in voller Höhe erstatttet, sofern es keine offenen Rechnungen gibt.
  • Monatsticket für den öffentlichen Nahverkehr: ca. 55 CAD pro Monat
GLS Leistungen
  • Bei Buchung mit Flug: Gruppenflug mit GLS Betreuer direkt zu Schulbeginn im SEP und im FEB auf der Strecke Frankfurt - Vancouver. Zubringerflüge innerhalb Deutschlands sind inkludiert (andere Zubringer auf Anfrage). Flüge nach Ottawa, Toronto, Montreal und St. John´s sowie Flüge zu anderen Terminen werden, wann immer möglich, als unbegleitete Gruppenflüge mit anderen Austauschschülern durchgeführt - mehr dazu). Aufgrund limitierter Flugkontingente kann sich der Flugpreis bei kurzfristiger Buchung erhöhen. Selbstverständlich bestätigen wir Ihnen vor Vertragsabschluss den endgültigen Preis.
  • Transfer Flughafen - Unterkunft
  • Schulbesuch in Kanada wie gebucht
  • Kanadische Pflichtkrankenversicherung
  • Gastfamilienunterbringung im Einzelzimmer mit Vollverpflegung bzw. Internat, Mehrbettzimmer und Vollverpflegung
  • Betreuung während des Schulaufenthalts in Kanada
  • Nachweis über den Schulaufenthalt in Kanada
  • Unterstützung bei der Visumsbeantragung durch externen Visa-Experten (Visumsgebühren nicht inkl., zzt. 150 CAD, ca. 100 €)
  • Infoveranstaltungen (Termine und Orte)
  • Orientierungstreffen vor Abreise (Orte)
  • Welcome-Back Treffen für zurückgekehrte Austauschschüler (mehr)
  • GLS Handbuch und spezifische Länderinformationen zur Vorbereitung
  • Passwort zum GLS Forum für Austauschschüler: unter dem Link "Mitglieder" kannst du nach anderen suchen, die nach Kanada gehen

Zusätzlich buchbar