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High School Neuseeland: Erfahrungsberichte

Vorname:
Marlies
Alter:
17
aus:
Weil der Stadt
war:
2007 für ein Semester in Auckland, Neuseeland
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Epsom Girls' Grammar School
Kontakt:
marlies-klein@web.de

Hier der Bericht von Marlies:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

In Neuseeland gibt es kaum grosse Staedte, Auckland ist mit 1 mio Einwohnern die groesste. Dafuer gibt es an Natur alles, was man sich nur vorstellen kann. Von Strand und Meer ueber Waelder und Seen bis zu Vulkanen und Gletschern. Es ist wirklich ein wunderschoenens Land. Die Menschen in Neuseeland sind extrem freundlich und man wird ueberall total offen aufgenommen. In den Laeden wird man viel freundlicher bedient, wir haben sogar von einer Verkaeuferin Tips bekommen, was man in Auckland so alles machen kann. Sowas koennte ich mir in Deutschland nicht vorstellen. Es freuen sich auch alle richitg, mal jemanden aus Europa zu treffen. Die meisten fahren in den Ferien naemlich hoechstens mal nach Australien. Von der Kultur her ist alles eigentlich ziemlich europaeisch, ausser natuerlich die Maoris. Auf unserer Rundreise waren wir bei einem traditionellen Maori Konzert mit Essen danach und das war ein wirklich schoener und interessanter Abend.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An die Abende im Internat mit ca. 20 anderen Girls zusammen vor dem Fernseher, an tolle Ausfluege an den Strand waehrend in Deutschland alle ueber die Kaelte jammern, natuerlich auch an die Schule mit der am Anfang ziemlich ungewohnten Schuluniform, aber vor allem an die Ferien, in denen ich 3 Wochen durch Neuseeland gereist bin. Alles in allem ist es einfach schoen, mal ein anderes Leben zu fuehren, neue Leute kennen zu lernen und was Anderes zu sehen.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Die 3 Wochen Busrundreise durch Neuseeland. Ich bin zusammen mit 3 anderen Deutschen in einer Reisegruppe von ungefaehr 30-40 Leuten gereist. Es war echt eine lustige Zeit und man ist ziemlich unabhaengig, weil man bei der Reiseorganisation, Kiwiexperience, selber entscheiden kann, wo man wie lange bleiben will. Nach ueber 2 Monaten Internatsleben haben wir die Freiheit echt genossen! Unsere Mitreisenden waren total nett, alle so zwischen 20 und 30 und sie kamen aus aller Welt. Die Abende waren meistens richtig lustig, mit Karten spielen, Rugby schauen und einmal sogar Kostuemparty (Neuseelaender und Englaender lieben verkleiden!)

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Schule ist von 8.35 bis 15.15. Man hat in year 12 insgesamt 7 Faecher, wovon man sich 5 selber aussuchen kann (Englisch und Sport sind Pflicht). Viele von den Faechern haben wir in Deutschland gar nicht (z.b. Media Studies). Am besten ist, man ueberlegt sich schon in Deutschland, was man belegen will. Das Niveau ist in den meisten Faechern ungefaehr gleich, nur Mathe ist viel leichter. Da es eine extrem grosse Schule ist, hat es am Anfang ein bisschen gedauert, bis man die Anderen kennen lernt. Aber da hilft nur auf die Leute zuzugehn und sich einfach mit ihnen zu unterhalten. Ausserdem gibt es eine riesen Auswahl an Afternoon Activities, Sport Teams, Music Groups, Cultural Groups,... Da kann man sich dann mit den anderen Maedchen mal ausserhalb vom normalen Unterricht treffen.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Leben im Internat ist viel geregelter als zu Hause. Der ganze Tag ist durchgeplant, von der Morning Bell um 7Uhr bis zur Bed Time um 21.30Uhr, und man hat viel weniger Freiheiten. Wir duerfen zum Beispiel unter der Woche nur bis um 17Uhr raus und am Wochenende bis um 21.30Uhr. Sich daran zu gewoehnen, war am Anfang schon etwas schwierig. Man lernt aber auch, selbststaendiger zu sein. Und das Leben mit den anderen Maedchen ist echt lustig. Teilwise sitzen wir zu fuenft oder sechst bei einer von uns im Zimmer und erzehlen uns Geschichten von zu Hause. Nur an den Wochenenden ist es im Internat ziemlich ruhig, weil die meisten dann nach Hause gehn.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich hab Saxophon- und Gesangsstunden genommen, das geht ueber die Schule und man kann sich auch Instrumente ausleihen. Ausserdem spiel ich in der School Concert Band mit, sing im Festival Choir und mach jetzt gerade noch einen Salsakurs. An den Wochenenden versuch ich immer, so viel wie moeglich rauszukommen (im internat ist dann naemlich echt nichts los). Das heisst ich geh dann mit einer Freundin an den Strand oder in die City, shopping!

Ansonsten gibt es hier einen Fernsehraum, der abends je nach Fersehprogramm richtig voll ist, und es gibt einen Musikraum, in dem man ueben kann.