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High School Neuseeland: Erfahrungsberichte

Vorname:
Romi
Alter:
16
aus:
Neuss
war:
2009 für ein Semester in Dannemora, Auckland, Neuseeland
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Botany Downs Secondary College

Hier der Bericht von Romi:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Der erste Unterschied, den man auch schon direkt auf dem Weg vom Flughafen zur Gastfamilie bemerkt, ist der Linksverkehr!!! Das war am Anfang wirklich ungewohnt, aber ich war überrascht, wie schnell ich mich doch daran gewöhnt habe, beim Überqueren der Straße erst nach rechts und dann nach links zu gucken. Wahrscheinlich war es relativ einfach, weil ich ja nicht Auto fahre und als Beifahrer ist Linksverkehr kein Problem!!

Zweitens ist auffällig, wie freundlich, offen und meistens auch spontan die Menschen hier sind! Alles wird relativ locker gesehen, aber das meine ich auf keinen Fall negativ!! Es ist sehr angenehm, dass nicht alles immer direkt so ernst genommen wird. Ich meine, es gibt auch lockere Leute in Deutschland, aber hier doch außergewöhnlich viele :-)!!

Drittens realisiert man erst nach einigen Wochen, dass es in Neuseeland wirklich nur vier Millionen Einwohner, dafür aber 36 Millionen Schafe gibt!! Es gibt immer häufiger Situationen, in denen gesagt wird: "Ne, sowas haben wir hier nicht, dafür haben wir nicht genügend Einwohner." So zum Beispiel, wenn es um große Vergnügungsparks oder Unterhaltungsshows im Fernsehen geht. Vier Millionen Menschen sind wirklich nicht viel, verglichen mit 82 Millionen... Aber deswegen ist Neuseeland trotzdem ein wunderbares Land mit einzigartigem "Inselfeeling"!!

 

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

Als erstes denke ich an meine wunderbare Gastfamilie!! Ich habe wirklich soooo viel Glück mit meiner Platzierung gehabt :-)!! Bereits als ich die Unterlagen bekommen hatte und meine ersten Emails aus Neuseeland beantwortet wurden, wusste ich, dass ich sehr gut mit meiner Familie harmonieren würde. Aber seit ich sie dann zum ersten Mal am Flughafen hier in Auckland "live" getroffen habe, war klar, dass der Aufenthalt hier eine wunderbare Zeit werden würde. Ich wurde wie eine „richtige Tochter“ aufgenommen und habe mich sofort zu Hause fühlen können. Das ist die wertvollste Basis für den Auslandsaufenthalt eines Schülers: Eine Familie, die hinter ihrem Gastschüler steht und für ihn da ist!

Was hat dir besonders gut gefallen?

Mh, was gefällt mir besonders gut... Eigentlich alles :-) Meine Gastfamilie ist ein Traum, die Schule ist auch riiiiiiiiichtig gut, die Menschen hier sind alle total freundlich und die Umgebung ist genial. In 15 Minuten Fußweg bin ich in einer großen Mall mit allem, was man sich vorstellen kann. Mit dem Bus kann man auch super andere Shoppingmeilen und Malls erreichen, mit der Fähre ist man in 30 Minuten in der City. Von daher kann ich gar nicht sagen, was mir BESONDERS gut gefällt. Ich meine, natürlich, die Natur ist beeindruckend. Aber so viel habe ich davon bisher noch nicht gesehen. In drei Wochen mache ich eine Rundreise über die Südinsel. Danach werde ich wahrscheinlich vollkommen fasziniert von der Landschaft dort sein, die ist nämlich wirklich einzigartig, wie so viele Dinge hier in Aotearoa :-)!!

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

An einem typischen Schultag stehe ich so gegen 7.30 Uhr auf und laufe dann entweder mit meinem Gastbruder zur Schule oder meine Gasteltern fahren uns. Schule fängt in Botany jeden Tag um 8.40 Uhr an, nur donnerstags um 9 Uhr, und endet montags um 15.05 Uhr, an allen anderen Tagen um 15.15. Uhr. Ich weiß, das klingt jetzt verwirrend, ich fand's am Anfang auch etwas merkwürdig, aber man gewöhnt sich sehr schnell daran :-) In der Schule habe ich montags Unterricht in allen sechs von mir gewählten Fächern, an den anderen Tagen werden jeweils fünf Fächer unterrichtet. In der Jahrgangsstufe 12, die ich zur Zeit besuche, hat man auch zwei study periods in der Woche, sprich Freistunden. Eigentlich sollten die zum Lernen genutzt werden, aber die liegen häufig am Anfang oder am Ende eines Schultages, sodass man entweder später zur Schule kommen oder eher nach Hause gehen kann!! Nach der Schule gehe ich mit Freunden in die Mall direkt gegenüber der Schule oder aber ich gehe nach Hause und verbringe den Nachmittag mit meiner Gastfamilie. Das Thema Hausaufgaben hält sich hier ziemlich in Grenzen, man hat wirklich normalerweise nicht viel zu tun am Nachmittag :-) Abends wird in der Familie zusammen gekocht und gegessen. Danach gucken wir gerne gemeinsam Fernsehen oder DVD. Meistens gehe in unter der Woche auch nicht so spät ins Bett wie zu Hause, hier brauche ich aus irgendeinem Grund mehr Schlaf!!

Achso, ja, es war leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen!! Die meisten Jugendlichen sind wirklich total offen und freundlich und sowie man neben jemandem sitzt, ist man in eine Konversation verwickelt. Freunde zu finden ist hier wirklich einfach!!

 

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Also ich lebe hier ja in meiner wunderbaren Gastfamilie und ehrlich gesagt ist es ziemlich wie zu Hause :-) Der einzige Unterschied ist, dass meine Gastmutter hier berufstätig ist, und sich die Gasteltern dadurch die Hausarbeit teilen. Ansonsten helfe ich hier in der Küche mit und kümmere mich um mein eigenes Zimmer und Bad. Aber meine Gasteltern übernehmen die Wäsche und das Bügeln, wie für ihren eigenen Sohn. Von daher war es für mich sehr einfach mich hier direkt pudelwohl und wie ein richtiges Familienmitglied zu fühlen!!

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Am Wochenende oder an freien Tagen kann man hier viele verschiedene Sachen mit Freunden oder der Gastfamilie unternehmen. Ich persönlich gehe sehr gerne shoppen in den verschiedenen Malls und Shoppingstraßen, die es hier in der Gegend gibt. Ganz in der Nähe hier gibt es aber auch eine Eishalle, Fitnessstudios und Möglichkeiten, Pool oder Bowling zu spielen. Außerdem gibt's in Auckland City natürlich viele Museen, den Sky Tower und Rangitoto Island. Man kann mit Fähren auf den Wasserwegen rund um Auckland unterwegs sein oder in einer der zahlreichen Buchten schwimmen gehen. Ihr seht, es gibt viiiiiiiiele Möglichkeiten, etwas in der "außerschulischen Zeit" zu erleben :-)!!

Wer Kontakt zu Romi aufnehmen möchte, kann ihre Email Adresse bei GLS verena.laube@gls-sprachenzentrum.de erfragen.