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High School Neuseeland: Erfahrungsberichte

Vorname:
Betty
Alter:
14
aus:
Illmensee
war:
2011 für ein Semester in Timaru, South Canterbury, Neuseeland
Schultyp:
Staatliche Schule mit Wahl
Schule:
Roncalli College

Hier der Bericht von Betty:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Vor allem die Leute, weil sie einfach viel lockerer drauf sind und alle total hilfsbereit und freudlich sind! Auch in meiner gastfamilie habe ich mich toll aufgehoben gefühlt und sie haben geholfen, wo sie nur konnten.

Die schule, die total Spass gemacht hat...das Roncalli College ist eine relativ kleine Schule mit 500 Schülern und es war immer was los, wie Wettbewerbe unter den Häusern, Ausflüge oder Sportaustausche mit anderen Schulen für einen Tag.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An meine tolle Gastfamilie, die mich schon total lieb aufgenommen hat und sich immer gekümmert und geholfen hat!!!Auch mit meinen Gastgeschwistern habe ich mich gut verstanden, einer koreanischen Gastschwester und einem thailändischen Gastbruder. Die beiden machen ihren Schulabschluss in Neuseeland und konnten mir dadurch schon viel erzählen.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Die tolle Landschaft Neuseelands!! Das Land ist wirklich wunderschön, und zwischen den zwei Terms in denen ich in Neuseeland war, habe ich eine organisierte Südinselrundreise gemacht. Dadurch konnte ich viel von der atemberaubenden Natur sehen, wie z.B. NationalParks mit Robben und Delfinen, Gletscher und vieles mehr.

Und die Leute in Neuseeland, die Kiwis-was ja eigentlich alles sagen-sind total nett und hilfsbereit. Auch zu den Lehrern hat man ein eher freundschaftliches Verhältnis und alles ist lockerer.

Mein Freundeskreis, beides Kiwis und Internationals. Wir haben so viel zusammen unternommen, egal ob sleepovers, Kino oder einfach nur durch die Stadt bummeln, es war immer was los!! :)

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Am Roncalli College war ich superglücklich und kann die Schule echt nur weiterempfehlen!! Ich konnte unter verschieden Schulfächern wählen und belegte neben Pflichtfächern wie Science, Mathe und Englisch noch Kurse wie Drama, Kochen oder Computerlehre. Ich war leider zu jung um Outdoor Education zu nehmen, einem Kurs mit dem man mehrere Ausflüge im jahr macht.

Der Schulalltag war sehr unterschiedlich zu meiner Schule in Deutschland. Der Schultag begann um 8:40 erstmal mit einer Assembly mit allen Schülern, in der gesungen und gebetet wurde. Es ist schwer zu beschreiben, aber die Schule war eher eine grosse Gemeinschaft und man kannte sich auch überall unter den Jahrgängen. Am Tag hatte man nur 5 schulfächer, die jeweils 1 h lang dauerten. Der Schultag ging immer schnell vorbei und nach Schulchluss, um 3:20 pm machte man dann meistens noch Sport, ich glaube die Schule hatte allein 10 eigene rugbyteams.

Die Schulen in Neuseeland haben auch ein "housegroupsystem", das man sich so vorstellen kann wie bei Harry Potter. Es gibt Wettbewerbe unter den einzelnen Häusern und nach der einstündigen Mittagspause gibt es immer etwa 20 min. "housegroup-time", wo man sich zusammensetzt und einfach nur redet.

Mit 14 Jahren war ich eine der Jüngsten und deshalb noch junior student in der Schule, was hiess das ich eine feste Klasse hatte. Dadurch war es einfacher für mich, Klassenkameraden kennenzulernen, vor allem Kiwis. Es ist schon leichter, sich mit anderen Austauschschülern anzufreunden, wenn die Kiwis wissen dass man nur ein halbes Jahr dort bleibt. Aber sie sind alle aufgeschlossen und man findet schnell Anschluss.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Das Gefühl ein "Gast" zu sein, bis man dann ein Familienmitglied wird. Am Anfang machte ich noch mehr mit meiner Gastfamilie, doch mit der Zeit unternahm ich immer mehr mit Freunden, vor allem am Wochenende, und die Gastfamilie wurde eher unwichtig. Leider unternahm meine Gastfamilie auch nicht so viele Ausflüge mit mir und war das wohl schon gewöhnt von anderen Austauschschülern.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Die Freizeit verbrachte ich mit viel sport!! Ich habe mich viel mehr bewegt als in Deutschland, durch die eigenen sportteams der schule hatte man auch viel mehr Möglichkeiten dazu.

Am Wochenende unternahm ich etwas mit Freunden, Timaru ist klein und übersichtlich, ich kam zu Fuss in 10 min zur Stadtmitte und in 5 min zum Strand, habe aber trotzdem meistens den Bus genommen... :)