Kommentar

Fragen?

Privatschulen und Internate in den USA

Vorname:
Kristina
Alter:
17
aus:
Paderborn
war:
2012 für ein Semester in Napa, Kalifornien, USA
Schultyp:
Private Schule
Schule:
Justin Siena High School
Kontakt:
kristina89@mac.com

Hier der Bericht von Kristina:

5 Monate USA – eine einfach unvergessliche Zeit

Von August bis Dezember 2006 habe ich ein Semester in den USA an einer privaten Highschool verbracht. Diese wunderschöne Zeit durfte ich in Napa/Kalifornien verbringen und ich würde jederzeit wieder zurückfliegen, es war einfach ein unbeschreibliches Erlebnis und wahrscheinlich die beste Zeit, die ich je in meinem Leben gehabt habe.

Die Vorbereitung:

Die Vorbereitung für die Zeit in den USA habe ich schon sehr früh begonnen, mehr als ein Jahr bevor ich dann endlich die Reise in mein neues unbekanntes Leben antreten durfte.

GLS hat mich dabei super unterstützt und vorbereitet mit Seminaren und Gesprächen mit Fachkräften, die mir dabei geholfen haben das richtige Programm für mich zu finden und ich denke ich habe genau das richtige Highschool Programm gefunden und somit eine unvergessliche Zeit erleben können.

Die Vorbereitungszeit war eine sehr spannende, aufregende Zeit und mit viel Nervosität verbunden. Ich denke das Beste an der Zeit war, als ich endlich das Profil meiner super netten Gastfamilie zugeschickt bekam. Von diesem Zeitpunkt an weiß man, dass es bald losgeht und man sich nicht mehr auf das Ungewisse freuen muss.

Die Highschool

Da ich mich zu einem privaten Highschool Programm entschieden habe, konnte ich mir die Schule aussuchen, welche ich in den nächsten 5 Monaten besuchen möchte, und somit auch  den Staat und die Stadt. Nach Beratungsgesprächen mit Mitarbeitern bei GLS und ausführlichen Informationen über die einzelnen Schulen habe ich mich dann für die Justin-Siena Highschool in Napa/Kalifornien entschieden.

Ich bereue diese Entscheidung keine Sekunde, ich würde diese Schule jederzeit wieder besuchen.

Die Highschool ist in den USA komplett anders als in Deutschland und wahrscheinlich auch der größte Unterschied an den ich zurückdenke zwischen den USA und Deutschland.

Angefangen hat die Schule jeden Tag um 8Uhr morgens und ging meist bis 14Uhr oder 15Uhr. Zuerst war dies eine große Umstellung, jedoch gewöhnt man sich sehr schnell daran und da man eine lange Mittagspause von 45Minuten hat, hört es sich schlimmer an, als es eigentlich ist.

Auch die Fächer sind anders, ich hatte nur 7 Fächer zu wählen und auch das Angebot der Fächer ist sehr anders als in Deutschland. Man konnte zum Beispiel Fächer wie Fotografie, Tanzen, Chor, Anatomie des Körpers etc. wählen.

Da es in den USA keinen Unterschied zwischen Haupt-, Realschule und Gymnasium gibt kann man Fächer wie Englisch, Mathe, Biologie, Chemie etc. in verschiedenen Schwierigkeitsgraden nehmen, welches zum Teil wichtig ist wenn man zum College gehen will. Wenn man jedoch nur einen Auslandsaufenthalt und seinen Abschluss in Deutschland macht, ist das um einiges lockerer mit der Fächerwahl und man kann sich ruhig einige von den Fächern aussuchen, die es in Deutschland nicht gibt, was ja richtig spannend sein kann. Überhaupt ist der Sinn einer Highschool aus meiner Sicht, nicht nur stures büffeln, sondern die Ausbildung zu teamfähigen und netzwerkfähigen Amerikanern zu fördern, eben die Vorbereitung fürs College oder die University. „Networking“ und „Diversity“ sind oft benutzte Vokabeln an meiner Highschool. So bin ich z.B. froh und stolz, daß meine beste Freundin eine Chinesin aus Hongkong ist. Wir werden sicher Freunde fürs Leben bleiben.   

Außerdem gibt es an der Justin-Siena ein so genanntes Tutorial, welches 2-mal in der Woche vor der Mittagspause angeboten worden ist, in welchem man zu Lehrern hingehen kann wenn man Hilfe braucht.

Im Allgemeinen macht es zum Teil mehr Spaß in den USA zur Schule zu gehen, zum einen weil es einfach eine ganz neue und spannende Erfahrung ist, zum anderen ist das Verhältnis zwischen Lehrern und Schülern auch mehr freundschaftlich als autoritär und an den Schulen herrscht ein enormer „Schoolspirit“. Jeder ist stolz auf seine Schule und man kann alles Mögliche kaufen, wo das Logo der Schule abgedruckt ist oder der Name und jeder trägt diese Sachen mit Stolz und identifiziert sich mit seiner Schule.

Freizeit

Die Freizeit verbringt man unter der Woche meist an der Schule und beteiligt sich an sportlichen Aktivitäten oder Clubs, welche sich jedoch meist in der „lunch break“ treffen.

Ich habe nach der Schule mit dem Golfteam der Mädchen der Schule trainiert und es hat super viel Spaß gemacht. Die meisten Schüler machen nach der Schule Sport, spielen Football, Tennis, Baseball, Waterpolo, Fußball oder Ähnliches. Das Sportangebot der Schulen variiert an jeder Schule, aber man schließt die meisten Freundschaften in dem man einem Team beitritt, da es einfach dazugehört und man sich dort einfach trifft und während der Woche seine Zeit zusammen verbringt.

Man ist wochentags meistens erst abend wieder zuhause. Dann wird gegessen und Hausaufgaben müssen auch noch gemacht werden. Und so ist der Tag schon wieder vorbei.

An den Wochenenden trifft man sich dann gerne mit Freunden oder geht shoppen oder besucht andere Städte. Das hängt jedoch von der Gastfamilie und den eigenen Interessen ab denke ich.

Wir sind zum Beispiel auch jeden Freitag zu den Footballspielen meiner Schule gegangen, zu welchem meist auch fast die ganze Schule geht. Es ist einfach ein Event der Woche, auf daß sich jeder freut. Dort kann man dann seine Freunde treffen, neue Kontakte knüpfen und einfach nur Spaß haben und das Spiel gespannt verfolgen.

Gastfamilie

Die 3 spannendsten Momente der Reise in die USA sind wahrscheinlich der lange Flug alleine, dann das Treffen mit der Gastfamilie und der erste Schultag. Hat man dies hinter sich, kann man die Zeit einfach nur noch genießen.

Ich persönlich war mit meiner Gastfamilie rundherum zufrieden. Nachdem ich das Profil meiner Gastfamilie bekommen habe, habe ich sie noch am gleichen Abend gespannt angerufen und sofort gemerkt dass sie super nett sind. Und nach diesem Anruf  habe ich mich noch mehr auf das Semester in dieser neuen Familie gefreut.

Als ich dann in San Francisco am Flughafen ankam, war ich total nervös: Immigration, Customs, holt mich wirklich wer ab???. Doch es klappte natürlich bestens,  man fühlt sich einfach gut nach dem ersten Zusammentreffen mit der Familie.

Ich habe den Eindruck, dass GLS die Gastfamilien sehr gut aussucht und auch als ich in den USA war, war immer eine Ansprechperson bereit, zu der ich mit meinen Problemen gehen konnte und welche sich nach mir und dem Leben und der Zufriedenheit mit meiner Gastfamilie erkundigt hat.

Zuerst war es schon komisch auf einmal in einer anderen Familie zu sein und mit denen zu Leben, jedoch wird es zu einem sehr schönen Erlebnis wenn man sich einfach auf das neue Umfeld einlässt und offen ist.

Meine Familie hat es mir sehr leicht gemacht mich wohl zu fühlen. Ich hatte mein eigenes Zimmer mit Bad und einem herrlichen Blick auf die Weinberge im Napa-Valley. Auch das Essen war ein Gedicht mit vorwiegend kalifornischer, stets frischer und leichter Küche. In kürzester Zeit war ich völlig in die Familie integriert. Wir haben viel gemeinsam unternommen, Freunde und Verwandte im Großraum San Francisco und Los Angeles besucht. Da ich auf einem Weingut lebte habe ich auch ganz nebenbei eine Menge über Wein und dessen Anbau gelernt, sehr spannend!

Allgemein kann ich sagen, dass die Zeit in den USA einfach unvergesslich ist und wahrscheinlich die schönste Zeit war, die ich bisher in meinem Leben hatte.

Ich kann es jedem nur empfehlen, sich auch dafür zu entscheiden. Man lernt soviel dazu, bekommt so viele neue Eindrücke und Erfahrungen und diese bringen einen sehr viel weiter, das ist einfach unbeschreiblich.

Wenn ich zurückdenke an die Zeit im Ausland, fallen mir so viele Sachen ein, die mir super gut gefallen haben und ich wüsste gar nicht welches ich als das Beste angeben würde.

Im Allgemeinen würde ich die Amerikaner schon als cooler und lockerer bezeichnen, aber diese Erfahrung sollte jeder selber einmal machen, ich würde es jederzeit noch einmal tun.