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Austauschjahr Japan: staatliche Schulen

In Japan hast du die Wahl zwischen 2 Programmen, die sich inhaltlich unterscheiden:

  • Japan classic: ein klassischer Schulaufenthalt oder
  • Japan special: ein 3 bis 6 monatiger Japanischkurs mit nachmittäglichen Stippvisiten in einer High School

Japan classic & Japan special

1. Ein klassischer Schulaufenthalt

Ein klassischer High School Schulaufenthalt in Japan ist möglich mit Grundkenntnissen Japanisch (mehr zu den Voraussetzungen). Schulorte sind Städte in ganz Japan, du kannst Wünsche äußern, aber eine Garantie, dass sie erfüllt werden, gibt es nicht. Der GLS Partner platziert nach Maßgabe freier Plätze auf allen 4 Hauptinseln. Einen Eindruck von den Schulorten bekommst du, wenn du dir diese Erfahrungsberichte ansiehst.

Hier erfährst du mehr über den Schulalltag in Japan.

Orientierung in Tokio

Alles beginnt in Tokio mit einer 3-tägigen Orientierungsveranstaltung, jeweils im MÄR und im SEP zu Schulbeginn. Hier erfährst du mehr über den Schulalltag in Japan

Betreut in Japan

... wirst du von GLS Partnern wie Fumi Yatsukura in Tokio. Mehr im Interview mit Fumi

Japan Austauschjahr

2. Japanischkurs & High School

Diese Programm ist ideal, wenn du noch kein Japanisch sprichst: In Fukuoka (mehr) kannst du eine Sprachschule besuchen, mit wöchentlichen Besuch bei einer örtlichen High School. Hier weißt du von vornherein, wo du hinkommst, und du hast sogar die Wahl zwischen Gastfamilie und Internat. Mehr zu den Preisen

Schüleraustausch in Tokio

Eine  Beschreibung der Sprachschule in Fukuoka, an der der Japanischkurs stattfindet, findest du hier

Wissenswerte Hintergründe

Da die Zahl der Plätze für Austauschschüler in Japan stark begrenzt ist, bieten wir dir zusätzlich die Möglichkeit, eine Privatschule in Japan zu besuchen. Dass die Zahl der Plätze so limitiert ist, hat v.a. historische Gründe:

Gastschüler gehören in Japan nicht zur Selbstverständlichkeit, sondern sie sind eine ganz besondere Ausnahme. Deshalb ist  es schwer, eine Schule zu finden, die einen Austauschschüler aufnimmt.

Japan hatte sich für über zwei Jahrhunderte vom Rest der Welt abgekapselt. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts öffnete sich Japan wieder für Ausländer. Diese relative Verschlossenheit ist noch immer in allen gesellschaftlichen Bereichen zu spüren. Zudem werden in der Leistungsgesellschaft Japan die Lehrer für die Leistungen der Schüler verantwortlich gemacht. Deshalb sind die Lehrer einem immensen gesellschaftlichen Druck ausgesetzt. Die meisten Lehrer sind bereits mit der Betreuung ihrer eigenen japanischen Schüler vollkommen ausgelastet. Ein Gastschüler aus dem Ausland überzieht diese Kapazitäten leicht.  

Deshalb müssen die japanischen Schulen immer von neuem davon überzeugt werden, einen Gastschüler bei sich aufzunehmen. Auch die Schule, an der bereits ein Gastschüler erfolgreich ein Austauschjahr absolviert hat, ist nicht per se bereit, im darauf folgenden Jahr erneut einen Schüler aufzunehmen. Im Gegenteil: oft benötigen die mit dem Programm befassten Lehrer nach der Anstrengung eine Pause.   

Erst anhand deiner Bewerbungsunterlagen fragt die Partnerorganisation jeweils eine japanische Schule an und wiederholt dieses Vorgehen, bis ein Schulplatz speziell für dich gefunden ist.