Kommentar

Fragen?

Britische Privatschulen: Erfahrungen

Vorname:
Delia
Alter:
17
aus:
Berlin
war:
2014 für ein Schuljahr in Eastbourne, England
Schultyp:
Private Schule
Schule:
Moira House Girls School
Kontakt:
dezia@hotmail.de

Hier der Bericht von Delia:

 

Was waren für dich die drei größten Unterschiede zwischen Zielland und Deutschland?

Die drei größten Unterschiede sind erstmal, dass ich hier in einem Mädcheninternat lebe. Es ist ein total anderes Gefühl im Unterricht. Viel relaxter kann man sagen, besonders in Physik. Ich mein, viele Mädchen wären wahrscheinlich abgeschreckt Physik an einer normalen Schule als Leistungsfach zu nehmen. Hier ist das nicht so, du machst, was dir Spaß bringt. Des weiteren ist es unheimlich schön direkt am Meer zu sein, und es auch aus dem eigenem Zimmer sehen zu können. Eine große Umstellung war auf alle Fälle, dass die Autos auf der "falschen" Seite fahren. Da muss man sich erste dran gewöhnen, aber wenn man mal Fahrrad fährt, geht das schnell.

Woran denkst du als erstes, wenn du an deinen Auslandsaufenthalt denkst?

An meine Freunde und meinen Freund. Und auch ans Meer und meine geliebte Seafront.

Was hat dir besonders gut gefallen?

Ich finde die Lehrer-Schüler-Beziehung hier unheimlich gut. Ich habe noch nie erlebt, dass sich ein Lehrer so viel Mühe gibt, dass wirklich alle es verstehen. Du kannst immer mit Problemen zu ihnen gehen und um Rat fragen. Das ist sehr positiv und wirkt sich gut auf das Lernen aus.

Wie sieht ein typischer Schultag aus? War es leicht, Klassenkamerad/innen kennen zu lernen?

Um viertel vor acht ist Role Call und dann geht es erst einmal Frühstücken. Um halb neun ist Schulassembly in der Aula und anschließend geht es zum Unterricht. Je nach Stundenplan gibt es Lessons bis 1 Uhr. Von 1 bis 3 ist Lunchtime und um 3 oder auch 4 Uhr fängt der letzte Block an, der dann bis viertel nach 5 geht. In der Lunchtime werden Aktivitäten angeboten, wie Sport, singen oder Amnesty International. Natürlich gibt es auch um 4 das traditionelle Teetrinken mit Keksen. :) Nach der Schule muss man sich dann leider noch mal an seine Hausaufgaben setzen, aber es bleibt auch Zeit für einen selbst.

Ich persönlich fand es leicht, neue Leute kennen zu lernen. Wenn man offen und neugierig ist, und besonders keine Angst hat Fehler zu machen, dann geht das meiner Erfahrung nach ganz von alleine. Die Mädchen hier sind auch alle super nett und haben mir in der ersten Zeit sehr geholfen.

Leben in der Gastfamilie oder im Internat: Was ist ganz anders als zu Hause?

Das beste ist, dass du erst ca. ne Stunde später aufstehst als die, die mit dem Zug oder prinzipiell von wo anders kommen. Des weiteren, habe ich die Erfahrung gemacht, dass man sich besser auf die Schule konzentrieren kann. Man ist abends schneller wieder "zu Hause" und hat alles an einem Ort. Das ist auch besonders von Vorteil, wenn man Freistunden hat. Dann haut man sich mal ne Stunde aufs Ohr oder duscht schnell. Viel mit den anderen Mädchen habe ich allerdings nicht zu tun, da meine Freunde auch alle Daygirls sind. Die Chinesinnen bleiben eher unter sich (90% der Internen sind Chinesinnen). Das fand ich am Anfang sehr schade, da ich dachte, dass es mehr gemixt ist und dass man vielleicht zusammen was macht. Aber mittlerweile stört mich das nicht mehr, da es viel besser íst außerhalb der Schule Kontakte zu haben. Da kommt man mehr raus.

Wie hast du die außerschulische Zeit verbracht?

Ich gehe entweder shoppen mit meinen Freunden, unternehme was mit meinem Freund oder gehen joggen. Letzteres mag ich besonders gerne. Die Umgebung hier ist einfach wunderschön. Und dann einfach mal an der Seafront sitzen und relaxen... richtig paradiesisch. Es gibt hier auch Theater, Kinos, Konzerte und gelegentlich Stadtfestivals.